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Erneut erhöhte Schadstoffkonzentration im SuperC



Im Mai waren in Räumen des studienfunktionalen Zentrums SuperC der RWTH Aachen erhöhte Ausdünstungen aus den Baumaterialien festgestellt worden. Sie führten bei einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Augenbrennen oder Reizungen der Haut und der Atemwege. Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf eindeutige Quellen der Substanzen. Es wurde daher vermutet, dass mehrere Alkohole und Aldehyde, die jeweils noch im Rahmen der zulässigen Innenraumrichtwerte lagen, in der Summe die Beschwerden verursacht hatten. Durch häufiges Lüften und den Einsatz von Luftwäschern sollte eine Absenkung dieser Schadstoffwerte in der Raumluft erreicht werden.

Die kontinuierlichen Messungen in verschiedenen Räumen in den Sommermonaten zeigten einen erheblichen Rückgang der Schadstoffwerte. Anfang Oktober wurde aber in einigen Räumen wieder ein deutlicher Anstieg des Lösemittels Acetonitril  gemessen, in einem Raum war der Wert sogar noch höher als im Mai 2009. Zugleich traten wieder Beeinträchtigungen einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form von Atemwegsreizungen auf. Die unmittelbar verstärkt durchgeführten Untersuchungen zeigtendeuteten auf  eine Belastung des Teppichbodenrückens unterbodens mit Acetonitril hin. Die Bedeutung dieser Messdaten wird durch ein Teppichforschungsinstitut untersucht. Dieses Gutachten soll in wenigen Wochen vorliegen und Maßgabe für weitere Maßnahmen sein.

Der Hochschularzt Dr. Dieter Preim betont, dass die gemessene Schadstoffkonzentration im RWTH-Gebäude SuperC zu keinen schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führt. Bei empfindlichen Menschen könne es zu Reizungen der Schleimhäute kommen, auch Hautreizungen seien möglich. Durch sofortige Anschaffung und Aufstellung weiteren Luftwäscher mit Luftbefeuchtern und der Aufforderung an die Beschäftigten, regelmäßig zu lüften, soll die Innenraumbelastungen weitestgehend gemindert werden. Die Raumluftmessungen werden fortgeführt und die Beschäftigten wie auch die Öffentlichkeit rechtzeitig und regelmäßig über die Ergebnisse informiert.

i.V. Renate Kinny


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