Am 12. November hatten Studierende zu einer offenen Gesprächsrunde in den RWTH-Hörsaal eingeladen, um dort Kritik und Forderungen an das Bildungssystem diskutieren zu können. Die Veranstaltung zog sich über die Nacht hinaus hin und wurde schließlich in ein „unbefristetes Plenum“ umgewandelt. Nach mehreren Gesprächen auch mit der Hochschulleitung hielt man jetzt eine weitere Blockierung des Vorlesungsbetriebes für nicht förderlich. Die Studierenden formulierten in einem offenen Brief allerdings den Wunsch, einen im Hochschulbereich zentral gelegenen Raum einmal pro Woche für offene Informations- und Diskussionsveranstaltungen zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Sie erhielten die Zusage, dafür zunächst die unmittelbar benachbarte Couvenhalle in der Kármánstraße jeweils mittwochs von 17 bis 19 Uhr nutzen zu können. Damit will die Hochschulleitung einen Kompromissweg zum Ausgleich der verschiedenen Interessen gehen. „Zum einen soll der Anspruch der Hochschule, ein Ort der Diskussion und der Auseinandersetzung zu sein, Genüge getan und zum anderen ein anspruchsvoller und zuverlässiger Lehrbetrieb aufrechterhalten werden“, betont RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven.
i.V. Renate Kinny