Pfingstexkursion TEER

04.06.2018
 

Exkursionsbericht Lehr- und Forschungsgebiet Technologie der Energierohstoffe 2018

Auch in diesem Jahr nutze das TEER die alljährliche Exkursionswoche der RWTH Aachen, um vom 22.–25. Mai 2018 eine viertägige Reise in die Benelux-Staaten zu veranstalten. Dort besuchten die MitarbeiterInnen des TEER mit einer Gruppe Studierender unterschiedliche Anlagen aus dem Abfall- und Energiebereich sowie der Metallurgie.

Insgesamt nahmen acht wissenschaftliche MitarbeiterInnen, zwei Hiwis und sieben weitere Studierende an der Exkursion teil. Die Studierenden hatten zuvor die Möglichkeit, sich um einen freien Exkursionsplatz zu bewerben.

Erstes Ziel der Exkursion war das Pumpspeicherkraftwerk in Vianden (Luxemburg). Das Kraftwerk gilt mit elf Turbinen, die insgesamt 1.300 MW elektrische Leistung erzeugen, als größtes Pumpspeicherkraftwerk Europas.
Im Anschluss besuchten die ExkursionsteilnehmerInnen eine Holzvergasungsanlage der Firma Xylowatt mit gestuftem Reaktoraufbau, welche Strom und Wärme für ein angelegenes Krankenhaus bereitstellt.

Am zweiten Tag fuhren die ExkursionsteilnehmerInnen zu einem Stahlwerk des Herstellers Aperam am Standort Genk. Dort wird Stahlschrott in einem Lichtbogenofen eingeschmolzen, im AOD-Verfahren veredelt und schließlich in Form gegossen und geschliffen.
Im Anschluss besuchten die TeilnehmerInnen eine Sonderabfallverbrennungsanlage in Antwerpen, wo sie Neues zur Verbrennung gefährlicher und medizinischer Abfälle im Drehrohr und der anschließenden Rauchgasreinigung lernten.

Der nächste Tag führte die TeilnehmerInnen weiter nach Rotterdam. Hier erhielten sie eine Führung durch die größte Müllverbrennungsanlage in den Niederlanden. Insgesamt 1,3 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr werden dort in sieben Linien verbrannt.
Anschließend ging es durch den Frachthafen von Rotterdam, dem größten Europas. Neben der Erkundung der Vielzahl beeindruckend großer Terminals für Container und Schüttgüter, wie Eisenerz und Koks, bot sich auch die Möglichkeit Frachtschiffe von 400 m Länge zu sehen, die teilweise zu den größten der Welt zählen.

Den vierten und letzten Tag der Exkursion verbrachte die Gruppe in der Zinkhütte der Firma Nyrstar in Budel. Dort wird Zinkerz durch sogenannte Röstung, Laugung und Elektrolyse zu Feinzink aufbereitet. Auch die enthaltenen Begleitmetalle und entstehende Schwefelsäure werden soweit aufkonzentriert, dass sie als Nebenprodukte verkauft werden.

Die Pfingstexkursion des TEER war für alle ExkursionsteilnehmerInnen eine bereichernde Erfahrung - zahlreiche wissenschaftliche Stationen und anschauliche Praxisbeispiele sowie der Austausch mit den Experten vor Ort machten die Tage zu einem vollen Erfolg.

 

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