NRW Fortschrittskolleg VERBUND.NRW

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Das Projekt Fortschrittskolleg VERBUND.NRW befasst sich im Allgemeinen mit der Ressourceneffizienzsteigerung von Verbundwerkstoffen im Baubereich. Im Rahmen der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit zwischen 11 Lehrstühlen und Instituten der RWTH Aachen sowie der FH Münster werden gemeinsam aus Sicht verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen die gesamte Wertschöpfungskette von Verbundwerkstoffen untersucht.

Verbundwerkstoffkonstruktionen erfüllen innerhalb des Bauwesens sowohl konstruktive als auch funktionelle Aufgaben z. B. für den Einsatz als tragende Elemente (Textilbeton, carbonfaserverstärkter Kunststoff, glasfaserverstärkter Kunststoff) oder im Bereich der Wärmedämmung (WDVS). Die Verwendung von Verbundwerkstoffkonstruktionen kann erheblich zur Ressourcenschonung beitragen, insbesondere dann, wenn bereits beim Design neben der Nutzungs- auch die Nachnutzungsphase (Recyclingfähigkeit) berücksichtigt wird. Die innovativen Baustoffe stellen jedoch eine große Herausforderung für die Kreislaufwirtschaft dar. Um die gewünschten Eigenschaften und Strukturen zu erhalten, wird eine Vielzahl von Werkstoffen zu einer Verbundwerkstoffkonstruktion kombiniert, die insbesondere an das Recycling am Ende der Wertschöpfungskette immer neue und komplexere Anforderungen stellt.

Das am Institut für Aufbereitung und Recycling angesiedelte Promotionsvorhaben (PV 9) befasst sich innerhalb des Fortschrittskollegs mit der Entwicklung einer innovativen Prozesskette zur selektiven Aufschlusszerkleinerung von kunststoffhaltigen Verbundwerkstoffkonstruktionen unter Berücksichtigung der verfahrenstechnischen Anforderungen nachfolgender Separationsprozesse. Im Rahmen dessen werden mechanische Zerkleinerungsversuche (Schlag, Prall, Schnitt, Riss) im Technikums-Maßstab und anschließende Separationstests im Labormaßstab durchgeführt. Durch eine materialspezifisch angepasste Prozessparametrierung sollen auf diese Weise verbaute Werkstoffe als qualitativ hochwertige Sekundärrohstoffe dem Materialkreislauf wieder zurückgeführt werden.

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Martin Simons

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