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Rollstuhl fährt durch einen Lidschlag



Ein neuartiger Rollstuhl ist in der Lage, allein durch die Mimik seines Benutzers gesteuert zu werden. Dazu analysiert eine vom Lehrstuhl für Technische Informatik der RWTH Aachen entwickelte komplexe Bildverarbeitungssoftware kontinuierlich den Gesichtsausdruck des Fahrers. Es reichen einzelne Merkmale des Gesichtsausdrucks wie die Gesichtshaltung, die Änderung der Blickrichtung, ein Lidschlag oder eine Veränderung des Mundbildes, um die Fahrfunktion oder Einstellungen anzusteuern. Welche Gesichtsbewegung ausschlaggebend ist, kann individuell, je nach Behinderung des Benutzers, eingestellt werden. Aufgenommen wird die Mimik durch eine handelsübliche Webcam, die ihre Bilder an ein normales Notebook mit der neuartigen Software weitergibt.

Großer Vorteil des Systems, das in Kooperation mit der Firma Invacare entstand, ist sein personenadaptives Konzept. Dabei werden individuelle Eigenheiten des Benutzers dynamisch berücksichtigt: Wenn sich der Rollstuhlbenutzer einen Bart wachsen lässt oder eine Brille trägt, kann die Software sich schnell und problemlos darauf eingestellen.

Der mimikgesteuerte Rollstuhl wird auf der Fachmesse „REHACare“ in Düsseldorf vom 10. bis 13. November, in Halle 5, Stand J23, präsentiert.

i.A. Björn Gürtler

Weitere Informationen:
Dipl.-Inform. Ulrich Canzler
Lehrstuhl für Technische Informatik der RWTH Aachen
Tel.: 0241/8023890
Email: canzler@techinfo.rwth-aachen.de


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