„Besonders beeindruckt hat mich die Idee, Kunststoffe aus Zucker statt aus Öl herzustellen“, sagte Prof. Dr. Rolf Rossaint, der als Prorektor für Forschung und Struktur der RWTH Aachen gemeinsam mit Christa Mühlbauer von der Siemens Stiftung die Preisverleihung übernommen hatte. „Dahinter steckt viel chemisches Know-how – das geht doch deutlich über schulisches Niveau heraus. Das gilt übrigens für alle vorgestellten Beiträge.“
Martina Ziefle, Professorin für Communication Science an der RWTH Aachen, würdigte, auch im Namen ihrer beiden Jurykollegen Prof. Dr. Dieter Georg Senk und Prof. Dr. Armin Schnettler, die Leistung der Teilnehmer: „Wir haben in den letzten Jahren viele richtig gute Arbeiten bekommen. Natürlich muss man hier auch den Lehrkräften Respekt zollen, die zum Teil schon über zwei, drei Wettbewerbsrunden hinweg Teams anmelden und auch wissen, wie die Anforderungen der Juroren aussehen.“
Im diesjährigen Finale vertreten sind Nina Neser, Claudia Fischer und Victor Brosius vom Theodor-Heuss-Gymnasium Ludwigshafen (Thema: Leindotter im Tank?), Sabrina Schönberger, Andreas Bartl und Michael Schobesberger von der HTL für Lebensmitteltechnologie, Getreidewirtschaft und Biotechnologie im österreichischen Wels (Thema: Herstellung von Bioethanol mit immobilisierten Hefezellen und immobilisierten Hefeenzymen) sowie Tobias Pickert vom Gymnasium Petrinum in Recklinghausen (Thema: Furan-2,5-dicarbonsäure basierend auf Zuckern – Zukünftiger Erdölersatz für die Chemieindustrie?). Der 16-jährige Schüler fühlt sich vom Finaleinzug auch in seinem Berufswunsch bestärkt: „Ich möchte später auf jeden Fall in die Forschung gehen. Da motiviert so ein Erfolg natürlich unglaublich.“
Die drei Gewinnerteams werden für ihre Arbeiten mit jeweils 2.500 EUR honoriert. Zusätzlich erhält jede betreuende Lehrkraft 1.500 EUR für ihren Fachbereich.
Insgesamt hatten sich 400 Jugendliche mit 200 Projekten zum Wettbewerb angemeldet. Erstmals stand der Wettbewerb auch Teilnehmern aus Österreich, der Schweiz und von Deutschen Auslandsschulen in Europa offen. 116 Arbeiten aus sechs Ländern wurden eingereicht und an den Partner-Universitäten bewertet.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.siemens-stiftung.org/schuelerwettbewerb
Stand: 03/2001