Themen der Konferenz waren die Theorie und Praxis von Gender und Diversity Management in der Personal- und Organisationsentwicklung. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. So stellten hochrangige internationale Unternehmensvertreter und -vertreterinnen u.a. von BASF, Shell, Metro und Dow Europe ihre Konzepte zur Stärkung von Diversität und Vielfalt vor. Weitere Vorträge von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern behandelten Themen wie Doppelkarrierepaare (Prof. Londa Schiebinger PhD, Stanford University), Diversity in französischen Wirtschaftshochschulen (Junko Takagi PhD, Essec Business School Paris) oder Gender in der Wissenschaft in der Europäischen Union (Prof. Teresa Rees PhD, Cardiff University). Ergänzt wurde das Konferenzprogramm durch die Präsentation der Studie „Women Matter“ der Unternehmensberatung McKinsey & Company; durch einen Vortrag von Jean-Christophe Bas von der „Alliance of Civilizations“ der Vereinten Nationen, der zum Thema kulturelle Vielfalt sprach, sowie durch die Perspektive der Europäischen Kommission, die die Leiterin der Abteilung „Scientific Culture and Gender“, Luisa Prista, in ihrem Grußwort zum Ausdruck brachte.
In anschließenden Parallelsessions wurde Gender und Diversity Management in seinen verschiedenen Facetten vertiefend beleuchtet. In insgesamt zehn Vortrags- und Diskussionsrunden erörterten die 170 Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer die unterschiedlichen Themen wie z.B. Work Life Balance, Personalentwicklung in der Wissenschaft oder interkulturelle Trainingsprogramme. Die Pausen und Posterpräsentationen wurden zum regen Austausch und zur Vernetzung genutzt, ebenso wie das Begleitprogramm der Konferenz. So gab es am Donnerstagabend einen Empfang im Aachener Rathaus durch die frisch gewählte Bürgermeistein Dr. Margrethe Schmeer (CDU), die die Gäste in Aachen begrüßte, ein gutes Gelingen der Veranstaltung wünschte und betonte, wie sehr das Thema Chancengerechtigkeit auch der Stadt Aachen am Herzen liegt. Im Anschluss bestand die Möglichkeit zu einer kleinen Stadtführung sowie zum gemeinsamen Abendessen in verschiedenen Restaurants der Kaiserstadt.
Ein besonderer Fokus der Konferenz lag auf der Präsentation des Mentoring-Programms TANDEMplusIDEA, dessen Abschlussveranstaltung die Konferenz zugleich war. In dem zwischen 2007 und 2010 von der Europäischen Kommission geförderten EU-Projekt wurde erstmalig ein internationales Personalentwicklungsprogramm durchgeführt. Es richtete sich an Wissenschaftlerinnen der IDEA League, eines Netzwerkes von führenden Technischen Hochschulen in Europa (Imperial College London, ETH Zürich, TU Delft, RWTH Aachen und ParisTech). Die Abschlusskonferenz diente der Präsentation der wissenschaftlichen Evaluationsergebnisse und der Bilanzierung. An der Podiumsdiskussion zum Thema Internationales Mentoring nahmen neben Dr. Carmen Leicht-Scholten, der Projektleiterin, und Dr. Liz Elvidge, Managerin im „Postdoc Development Centre“ des Imperial College London, auch zwei Mentees des Programms teil. Ihr Resümee lautete: Das Programm TANDEMplusIDEA hat durch seine drei Module Mentoring, Training und Networking zu einer effektiven Karriereförderung beigetragen. Insbesondere der Austausch in der Gruppe der Wissenschaftlerinnen wurde als gewinnbringend hervorgehoben.
Als Ergebnis der Tagung wurde unter anderem festgehalten, wie wichtig die Einbeziehung von Gender- und Diversity-Aspekten sowohl in Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch in alle politischen Entscheidungen ist. Dieser und viele weitere Punkte werden auch in einem Tagungsband zusammengefasst werden, dessen Publikation für die nächsten Monate geplant ist.
i. A. Elke Breuer M.A. / Nathalie Callies M.A.
Integration Team - Human Resources, Gender and Diversity Management
TANDEMplusIDEA - Konferenzorganisation
Tel. 0241-8090633