Hot-Dry-Rock-Verfahren nutzen Erdwärme in einer Tiefe zwischen 3.000 und 6.000 Metern. Als Wärmeüberträger wird Wasser eingesetzt. Kaltes Wasser wird mit hohem Druck in das trockene, heiße Gestein gepresst, dabei weiten sich die vorhandenen Risse auf und neue entstehen. Das erhitzte Wasser wird an einer Bohrung wieder entgegen genommen. Eingesetzt wird die Hot-Dry-Technologie bislang nicht, lediglich in Pilotanlagen finden Untersuchungen statt.
Die RWTH-Wissenschaftler entwickeln jetzt eine Software, die die Simulation der Vorgänge ermöglicht. Zunächst werden allerdings in Laborversuchen Gesteinsblöcke mit hohem Druck belastet und mit Wasserdruck gefract, so werden Klüfte erzeugt und deren Ausbreitung messtechnisch erfasst. Die Simulation der hydraulischen Bruchprozesse und eine Prognose der Rissausbreitung erfolgt im Labormaßstab und wird anschließend auf den Einsatz vor Ort erweitert.
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Stand: 03/2011