Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Europäischen Kommission, Generaldirektion Forschung, Women and Science Unit, haben die Gründungshochschulen der IDEA League (Imperial College London, Delft University, ETH Zürich und RWTH Aachen) mit TANDEMplusIDEA ihr erstes gemeinsames EU-Projekt gestartet. Auch das jüngste Mitglied des Verbundes, ParisTech, wird einbezogen. Ziel der von der RWTH Aachen koordinierten Initiative ist die Realisierung eines internationalen Personalentwicklungsprogramms, das hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften unterstützt, sich auf eine Professur in den beteiligten Ländern vorzubereiten. TANDEMplusIDEA, eine Specific Support Action des 6. Europäischen Forschungsrahmenprogramms, richtet sich an die Wissenschaftlerinnen der beteiligten Hochschulen, die noch keine Professur innehaben und über die notwendigen Qualifikationen, das heißt eine Promotion, die maximal zwei Jahre zurückliegt, verfügen.
Das Programm umfasst drei Instrumente der Personalentwicklung: Mentoring, Training und Networking. In Summer und Winter Schools werden die Teilnehmerinnen in internationalen Trainings unter anderem auf nationale Besonderheiten bei Berufungen und die Präsentation ihres Berufungsvortrags in den beteiligten Ländern vorbereitet. Außerdem erhalten sie die Möglichkeit, künftige Karriereschritte und Berufsziele zu planen und sich durch den Aufbau internationaler Kontakte in der europäischen Forschungslandschaft besser zu positionieren. Neben den Trainings und den Netzwerkveranstaltungen werden die Teilnehmerinnen des Programms beim Aufbau einer Mentoring Beziehung durch international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützt.
Die Bewerbungsfrist für die Teilnahme am Programm endet am 15.10.2007. Von jeder der beteiligten Hochschulen können maximal vier Wissenschaftlerinnen aufgenommen werden. Die kleine Gruppengröße sichert den intensiven Trainingscharakter und den persönlichen Rahmen der Veranstaltungen. Seminarsprache ist Englisch. Jede der beteiligten Hochschulen richtet entweder einen Trainingsblock oder ein Netzwerktreffen aus, sodass die beteiligten Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit haben, alle Hochschulen kennen zu lernen.
i. A. Sabine Busse