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Erfolgreiche Therapie der Medizinerausbildung



„Die erste Kohorte des Modellstudiengangs Medizin hat das Ziel erreicht.“ Nicht ohne Stolz blickte Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Dott, Studiendekan der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen, auf die Einführung und Entwicklung des reformierten Studiengangs Medizin an der RWTH zurück. Die ersten Absolventen, insgesamt 99, dieses Modellstudiengangs wurden kürzlich gemeinsam mit weiteren 54 Absolventen des bisherigen Regelstudiengangs, den neuen Promotionsabsolventen sowie den Absolventen des internationalen Masterstudiengangs Biomedical Engineering feierlich in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula 1 des RWTH-Hauptgebäudes verabschiedet. 

Das völlig neu strukturierte Studienmodell der Mediziner an der RWTH wurde erst durch die Novellierung der Approbationsordnung im Jahr 2003 möglich. Sie gestattete es, das Studium vor allem praxisnaher zu gestalten. Professor Dott hob hervor, dass das innovative Aachener Lehrkonzept durch Lehr- und Ausbildungspreise wie des Hartmannbundes auch von externer Seite große Anerkennung gefunden hat. Als einen wesentlichen Erfolgsfaktor nannte der Studiendekan vor allem die Diskussionen mit den Studierenden und bedankte sich bei allen beteiligten Dozenten und Betreuern. Die Qualität des reformierten Studiengangs lässt sich nicht zuletzt mit Zahlen belegen: So betonte Univ.-Prof. Dr. Johannes Noth, der Dekan der Medizinischen Fakultät, dass die Medizinstudierenden der RWTH mit ihren schriftlichen Examensergebnissen deutschlandweit unter den TOP 10 liegen.

Erste Absolventenverabschiedung Modellstudiengang MedizinIm Jahr 2009 haben 220 Doktoranden ihre Promotion an der Medizinischen Fakultät abgeschlossen. Bereits seit 1995 stiftet die Firma Grünenthal zwei Preise für eine herausragende Dissertation in einem klinischen und einem theoretischen Fach. Im Rahmen der Absolventenverabschiedung wurden nun Dr. med. Nicole Tania Cabral do Ó  und Dr. rer. medic. Peter Pieperhoff ausgezeichnet.

Während die Medizinische Fakultät mit dem Modellstudiengang ein zukunftsweisendes Projekt erfolgreich umgesetzt hat, stehen die gesamte Hochschule sowie Stadt und Region Aachen mit dem RWTH Campus erst am Anfang. In seinem Festvortrag über die Herausforderungen Chancen des RWTH Aachen Campus nutzte Univ.-Prof. Dr.-Ing. Günther Schuh, Prorektor für Wirtschaft und Industrie, um die besondere Bedeutung der  Medizinischen Fakultät und des Klinikums für dieses Projektes herauszustellen. „Bei einer ingenieurlastigen Universität wie unserer wird das Thema Medizin und Technik eine zentrale Rolle spielen“, so Professor Schuh. Nicht von ungefähr werde das erste neue Campus-Gebäude ein medizintechnischer Komplex sein. In seinem Abschlusswort griff auch Dekan Johannes Noth das Campus-Thema nochmals auf und drückte heimliche Hoffnungen und Wünsche aus: „Vielleicht entwickelt sich der RWTH Campus ja wie das Silicon Valley, das damals von der Stanford University initiiert wurde“.

i. A. Dietrich Hunold

Stand: 02/2010


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