Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt drei Graduiertenkollegs für die RWTH Aachen

07.05.2018

Die Hochschule kann zum Oktober 2018 die Graduiertenkollegs „Modern Inverse Problems: From Geometry and Data to Models and Applications“, „MultiSenses–MultiScales: Novel Approaches to Decipher Neural Processing in Multisensory Integration“ sowie „Tumor-Targeted Drug Delivery“ einrichten. Ziel eines Graduiertenkollegs ist die Ausbildung besonders qualifizierter Doktorandinnen und Doktoranden.

Kontakt

Name

Marek Behr

Scientific Director

Telefon

work
+49 241 80 99901

E-Mail

E-Mail
 

Modern Inverse Problems: From Geometry and Data to Models and Applications

Computerbasierte Methoden beeinflussen weite Aspekte der Wissenschaft und Technik. Ihre rasante Entwicklung wird nicht nur durch immer schnellere Hardware vorangetrieben, sondern auch durch das wachsende Verständnis des Potentials von rechnergestützten Techniken. Simulationen entwickeln sich von einfachen numerischen Experimenten zu prädiktiven Werkzeugen. Modelle einzelner Phänomene werden zu Modellhierarchien für komplexe Systeme.

In dem internationalen Graduiertenkolleg arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Aachen Institute of Advanced Study in Computational Engineering Science (AICES) der RWTH und dem Institute for Computational Engineering and Sciences (ICES) der University of Texas in Austin zusammen. Der Fokus der Forschung liegt auf inversen Problemen, insbesondere auf der Interaktion von Geometrie, Daten, Modellen und Anwendungen. Elf RWTH-Professorinnen und -Professoren sind hier beteiligt, Sprecher ist Professor Marek Behr, Ph.D., Inhaber des Lehrstuhls für Computergestützte Analyse technischer Systeme (CATS).

Kontakt

Name

Marc Spehr

Telefon

work
+49 241 80 20802

E-Mail

E-Mail
 

MultiSenses–MultiScales: Novel approaches to decipher neural processing in multisensory integration

Das Gehirn ist in der Lage, eine Vielzahl gleichzeitig eintreffender Sinneseindrücke scheinbar mühelos zu verarbeiten. Wie unser Gehirn dies leistet, ist wissenschaftlich nahezu unverstanden. Ziel ist, ein konzeptionelles und mechanistisches Verständnis multisensorischer neuronaler Verarbeitung auf verschiedenen Analyseebenen zu erreichen. Am Graduiertenkolleg sind elf RWTH-Professorinnen und Professoren beteiligt, Sprecher wird Professor Marc Spehr, Inhaber des Lehrstuhls für Chemosensorik.

„Multisensorik bestimmt unseren Alltag. Von der morgendlichen Autofahrt zur Arbeit bis zum abendlichen Restaurantbesuch müssen wir gleichzeitig eine Vielzahl von Sinneseindrücken verarbeiten. Noch verstehen wir viel zu wenig, wie dies in Bruchteilen von Sekunden geschieht“, so Spehr. „Unser Anspruch ist, Doktorandinnen und Doktoranden so auszubilden, dass sie fächerübergreifend in der Lage sind, unterschiedliche Karrierewege erfolgreich einzuschlagen. Die Basis dafür ist ein umfassendes Qualifizierungskonzept, dessen modulare Bestandteile einerseits neurowissenschaftliche Kernkompetenzen vermitteln, andererseits durch Flexibilität und innovative Elemente ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm garantieren.“

Kontakt

Telefon

work
+49 241 80 80117

E-Mail

E-Mail

Kontakt

Telefon

work
+49 241 80 36681

E-Mail

E-Mail

Kontakt

Telefon

work
+49 241 80 47413

E-Mail

E-Mail
 

Tumor-Targeted Drug Delivery

Wirkstoffträgersysteme verbessern die Effizienz von Krebstherapeutika, indem sie deren Abbau verlangsamen, die Blutzirkulation verlängern, die Tumoranreicherung erhöhen und gesunde Organe schützen. Unterschiedliche Wirkstoffträgersysteme wurden erprobt, ihr Potential ist jedoch nicht ausgeschöpft. Hierfür ist eine enge und interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Klinik, Tumorbiologie und chemischer Technologie erforderlich.

Das Graduiertenkolleg wird Wirkstoffträgersysteme und neue Therapiekonzepte entwickeln, um Tumoren effizienter zu behandeln und Nebenwirkungen der Medikamente zu reduzieren. Innovative Produktionsprozesse sollen etabliert werden, die eine effiziente und reproduzierbare Produktion der Wirkstoffträgersysteme erlauben. Inter- und intraindividuelle Unterschiede des Tumorgefäßsystems und der Tumormikroumgebung werden mit Anreicherung, Penetration und Wirksamkeit der Wirkstoffträgersysteme korreliert. Zusätzlich sollen pharmakologische und physikalische Begleittherapien geprüft werden, um die Tumoranreicherung und Wirksamkeit der Wirkstoffträgersysteme zu erhöhen.

Acht Professorinnen und Professoren sowie vier Privatdozenten und Habilitanden aus verschiedenen Fakultäten der RWTH sind mit fünf assoziierten US-Partnern im Graduiertenkolleg engagiert. Sprecher des Graduiertenkollegs sind die Professoren Fabian Kiessling und Twan Lammers vom Institut für Experimentelle Molekulare Bildgebung.

Redaktion: Presse und Kommunikation