Zehn Jahre Rektor Professor Ernst Schmachtenberg

25.07.2018

Die RWTH Aachen feiert die Verabschiedung aus dem Amt.

 
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Verabschiedung von RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg
 

Im Augst 2008 wurde er Rektor der RWTH, kurz zuvor hatte die Hochschule erfolgreich in der Exzellenzinitiative abgeschnitten. Dieser universitäre Wettbewerb von Bund und Länder zielt darauf ab, Spitzenforschung zu fördern und den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken. In der zweiten Runde der Initiative 2012 gehörte die Aachener Hochschule – nun unter Leitung von Professor Ernst Schmachtenberg – erneut in allen drei Förderlinien zu den ausgewählten Forschungseinrichtungen. 2009 wurde die RWTH im Wettbewerb Exzellente Lehre ausgezeichnet, diese Förderung erfuhr 2015 mit über 16 Millionen Euro eine Fortsetzung. Den erstmals vergebenen Genius-Loci-Preis für Lehrexzellenz erhielt die RWTH im vergangenen Jahr.

Während der letzten zehn Jahren erfuhr die Hochschule mit ihrem Rektor Schmachtenberg ein immenses Wachstum: Die Zahl der Studierenden stieg zwischen Wintersemester 2008/09 und 2017/18 von rund 31.000 auf 45.377, davon 9.651 internationale Studierende aus 125 Ländern. Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen nahm in diesem Zeitraum von 4.161 auf 7.165 zu. Zum deutlichen Zeichen der überregionalen Sichtbarkeit entwickelte sich die RWTH Aachen Campus GmbH. Hier schafft die Universität ein einzigartiges Leistungsangebot zur Kooperation von Hochschule und Wirtschaft in fachspezifischen Clustern.

„Ich bin ein Glückskind, dass ich in dieser Zeit Rektor sein durfte“, resümierte Schmachtenberg während seiner jüngst stattgefundenen Verabschiedung. „Es wurde viel erreicht, wir sind für die kommende Exzellenzstrategie gut aufgestellt. Das war nur möglich durch die Zusammenarbeit aller Angehörigen unserer Hochschule.“ Von Beginn seiner Amtszeit an führte Schmachtenberg gemeinsam mit Kanzler Manfred Nettekoven das Rektorat als Team.

Neues Rektorat

Mit seinem Ausscheiden endet nun auch die Amtszeit des derzeitigen Prorektorates, zu dem Professorin Doris Klee (Personal und wissenschaftlicher Nachwuchs) sowie die Professoren Malte Brettel (Wirtschaft und Industrie), Aloys Krieg (Lehre) und Rudolf Mathar (Forschung und Struktur) gehören. Das neue Rektorat unter Leitung von Professor Ulrich Rüdiger tritt am 1. August 2018 an. Mathar scheidet als Prorektor aus, zum bisherigen und künftigen Prorektorat kommen Professorin Ute Habel (Internationales) und Professor Matthias Wessling (Forschung und Struktur) hinzu.

Die Leistungen dieses Rektorates würdigten die Rednerin und Redner im Rahmen der Abschiedsfeier. Das waren NRW-Staatssekretärin Annette Storsberg, der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp, der Vorsitzende des RWTH-Hochschulrates Dr.-Ing. Bernd Bohr und der TU9-Vorsitzende Professor Wolfram Ressel. Stellvertretend für die Angehörigen der RWTH hob Senatsvorsitzender Professor Stefan Kowalewski hervor, dass Schmachtenberg die Fähigkeit bewiesen habe, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und sie einzubinden. Davon zeugten auch die am Abend projizierten Bilder – vor allem die vielen „Schmelfies“ genannten Selfies der Studierenden.

Die Studierenden immer motiviert

Mit Blick auf die Zukunft der RWTH riet Schmachtenberg: „Es gilt, die großen Chancen dieser Hochschule zu nutzen: Als integrierte interdisziplinäre technische Universität, mit der Campus GmbH und der Kooperation mit ihren Partnern, vor allem der Uniklinik und dem Forschungszentrum Jülich, wird die RWTH zu eine der gefragtesten Adressen im Wissenszeitalter des 21. Jahrhunderts.“ Und er ließ keinen Zweifel daran, dass er aktiver Angehöriger dieser Hochschule bleiben wird. So sei die Unterstützung bei Ausbau des Alumni-Netzwerks eine reizvolle Aufgabe. Auf jeden Fall werde er eine Vorlesungsreihe im Leonardo-Programm halten: Hier will er thematisieren, was es für die Zukunft bedeutet, wenn neben der eigenen Intelligenz eine künstliche Intelligenz steht. Damit bleibt der langjährige Rektor Ansprechpartner für die Studierenden. Seine Bedeutung als Identifikationsfigur für diese größte Hochschulgruppe machte das filmische Statement einer Studentin deutlich: „Es war schön, Sie auf so vielen Sport- und Spaßveranstaltungen zu erleben. Damit haben Sie mich und die anderen Studierenden immer motiviert.“

Redaktion: Presse und Kommunikation