| Abschluss | Bachelor of Science RWTH Aachen University |
| Studienbeginn | Wintersemester |
| Regelstudienzeit |
6 Semester |
| Bewerbung / Einschreibung |
Zulassungsbeschränkung (NC) zum WiSe 2012/13 Örtliches Vergabeverfahren der RWTH, Bewerbungsfrist: 15. Juli, Online-Bewerbung Rechtsverbindliche, semesteraktuelle Informationen zur Studienaufnahme |
| Einschreibungsvoraussetzungen (erst bei der Einschreibung nachzuweisen) |
Studienfeld-SelfAssessment "Mathematik und Naturwissenschaften" |
| Studienorientierung und - vorbereitung | |
| Prüfungsordnung | Prüfungsordnung Biotechnologie B.Sc. (Für Studienanfänger gilt die aktuelle Fassung) |
| Beratung und weitere Informationen |
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Molekulare und Angewandte Biotechnologie
Biotechnologie – was ist das?
In der Biotechnologie verschmelzen Elemente der Bioinformatik, Biologie, Chemie, Molekularbiologie, Verfahrenstechnik u.a. zu einer interdisziplinären Wissenschaft. Die Biotechnologie erstrebt die Nutzung biologischer Vorgänge, z.B. Stoffwechselleistungen von Zellen oder Zellteilen für verschiedene Dienstleistungen und Produkte (z.B. Arzneiwirkstoffe, Nahrungsmittel, Kraftstoffe aus erneuerbaren Ressourcen).
Was soll ein Biotechnologe können?
Von in Biotechnologie Ausgebildeten werden naturwissenschaftliche (biologische, (biochemische) aber auch ingenieurwissenschaftliche, technische Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden sowie die Beachtung wirtschaftlicher Aspekte erwartet. Ein Biotechnologe kann aber nicht gleichzeitig Experte in allen Disziplinen sein, die für die multidisziplinäre Biotechnologie wichtig sind. Er sollte jedoch unbedingt ein wichtiges Teilgebiet vertieft beherrschen und die anderen Felder soweit durchschauen, dass ihm die Einordnung in das Ganze und die intensive fachliche Kommunikation mit den Experten der anderen beitragenden Gebiete möglich ist.
Warum an der RWTH Aachen studieren?
Die RWTH Aachen zählt zu den führenden technischen Universitäten Europas. Sie unterhält zahlreiche internationale Beziehungen und ist mit ihren Life-Science-Aktivitäten u.a. in die Euregio sowie der Bioregio Rheinland eingebunden. Mit Schwerpunkten auf ingenieurwissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und medizintechnischen Fächern, sowie der Anbindung an die Fraunhofer Institute für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie sowie für Produktionstechnologie und das Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik machen die RWTH zu einem idealen Standort anwendungsorientierter biotechnologischer Forschung. Die Größe und Vielfältigkeit der RWTH erlaubt den Studierenden hier wie kaum anderswo eine auf die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmte Spezialausrichtung innerhalb des gewählten Faches. Die Biotechnologie an der RWTH Aachen ist in vielen nationalen und internationalen Forschungsverbünden vertreten, wie dem Excellenzcluster „Tailor made fuels from biomass“ und dem EU Großprojekt Pharma-Planta.
Biotechnologie an der RWTH Aachen
Im interdisziplinären Verbund mit den herausragenden ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen der RWTH Aachen wurde der Bachelor-/Master-Studiengang „Molekulare und Angewandte Biotechnologie“ konzipiert, in welchem ein naturwissenschaftlicher Schwerpunkt mit einer starken bioverfahrenstechnischen Komponente verknüpft wird. Für diesen konsekutiven Studiengang sind neben molekularbiologischen Fächern vor allem verfahrenstechnische Grundlagen, Reaktionstechnik und Bioreaktortechnik Eckpfeiler der Ausbildung und eine essentielle Basis für die fortführende Ausbildung im anschließenden Masterstudium. Ein weiteres Charakteristikum ist ein breiter naturwissenschaftlicher Kanon von chemischen, physikalischen und mathematischen Grundlagenfächern. Hinzu kommen ein modern ausgerüstetes Fermentationspraktikum und eine Lehrveranstaltung über Kosten- und Wirtschaftlichkeitsfragen. Die Vorlesungen decken zu etwa 40 % naturwissenschaftliche Grundlagen, zu 40 % biologische/biotechnologische Fächer und zu 20 % ingenieurwissenschaftliche Fächer ab. Den detaillierten Studienverlaufsplan finden Sie am Ende dieser Studiengangbeschreibung.
Für Studierende mit ausschließlich naturwissenschaftlichen und/oder molekularbiologischen Interessen ist der Studiengang Molekulare und Angewandte Biotechnologie nicht geeignet. Interessenten an einer solchen Ausbildung seien auf den Studiengang Biologie an der RWTH Aachen verwiesen.
Zulassung zum Biotechnologiestudium
Der Studienbeginn im Bachelor-Studiengang „Molekulare und Angewandte Biotechnologie“ ist nur zum Wintersemester möglich. Für diese Fachrichtung können derzeit nur 30 Studierende pro Studienjahr zugelassen werden, daher besteht eine Zulassungsbeschränkung (Vergabe nach Orts-NC). Bewerbungstermine und –unterlagen sind ab Ende April eines jeden Jahres ausgewiesen unter: www.rwth-aachen.de/studierendensekretariat. Hier sind auch die erforderlichen Bewerbungsunterlagen abrufbar. Durch die Zulassungsbeschränkung soll eine qualitativ hochwertige naturwissenschaftliche Ausbildung mit einer ausgeprägten verfahrenstechnischen Komponente, die einen hohen Personal- und Apparateaufwand erfordert, sichergestellt werden.
Inhalte und Ablauf
Die nachfolgende Tabelle zeigt den typischen Studienverlauf. Prüfungen erfolgen studienbegleitend.
SWS = Semesterwochenstunde, CP = Credit Point, V = Vorlesung, Ü = Übung, P = Praktikum
Studienverlaufsplan |
SWS |
CP |
|
1. Semester (WS) |
|
|
|
Biologie der Zelle |
V3 |
4 |
|
Grundlagen der Biotechnologie |
V2 Ü1 |
4 |
|
Allgemeine Anorganische Chemie |
V4 Ü1 |
6 |
|
Anorganisch-chemisches Praktikum |
P4 |
6 |
|
Einführung in die Biochemie |
V2 Ü1 |
3 |
|
Mathematik für Biologen und Biotechnologen |
V2 Ü2 |
7 |
|
|
22 |
30 |
|
2. Semester (SS) |
|
|
|
Einführung in die Mikrobiologie |
V2 |
3 |
|
Physik für Biologen und Biotechnologen |
V4 Ü1 |
6 |
|
Allgemeine Chemie: Organische Chemie |
V4 |
5 |
|
Organisch-chemisches Praktikum |
P6 |
7 |
|
Einführung in die Genetik |
V3 |
4 |
|
Quantitative Biologie mit Computeranwendungen |
V1 Ü1 |
3 |
|
|
22 |
28 |
|
3. Semester (WS) |
|
|
|
Physikalische Chemie für Biologen und Biotechnologen |
V4 Ü1 |
6 |
|
Physikalisches Praktikum Biologie/Biotechnologie |
P4 |
6 |
|
Einführung in die Bioinformatik |
V2 Ü1 |
4 |
|
Mikrobiologisches Grundpraktikum |
P1 |
1 |
|
Enzymtechnologie |
V2 |
3 |
|
Molekulare Biotechnologie |
V2 |
3 |
|
Freie Lehrveranstaltung 1 |
V2 |
3 |
|
Freie Lehrveranstaltungen 2 |
2 |
3 |
|
|
21 |
29 |
|
4. Semester (SS) |
|
|
|
Physikalisch-chemisches Grundpraktikum |
P4 |
6 |
|
Einführung in die Verfahrenstechnik |
V2 Ü1 |
4 |
|
Bioreaktortechnik + Rechenübung |
V2 Ü1 |
5 |
|
Physiologie der Mikroorganismen |
V2 |
3 |
|
Stoffproduktion und Omics-Technologien |
V2 |
3 |
|
Biotechnologisches Grundpraktikum |
P2 |
4 |
|
Halten von wissenschaftlichen Vorträgen |
S2 |
3 |
|
Einführung in die Bioanalytik |
V2 |
3 |
|
|
20 |
31 |
|
5. Semester (WS) |
|
|
|
Computational Biotechnology |
V2 |
3 |
|
Reaktionstechnik + Rechnerübung |
V2 Ü2 |
6 |
|
Seminar in ausgewählter Richtung |
S2 |
3 |
|
Interdisziplinäres Blockpraktikum Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik |
P8 |
12 |
|
Kosten und Wirtschaftlichkeit von Bioprozessen |
V2 |
3 |
|
Immunologie I |
V2 |
3 |
|
|
20 |
30 |
|
6. Semester (SS) |
|
|
|
Blockpraktikum Molekulare Biotechnologie |
P8 |
8 |
|
Projektorientiertes Methodenpraktikum |
16 |
10 |
|
Bachelor-Abschlussarbeit |
12 |
|
|
Abschlussseminar |
2 |
|
|
|
24 |
32 |
|
Gesamt |
129 |
180 |