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Betriebspädagogik und Wissenspsychologie


Achtung! Das Studienangebot der Philosophischen Fakultät wird sich vorraussichtlich zum WiSe 2012/13 ändern. Vorläufige Informationen
Abschluss Bachelor of Arts RWTH Aachen University
Studienbeginn Wintersemester
Für Studienanfänger kein Einstieg ins erste Fachsemester mehr möglich
Regelstudienzeit 6 Semester
Bewerbung / Einschreibung

Rechtsverbindliche, semesteraktuelle Informationen zur Studienaufnahme

Alle Informationen zu Bewerbung und Einschreibung

Einschreibungsvoraussetzungen
(erst bei der Einschreibung nachzuweisen)

Studienfeld-SelfAssessment Psychologie

Studienorientierung und -vorbereitung

Orientierungs-SelfAssessment

Vorkurse

Prüfungsordnung Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang der Philosophischen Fakultät (für Studienanfänger gilt die aktuelle Fassung)
Beratung und weitere Informationen

 

Studiengangbeschreibung


Bachelor of Arts - Ein Zwei-Fach-Bachelor
Im Bachelor-of-Arts-Studium werden an der RWTH zwei Fächer im gleichen Umfang studiert. Weitere Informationen und die Kombinationsmöglichkeiten

Kurzinfo
Betriebspädagogik beschäftigt sich mit den Voraussetzungen, Prozessen und Ergebnissen von Qualifikations- und Gestaltungsprozessen in Betrieben und Organisationen, durch die Mitarbeiter für neue Anforderungen qualifiziert werden. Dazu gehören auch die Anpassung der Arbeitsumgebung an die Mitarbeiter sowie die zugehörigen Identifikations- und Integrations- sowie Legitimationsprozesse. Dadurch wird die wirtschaftliche, ethische und kulturelle Verfassung des Unternehmens begründet, dargestellt und vermittelt.

Wissenspsychologie als ein Gebiet der kognitiven Psychologie beschäftigt sich mit den Prozessen des Erwerbs, der Codierung, der Organisation, der Speicherung, des Abrufes und der Anwendung von Wissen. Letzteres wird in einem umfassenden Sinne als kognitive Repräsentation von Bedeutungsgehalten, von Handlungsschemata, -skripten und -typen verstanden. Dieses Wissen wird erworben, im Gedächtnis gespeichert und auf Aufgaben und Probleme der Praxis angewandt.

Berufspädagogik und Wissenspsychologie liefern die notwendigen Kernkompetenzen für betriebliche Aus- und Weiterbildungsstrategien, für die Personal- und Organisationsentwicklung, für Qualifizierungskonzepte, für das Wissensmanagement, für Beratung bei Problem- und Konfliktfällen (Moderation, Supervision, Coaching).

Berufsbildorientierung
Das Bachelorstudium der Betriebspädagogik und Wissenspsychologie bereitet - wie der Name des Studiengangs schon andeutet, auf das Berufsfeld der außerschulischen Aus- und Weiterbildung vor. Den Studierenden werden Perspektiven und Berufsmöglichkeiten in folgenden Bereichen eröffnet:

  • Mitarbeit in Forschung, Entwicklung und Lehre in wissenschaftlichen und wissenschaftsnahen Institutionen wie z.B. im Bundesinstitut für Berufsbildung, im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, in Institutionen von Parteien, Sozialpartnern und Verbänden,
  • Dienstleistungen im Bereich von Bildungsträgern wie z.B. Kammern, Weiterbildungsanbietern in öffentlicher und privater Trägerschaft,
  • Bildungsmanagement in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Bereich
  • freiberufliche Tätigkeit im Bereich der Bildungsberatung,
  • freiberufliche Durchführung von Kursen zum Beispiel für Lern- und Arbeitstechniken, verbale und nonverbale Kommunikation, Selbst- und Zeitmanagement,
  • Mitgestaltung von Print- und IuK-Medien,
  • Mitarbeit in Unternehmensberatungen,
  • Mitarbeit in Forschungseinrichtungen für Datenerhebung und Datenauswertung.

Zur Sicherung der Berufsfeldorientierung dienen folgende curricularen Elemente und Maßnahmen:

  • Praktika,
  • selbständigkeitsfördernde, aktive, verständnisorientierte Lehr- und Lernformen in Seminaren,
  • Selbststudium,
  • Mitarbeit bei der Erhebung und Auswertung empirischer Daten im laufenden Forschungsbetrieb der Institute,
  • Projektarbeiten zur Unterstützung der Bachelorarbeit in Kooperation mit Praxisfeldern,
  • Auswertung und Präsentation der Projektarbeit in Kooperation mit Vertretern der Praxisfelder.

Die Studierenden sollen während ihres Studiums folgende Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben:

  1. Fachliches Grundlagenwissen
    Grundlegend ist Lernen ein Gegenstandsbereich, der mittels verschiedener Perspektiven erschlossen werden kann: Lernen u.a. von Reiz-Reaktionsverbindungen, kognitiver Informationsverarbeitung, Entwicklung von Kompetenzen, Expertise und Transfer zu sozial, motivational, volitional und emotional geprägtem Verhalten.
    Dazu gehört insbesondere:
    • Kenntnis der organisationalen Rahmenbedingungen und persönlichen Lebensumstände von Lernenden/Teilnehmern.
    • Kenntnis zielgruppenspezifischer Konzeptionen und Planung von Bildungsmaßnahmen.
    • Kenntnis der relevanten Rechtsvorschriften und ihre Berücksichtigung im Rahmen der Planung von Bildungsmaßnahmen.
    • Kenntnis der Grundbegriffe, Theorien und Modelle von Lernen, Gedächtnis, Informationsverarbeitung und Verhalten.


    Damit sind Studierende in der Lage, empirische Untersuchungen in den o.g. Bereichen anhand wissenschaftlicher, methodischer und empirischer Kriterien zu beurteilen und statistische Aussagen nachzuvollziehen.

  2. Methodenkompetenz

    • Sinnfällige Nutzung von fachspezifischen Rechercheinstrumenten, wie z.B. wissenschaftlichen Datenbanken, bibliographischen Hilfsmitteln, Handbüchern, Kompendien und der einschlägigen Vorschriften des Bildungs- und Arbeitsrechtes.
    • Befähigung zur Selbstorganisation, Selbstmotivation und Selbstkontrolle des Lernens und Arbeitens in Studium und Beruf.
    • Selbständige, zielgerichtete, kritische, an unterschiedlichen Theorien und Modellen orientierte Bearbeitung von wissenschaftlichen und berufspraktischen Fragestellungen.
    • Befähigung zur Kooperation, um mit anderen Aufgaben, Fragestellungen und Probleme bearbeiten zu können.
    • Befähigung, erarbeitete Sachverhalte zielgruppenspezifisch darzustellen.
  3. Berufsfeldbezogene Qualifikationen
    Die Studierenden können Bildungsprozesse bedarfs- und problemgerecht planen, insbesondere

    • Bildungsbedarfe ermitteln,
    • Bildungspläne konzipieren sowie
    • Bildungsmaßnahmen planen, durchführen und evaluieren.

    Die Studierenden können Lern- und Lehrprozesse gestalten, dabei

    • didaktische Prinzipien und Modelle anwenden, Ziele, Inhalte und Formen der beruflichen Aus- und Weiterbildung auswählen, ordnen und begründen,
    • Instruktionsdesigns auswählen und zielgruppengerecht entwickeln/anpassen (Wahl von Lehrmethoden, Lernmaterialien, Medien, Sozialformen zur Gestaltung einer Bildungsmaßnahme; Planung, Implementation und Evaluation).

    Studierende können eigene Untersuchungen anhand theoretischer, experimenteller Vorgaben planen und Ergebnisse mit deskriptiven Statistiken darstellen sowie inferenzstatistisch bearbeiten.

    Studierende können eigene Untersuchungspläne und Instrumente zur Bedarfsermittlung und Evaluation entwickeln sowie deren Reichweite und Anwendungsmöglichkeiten bewerten.

Studienverlaufsplan

Jahr Modul SWS ECTS
1. Lehren und Lernen für Unterricht, Ausbildung und Weiterbildung    
Vorlesung: Das Lernen und damit verbundene Prozesse 2 3
Seminar: Gestaltung von Lern- und Lehrprozessen 2 4
Seminar: Didaktik beruflichen Lernens in der Aus- und Weiterbildung 2 4
Seminar: Medienpädagogik 2 4
Gesamt 8 15
     
Lernen und Gedächtnis als Grundlage menschlichen Verhaltens    
Vorlesung: Grundbegriffe des menschlichen Lernens 2 3
Seminar: Statistische Grundlagen der empirischen Sozialforschung 2 4
Seminar: Ansätze, Experimente und Ergebnisse der Lernforschung 2 4
Gesamt 6 11
     
2. Bildungsplanung    
Vorlesung: Konzepte der Bildungsplanung 2 4
Seminar: Grundlagen des Wissensmanagements 2 4
Seminar: Rechtsgrundlagen der Bildungsplanung 2 4
Gesamt 6 12
     
Sprache und Kommunikation hinsichtlich Individuum, Gruppe und Gesellschaft    
Vorlesung: Entwicklung und Funktion von Sprache und Kommunikation 2 3
Seminar: Soziale Kommunikation 2 4
Seminar: Versuchspläne und empirische Methoden 2 4
Gesamt 6 11
     
3. Qualitätssicherung    
Vorlesung: Evaluation von Lern- und Lehrprozessen 2 3
Seminar: Bildungscontrolling 2 4
Seminar: Qualitätsmanagement 2 4
Gesamt 6 11
     
Denken und Wissen    
Vorlesung: Entwicklung und Funktion menschlichen Denkens und Wissens 2 3
Seminar: Empirische Methoden der Evaluationsforschung, insbesondere der Feldforschung 2 4
Seminar: Probleme und Ergebnisse der Kognitionspsychologie 2 4
Gesamt 6 11
     

Modulbeschreibungen
Ausführliche Modulbeschreibungen und die jeweiligen Lehrveranstaltungen finden sie im Campus-Informationssystem der RWTH.


Abschlußinformationen