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Karriere mit Zufällen



RWTH-Institut für Politische Wissenschaften verabschiedet neue Absolventinnen und Absolventen

 

Karriere mit Zufaellen "Wennze weiß, watte wills, musse machen, datte hinkomms ... .“ Zum Thema Karriereplanung zitierte Professor Dr. Sigrid Baringhorst das Kabarett-Duo „Missfits“. Wenn sie zurück blicke, so sei ihre Karriere allerdings weniger geplant, sondern vielmehr eine Anhäufung von Zufällen. So sei sie beispielsweise nach dem Examen in Aachen eher zufällig als DAAD-Lektorin an die University in Bradford, Großbritannien, gekommen, und eher zufällig habe sich dort ein Promotionsthema im Bereich Multikulturalismus ergeben. „Sie ist eben viel ’rumgekommen,“ bemerkte auch Prof. Dr. Emanuel Richter, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft (IPW) der RWTH, bei der Vorstellung der Festrednerin der traditionellen Jahresfeier des IPW. Wie in den vergangenen Jahren so wurden kürzlich in der RWTH-Aula 2 an der Ahornstraße auch in diesem Jahr die neuen Absolventinnen und Absolventen im Beisein von Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts sowie zahlreichen Studierenden feierlich verabschiedet. 70 Bachelor- und Magister-Absolventen konnten ihre Zeugnisse aus den Händen von Professor Richter und Professor Ralph Rotte entgegen nehmen.

Zur Tradition der Veranstaltung gehört ebenso ein Vortrag aus Kreisen der Ehemaligen des Instituts, der den Studierenden und jungen Absolventen wertvolle Erfahrungen und Ratschläge auf den weiteren Berufsweg mitgeben soll. Sigrid Baringhorst, die von 1976 bis 1983 selbst an der RWTH Sozialwissenschaften und Germanistik studiert hatte, bezweifelte jedoch, dass ihr Werdegang nach heutigen Maßstäben beispielhaft sei. Die jungen Zuhörerrinnen und Zuhörer konnten aber lernen, dass es sich sicherlich lohnt, bei Studium und Karriere auch Nebenpfade zu beschreiten sowie den Schritt in das Ungewisse zu wagen. Sigrid Baringhorst haben diese Wagnisse zum Erfolg geführt: Sie ist inzwischen seit Oktober 2000 an der Universität Siegen als Professorin für Politikwissenschaften – und zurzeit sogar als Dekanin des Fachbereichs für Sozialwissenschaften – tätig.

 

i. A. Dietrich Hunold


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