Das Aldenhoven Testing Center, kurz ATC, entsteht in Siersdorf im Kreis Düren. Die ATC of RWTH Aachen University übernimmt die Verwaltung und Vermarktung der Teststrecke in uneigennütziger Form. Der Kreis Düren stellt das Grundstück zur Verfügung und finanziert Vorlaufkosten in Höhe von zwei Millionen Euro. Neben den Hochschuleinrichtungen sollen auch kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit erhalten, Testreihen durchzuführen. Damit bekennt sich die RWTH Aachen zu ihrer Verantwortung in der Region: Mit neuen wissenschaftlichen Einrichtungen die wirtschaftliche Entwicklung voran zu treiben.
Der erste Bauabschnitt, der jetzt fertiggestellt ist, umfasst eine kreisförmige, asphaltierte Fahrdynamikfläche mit 210 m Durchmesser. An diese Fläche ist eine 400 m lange Beschleunigungsspur angeschlossen. Hier werden neben Fahrzeug- und Fahrerassistenzkonzepten neuartige Navigationsanwendungen auf Basis des künftigen europäischen Navigationssystems GALILEO untersucht. Über spezielle Sendeanlagen, so genannte Pseudoliten, ist es weiterhin möglich, bereits vor Inbetriebnahme des GALILEO-Navigationssystems entsprechende Signale in einem lokal begrenzten Gebiet zur Verfügung zu stellen. Die Pseudoliten werden aktuell installiert. Innerhalb eines zweiten Bauabschnitts sollen zudem eine Umfahrung, ein Handlingkurs, eine Schlechtwegstrecke, ein Steigungshügel sowie eine Bremsstrecke gebaut werden. Die endgültige Fertigstellung ist für Ende 2011 geplant.
Das ATC liegt in unmittelbare Nähe zu den Autobahnen A4, A44 und A61 und hat somit eine schnelle Erreichbarkeit zu den bedeutendsten Wirtschaftsmetropolen und Regionen Europas.
„Der Kreis Düren ist stolz darauf, gemeinsam mit einem so renommierten Partner wie der RWTH Aachen ein Projekt zu verwirklichen, das weit in die Zukunft weist“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der ACI (Automotive Center for Industry GmbH) bei der Vorstellung der Dynamikfläche. „Da die fossilen Treibstoffe endlich sind, stehen die Autoentwickler vor immensen Herausforderungen, sollen die Menschen weiterhin so mobil sein wie heute. Deshalb ist es ein Glücksfall, dass wir uns in der Region vernetzt haben und nun gemeinsam die besten Bedingungen für die Erforschung von innovativen Automobiltechnologien und deren Entwicklung zur Serienreife schaffen. Dadurch werden in unserer Region viele neue Arbeitsplätze in den unterschiedlichsten Bereichen entstehen“, unterstrich der Landrat die Bedeutung des Testzentrums.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Kathrin Noreikat, ika - Institut für Kraftfahrzeuge, RWTH Aachen, Telefon: +49 241 80 27536, E-Mail: noreikat@ika.rwth-aachen.de