Hilfsnavigation

Hauptgebaeude

Zielgruppennavigation

Inhalt

Siebte Vergabe des RWTH-Preises Wissenschaftsjournalismus



Erstmals wurde in diesem Jahr der RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus in den drei Kategorien Printmedien, Hörfunk und Fernsehen vergeben. Die Preisträger 2005 sind
  • in der Kategorie Printmedien Dr. Klaus Manhart mit dem Beitrag „Die Grenzen der Gleichzeitigkeit“ in der Zeitschrift „Gehirn & Geist“ 2/2004;
  • in der Kategorie Hörfunk Birgit Kolkmann mit dem Beitrag „Apparatewunder und Einsamkeit“, ausgestrahlt im DeutschlandRadio Berlin am 13.11.2004, sowie
  • in der Kategorie Fernsehen Joachim Lachmuth und Armin Maiwald mit dem Special „SolarMaus“ aus der WDR-Reihe „Die Sendung mit der Maus“, gesendet am 30.5.2004.

Die Auszeichnungen, die jeweils mit 1.000 Euro dotiert sind, wurden am Freitag, dem 28. Oktober, im Rahmen einer Festveranstaltung vom Rektor der RWTH, Univ.-Prof. Dr. Burkhard Rauhut, überreicht. Die Preisverleihung fand gleichzeitig mit der Vergabe des Innovationspreises der StädteRegion Aachen in der Aula 1 der RWTH statt. Beide Auszeichnungen belegen im regionalen Schulterschluss von Hochschule und Region die Bedeutung, die der Forschung als Motor für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen beigemessen wird.

Die ausgezeichneten Beiträge belegen nach den Worten von Rektor Rauhut den hohen Stand kompetenter Wissenschaftsvermittlung im deutschsprachigen Journalismus. Die Autoren geben Rauhut zufolge mit ihren Beiträgen herausragende Beispiele für verständliche und zielgruppenorientierte Forschungsberichterstattung. Insgesamt hatten sich 30 Medienvertreter mit 44 Beiträgen beworben. Die 16 Experten aus Journalismus und Wissenschaft umfassende Jury kam nach eingehender Prüfung zu einem klaren Votum.

In dem Beitrag „Die Grenzen der Gleichzeitigkeit“ behandelt Autor Dr. Klaus Manhart das Phänomen des Multitasking, des parallelen Verrichtens mehrerer Arbeitsvorgänge. Von der Jury wird dieser Thematik eine hohe Bedeutung bescheinigt, da die Anforderung des Parallelarbeitens eine wichtige Anforderung des modernen Arbeitslebens darstellt. Der Artikel von Dr. Klaus Manhart in der Zeitschrift „Gehirn & Geist“ beschreibt dabei nach Einschätzung der Jurymitglieder „sehr gut und nützlich die Arbeitsweisen des Gehirns“. Auch unterschiedliche Sichtweisen werden souverän verglichen, was das Bild dieses Phänomens fachlich korrekt und informativ abrundet.

Birgit Kolkmann schildert in ihrem Beitrag „Apparatewunder und Einsamkeit“ nach Auffassung der Jury „sehr einfühlsam, wie in verschiedenen medizinischen Situationen Patienten und Ärzte denken und empfinden“. Die Journalistin beschreibt „gut verständlich und klar“, wie Hightech-Medizin die Grenze zwischen Leben und Tod verschiebt. Die daraus resultierenden Folgen sind differenziert angesprochen. Hoffnungen der Mediziner und Sorgen der Patienten werden mit sehr persönlichen Stellungnahmen verdeutlicht. Das Hörfunk-Feature aus der Reihe „WortSpiel/ZeitReisen“ des DeutschlandRadio Berlin beleuchtet so überaus ausgewogen die wissenschaftlichen Errungenschaften der Medizintechnik.

Mit der „SolarMaus“ zeichnet die RWTH die Arbeit einer Redaktion aus, die ambitioniert das Thema der Photovoltaik aufgreift und für die Zielgruppe der Kinder beispielhaft aufarbeitet. „Die Autoren nutzen dazu anschauliche Darstellungen“, heißt es dazu in der Begründung der Jury, „didaktisch klug werden Kinder in die Erklärungen einbezogen.“ Der Beitrag erhält Höchstnoten für die Vollständigkeit der Darstellung, seine logische Stringenz und Genauigkeit. Wörtlich heißt es in der Bewertung, „dass mit leichten Adaptationen der Beitrag selbst für etablierte Wissenschaftsmagazine für Erwachsene ausreichend Tiefe und Präzision enthält.“ Das Material eigne sich zudem mindestens bis Klasse 10 für den Schulunterricht. „Die Vermittlung solcher Themen bereits an Kinder ist – für einen wissensorientierten Standort wie Deutschland es sein sollte – von erheblicher Bedeutung.“ Joachim Lachmuth als Redakteur und Autor Armin Maiwald haben sich deshalb um die Wissenschaftsvermittlung besonders verdient gemacht.

Der RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus wird damit seit 1993 zum siebten Male vergeben. Die Aachener Hochschule zeichnet damit als einzige Universität beispielhafte Arbeiten journalistischer Vermittlung von Themen aus der Forschung in die Öffentlichkeit aus. Die Intention der Hochschule ist es, die Bedeutung dieses Transfers zu unterstreichen und Anreiz zu schaffen für die intensivere Beschäftigung mit Wissenschaft in den Medien.

Toni Wimmer


Abschlußinformationen