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Ericsson kooperiert mit Exzellenzcenter UMIC an der RWTH Aachen



Ericsson wird erster Partner aus der Industrie für  das  Exzellenzcenter UMIC (Ultra High-Speed Mobile Information and Communication) an der RWTH Aachen. Das gaben der schwedische Telekommunikationsausrüster und die Rheinisch Westfälische Hochschule bekannt. UMIC ist das einzige Cluster der Exzellenzinitiative der Bundesregierung, das sich mit der Telekommunikation beschäftigt.

Als weltweit größter und innovativster Mobilfunkausrüster und Telekommunikationsdienstleister investiert Ericsson jährlich rund 15% des Konzernumsatzes in Forschung- und Entwicklung. In Deutschland forscht Ericsson in Aachen und Herzogenrath am Eurolab seit 1991 vor allem im Bereich Mobilfunknetze.

Die Kooperation sieht neben einem Sponsoring den regen Meinungsaustausch zwischen Experten vor. Dazu gehört auch der Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung am UMIC Centre in die angewandte Forschung am Ericsson Forschungs- und Entwicklungszentrum Eurolab in Herzogenrath/Aachen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von UMIC liegt in der Weiterentwicklung intelligenter Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetze. Fokus der Kooperation von Ericsson mit der RWTH ist insbesondere der seit einigen Jahren in der Wissenschaft heiß diskutierte Bereich „Cognitive Radio“. Ein „kognitives“ Mobilfunknetz beobachtet seine Umgebung, trifft darauf basierend intelligente Entscheidungen, und lernt aus den Resultaten seiner Entscheidungen. Eine besonders interessante Anwendung dieses Konzepts ist das flexible Verwenden ungenutzter Funkfrequenzen für die Datenübertragung.

 „Untersuchungen von Funkdiensten wie TV-Übertagungen, Satelliten oder Radarsystemen zeigen, dass diese die ihnen zugewiesenen Frequenzen eher ineffizient nutzen,“ erklärt Dr. Fiona Williams, Forschungsdirektorin am Eurolab Aachen. „Unter bestimmten Umständen ist es denkbar, einen Teil dieser „brachliegenden“ Kapazitäten für mobile Kommunikation zu nutzen. So könnte zum Beispiel vermieden werden, dass Mobilfunknetze überlastet werden, und dadurch Gespräche nicht zustande kommen, abreißen oder Daten zu langsam übertragen werden.“

Peter Engelmann, Leiter des Ericsson Eurolabs, ergänzt: „Wir setzen mit dieser Public Private Partnership mit dem UMIC-Exzellenzcluster unsere lange Tradition der Zusammenarbeit mit der RWTH fort. Es gab und gibt eine Menge von gemeinsamen Interessen bei der Weiterentwicklung von Kommunikationslösungen.“

Prof. Dr. Gerd Ascheid, Koordinator des UMIC Exzellenzclusters an der RWTH Aachen: „Wir freuen uns, die seit 1991 bestehende Zusammenarbeit mit dem Ericsson Eurolab fortsetzen zu können und glauben, dass dies ein Signal an die Wirtschaft darstellt, sich ebenfalls in unserem Exzellenz-Cluster einzubringen. Diese neue Form der Zusammenarbeit stärkt die führende Rolle des UMIC Centre als Forschungsinstitut für Telekommunikation am Standort Deutschland.“

Kontakt:
Dr. Ute Müller
UMIC Research Centre
Mies-van-der-Rohe-Str. 15
52074 Aachen
Tel. 0241/80 20722
Fax. 0241/8022730
Public.relations@umic.rwth-aachen.de


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