Institut für Eisenhüttenkunde (IEHK)

 
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Das Institut für Eisenhüttenkunde lehrt und forscht auf den Gebieten der Stahlherstellung und ‑verarbeitung sowie der Anwendung metallischer Werkstoffe. Dabei sind sowohl die Lehre als auch das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten praxisrelevant und auf wissenschaftlich hohem Niveau. Die Forschungsprojekte sind sowohl grundlagenbasiert als auch anwendungsorientiert ausgerichtet; sie greifen aktuelle Themen auf und leisten einen wissenschaftlichen Beitrag zu industriellen Problemstellungen.

Forschung und Lehre am IEHK werden von Professor Wolfgang Bleck als dem Leiter des Instituts für Eisenhüttenkunde und des Lehrstuhls für Eisenhüttenkunde, von Professor Dieter Senk mit dem Lehrstuhl für Metallurgie von Eisen und Stahl und von Professor Sebastian Münstermann mit dem Lehr- und Forschungsgebiet für Werkstoff- und Bauteilintegrität geleistet.

Institut und Lehrstuhl für Eisenhüttenkunde

Die Forschungsthemen im Bereich Werkstofftechnik werden in fünf Arbeitsgruppen bearbeitet. In der Werkstoffbehandlung werden Vorgänge und Eigenschaften während der Herstellung und Weiterverarbeitung von Stählen untersucht. Die Werkstoffcharakterisierung konzentriert sich auf die Eigenschaftsermittlung mit modernen Prüfmethoden bis hin zu messtechnischen Entwicklungen. Bei der integrativen Werkstoff­simulation steht die numerische Modellierung von Gefüge und Eigenschaften entlang von Prozessketten im Vordergrund. ICMPE (Integrative Computational Material and Production Engineering) zielt auf eine integrative, gefügebasierte, numerische Modellierung von Prozessen und Prozessketten. Die Arbeitsgruppe “Nanostrukturierte Werkstoffe“ zielt für Werkstoffe mit außergewöhnlichen Eigenschaften auf ein vertieftes Verständnis der nanoskaligen und atomaren Mechanismen, die Phasenumwandlung und mechanische Verformung steuern. In allen Arbeitsgruppen steht als Ziel eine Korrelation von Gefüge und mechanischen Eigenschaften, um Vorhersagen über das Werkstoffverhalten treffen zu können und letztlich gezieltes Werkstoffdesign zu betreiben.

Lehrstuhl für Metallurgie von Eisen und Stahl

Auch der Lehstuhl für Metallurgie von Eisen und Stahl besteht aus vier Arbeitsgruppen (Eisen- und Stahlmetallurgie, Stranggießen von Stahl, Energie und Umwelt, Rohstoffe und Recycling), die unterschiedliche Schwerpunkte bearbeiten. Die Gruppe Eisen- und Stahlmetallurgie untersucht verschiedene Verfahren, die zu Gewinnung bzw. Erzeugung von metallischen Werkstoffen aus den aufbereiteten Erzen führt. Die Arbeit der Stranggießgruppe beschäftigt sich mit der optimalen Wahl der Gießparameter und der Gießmaschinen für schon bestehende und neu entwickelte Stahlwerkstoffe. Das Ziel der Arbeitsgruppe "Energie und Umwelt" ist der produktorientierte Umweltschutz, wobei das Ziel der Forschungsgruppe "Rohstoffe und Recycling" ist, neue Technologien und Lösungen zu finden, die Reststoffe effizient nutzen können.

Lehr- und Forschungsgebiet für Werkstoff- und Bauteilintegrität

Das Lehr- und Forschungsgebiet für Werkstoff- und Bauteilintegrität gliedert sich in vier Arbeitsfelder auf, die in ihrer Gesamtheit das Ziel der erheblich verbesserten Grenzzustandsbetrachtung für mechanisch beanspruchte Bauteile verfolgen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der skalenübergreifenden Beschreibung von Verfestigungs- und Versagensprozessen. Das erste Arbeitsgebiet, die Bauteilintegrität, befasst sich mit der Entwicklung von Konzepten zur optimalen Ausnutzung der mechanischen Eigenschaftsprofile von Konstruktionswerkstoffen im Rahmen von Bauteilsicherheitsbetrachtungen. Im zweiten Arbeitsgebiet, der Bauteillebensdauer, werden Konzepte der numerischen Lebensdauerberechnung erforscht und experimentell validiert. Die Gruppe Schädigungstoleranz befasst sich mit der experimentellen Charakterisierung und numerischen Modellierung von Schädigungszuständen mit dem Ziel eines schädigungstoleranten Gefügedesigns. Zusammen ergänzen sich die drei Arbeitsgebiete und bieten ein großes Innovationspotential für aktuelle Fragestellungen der Bereiche Infrastruktur und Energietechnik. Als Querschnittsaufgabe wird die mehrachsige Bauteilprüfung zur Validierung der ermittelten Konzepte herangezogen.

Detallierte Informationen zu den Forschungsschwerpunkten des IEHK finden Sie hier.