RWTH verleiht Otto-Junker-Preise 2017

09.11.2017
Personen halten Urkunden in den Händen Andreas Schmitter

Die RWTH-Absolventen Tim Haas, Michael Laumen, Sebastian Nagel und Maximilian Schleupen erhielten im Rahmen einer Festveranstaltung die Otto-Junker-Preise 2017 für ihre herausragenden Studienleistungen.

 

Der Otto-Junker-Preis wird jedes Jahr an RWTH-Studierende der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Fachgruppe Metallurgie und Werkstofftechnik der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik vergeben.

Die Otto-Junker-Stiftung wurde 1970 von Dr. Otto Junker ins Leben gerufen. Als Ehemaliger der RWTH fühlte er sich stets mit der Hochschule verbunden und schätzte den wissenschaftlichen Austausch. Ziel der Stiftung ist die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie zahlreicher Einzelprojekte. Dr. Ambros Schindler, Vorstand der Otto-Junker-Stiftung, und RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg überreichten die Auszeichnungen. Professor Wolfgang Bleck, Vorsitzender des Beirats der Stiftung, und Werner Stegemann, ebenfalls Vorstand der Otto-Junker-Stiftung, gratulierten den Preisträgern.

Tim Haas

Tim Haas absolvierte sein Abitur am Johann Gottfried Herder-Gymnasium in Köln und studierte Werkstoffingenieurwesen mit Vertiefung Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling an der RWTH Aachen. Der 27-jährige Nachwuchswissenschaftler wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: So erhielt er für seine mit Auszeichnung bestandene Masterprüfung die Springorum-Denkmünze der Freunde und Förderer der RWTH Aachen e.V. und den ProcessNet Preis der Gruppe für Hochtemperaturtechnik. Auch konnte er sich über ein Deutschlandstipendium, ein Stipendium sowie ein Auslandsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes freuen. Haas engagierte sich viele Jahre in der bonding Studenteninitiative und unterstützte Kinder mit Migrationshintergrund bei ihren Hausaufgaben. Seit Mai 2016 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik der RWTH und promoviert zu Mehrphasenströmungen in metallurgischen Anlagen.

Michael Laumen

Michael Laumen, im Dezember 1990 in Heinsberg geboren, besuchte das Bischöfliche Gymnasium Sankt Ursula in Geilenkirchen. Anschließend studierte er Elektrotechnik, Informationstechnik und technische Informatik mit Vertiefungsrichtung Energietechnik an der RWTH. Seit April 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am RWTH-Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe in der Forschungsgruppe Leistungselektronik. Laumen war im Mai 2014 einer der Mitbegründer des Start-up-Unternehmens Velocity Aachen mit dem Ziel eines flächendeckenden Pedelec-Verleihsystems in Aachen. Seit Juni 2017 ist er Geschäftsführer der Circle Mobility UG, einer Gesellschaft zur Unterstützung von fortschrittlichen Mobilitätsprojekten. In seiner Freizeit engagiert er sich in der Freiwilligen Feuerwehr und im Musikverein in Schierwaldenrath.

Sebastian Nagel

Sebastian Nagel, im Januar 1988 geboren, besuchte das Bonner Helmholtz-Gymnasium. Anschließend studierte er Elektrotechnik, Informationstechnik und technische Informatik mit der Vertiefungsrichtung technische Informatik an der RWTH. Im Masterstudium schrieb sich Nagel für Elektrotechnik und auch für Wirtschaftswissenschaften ein. Im Mai 2014 bekam er den Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften für seine Arbeit „Wahrgenommene Sortimentsvielfalt: Einflussfaktoren und Auswirkungen auf das Kundenverhalten“. Im November 2015 beendete er das Studium der Elektrotechnik. Aktuell ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am RWTH-Institut für Kommunikationssysteme. Nagel erhielt bereits den Friedrich-Wilhelm-Preis der RWTH, den Henry Ford II-Preis für den jahrgangsbesten Bachelorabschluss sowie den Diplomandenpreis der SEW-EURODRIVE-Stiftung für seine Masterarbeit in Wirtschaftswissenschaften. Auch wurde er mit einem Deutschlandstipendium und einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert.

Maximilian Schleupen

Maximilian Schleupen, im September 1990 geboren, besuchte zunächst die Bischöfliche Maria-Montessori-Gesamtschule in Krefeld. Zum Wintersemester 2011 begann er sein Studium des Werkstoffingenieurwesens an der RWTH Aachen und schloss dieses 2016 mit Auszeichnung ab. Seine Abschlussarbeit „Untersuchung zur Kristallplastizität unter Verwendung von Spektralmethoden“ schrieb er in Kooperation mit dem Imperial College London, dort hatte er zuvor ein Erasmus-Auslandsjahr verbracht. Während des Studiums wurde Schleupen durch Stipendien des VDEh, der SMS group und der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Der Pfadfinder und Kajakfahrer ist seit Oktober 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am RWTH-Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik und arbeitet dort an Abkühlprozessen für kontinuierliche Bandanlagen.

Bildunterschrift

Sebastian Nagel, Michael Laumen, Maximilian Schleupen und Tim Haas – vordere Reihe, von links – wurden mit dem Otto-Junker-Preis 2017 ausgezeichnet. Mit den Geehrten freuen sich RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg, Werner Stegemann und Dr. Ambros Schindler, beide Vorstand der Otto-Junker-Stiftung, sowie Professor Wolfgang Bleck, Vorsitzender des Beirates der Otto-Junker-Stiftung – hintere Reihe, von links.

Redaktion: Presse und Kommunikation