Großer Erfolg für die RWTH Aachen

29.09.2017

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Thorsten Karbach

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Die RWTH Aachen freut sich, dass fünf Antragsskizzen für Exzellenzcluster erfolgreich waren und entsprechende Vollanträge bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG, eingereicht werden können.

 

„Die Anstrengungen der vergangenen Jahre in der Forschung und auch bei ihrer strategischen Ausrichtung haben sehr große Anerkennung gefunden“, sagt Professor Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH. „Auch das Helmholtz-Forschungszentrum Jülich hat mit seinen Beiträgen für die Cluster wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen.“ Professor Rudolf Mathar, Prorektor für Forschung und Struktur, zeigt sich ebenfalls sehr erfreut über den Zwischenerfolg: „Wir haben gemeinsam unsere Kräfte gebündelt, um dieses Ziel zu erreichen.“

Im vergangenen Dezember gab die RWTH unverbindliche Absichtserklärungen für Exzellenzcluster-Anträge bei der DFG. Im April folgte die Einreichung der Antragsskizzen – unter anderem im Verbund mit der Universität zu Köln, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem Forschungszentrum Jülich. Nun geht es unter Hochdruck weiter, um im Februar 2018 die Exzellenzcluster-Anträge bei der DFG einzureichen. Eine endgültige Entscheidung, welche und wie viele Cluster zukünftig gefördert werden, erfolgt im September 2018. „Dies ist eine große Herausforderung für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Wissenschaft und Verwaltung“, erklärt Schmachtenberg, denn auch den Antrag für die Exzellenzuniversität müssen die Verantwortlichen im Blick haben. Erhält die RWTH mindestens zwei Bewilligungen für Exzellenzcluster, so wird sie im Februar 2019 aufgefordert, einen Antrag auf Förderung als „Exzellenzuniversität“ durch den Bund und das Land NRW einzureichen. Im Juli 2019 will die DFG verkünden, welche deutschen Universitäten eine Förderung als „Exzellenzuniversität“ erhalten werden. Die RWTH gehört seit etwa zehn Jahren zu den exzellenten Universitäten Deutschlands.

Die RWTH wird nun Vollanträge zu folgenden Clustern einreichen

Vier EXC-Konzepte der RWTH

  • The Future of Scientific Computing: Predictive Hierarchical Simulation – Die Zukunft des wissenschaftlichen Rechnens: Prädiktive Hierarchische Simulation, Sprecher: Professor Marek Behr, Ph. D., Lehrstuhl für Computergestützte Analyse technischer Systeme

Die nächste Generation des wissenschaftlichen Rechnens kann sich nicht auf die Verbesserung der Hardware verlassen, sondern muss einem integrierten Ansatz folgen, der auf den drei Eckpfeilern Modelle, Methoden und Daten der Simulation basiert. Der Ansatz des Clusters, der eine Simulationsumgebung für die Entwicklung des ultimativen maßgeschneiderten Simulationsprozesses ergibt, besteht aus der vollen dynamischen und hierarchischen Interaktion dieser Eckpfeiler.

  • Neuro-Inspired Computing: From novel materials to new computing paradigms – Neuroinspirierte Computer: Von neuartigen Materialien zu neuen Berechnungsparadigmen NeuroIC), Sprecher: Professor Matthias Wuttig, RWTH Aachen, Physics und FZ Jülich

In dem beantragten Exzellenzcluster werden neuartige Computer entwickelt, deren Aufbau sich an neuronalen Netzen orientiert. Diese werden im Gegensatz zu aktuellen Rechnern deutlich weniger Energie brauchen und kognitive Aufgaben erledigen können.

  • Internet of Production – Internet der Produktion, Sprecher: Professor Christian Brecher, Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen

Unter dem Titel soll die Zukunft der Produktionstechnik in Zeiten der Digitalisierung und Vernetzung maßgeblich mitgestaltet werden.

  • The Fuel Science Center – Adaptive Conversion Systems for Renewable Energy and Carbon Sources – Adaptive Systeme zur Umwandlung von erneuerbarer Energie und Kohlenstoffquellen, Sprecher: Professor Stefan Pischinger, Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen und Institut für Thermodynamik

Der geplante Exzellenzcluster erforscht neue Wege, um Energie und Kohlenstoff, z.B. aus Biomasse oder CO2, mittels adaptiver Produktionsprozesse in flüssige Energieträger umzuwandeln und für den Mobilitätssektor nutzbar zu machen. Gemeinsam mit diesen neuen „Bio-Hybdrid-Fuels“ werden fortschrittliche Motorenkonzepte entwickelt, welche das gesamte Potenzial der neuen Kraftstoffe ausnutzen können. Durch innovative Abgasnachbehandlung sollen Fahrzeugantriebe nahezu emissionsfrei werden.

Ein EXC-Konzept im Verbund

  • ML4Q – Matter and light for quantum computing – Materie und Licht für Quanteninformation, Lead Universität zu Köln. Beteiligung: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, FZ Jülich GmbH, RWTH Aachen (Professor Hendrik Bluhm, Lehrstuhl für Experimentalphysik und II. Physikalisches Institut, JARA-Institut Quantum Information)

Die Gesetze der Quantenmechanik wurden ursprünglich als Beschreibung von Atomen und Molekülen formuliert. Deren Nutzung für Kommunikation und Computing in der Quanteninformationsverarbeitung verspricht Möglichkeiten wie physikalisch bedingte Abhörsicherheit und drastische Leistungssteigerungen, die mit klassischen Ansätzen nicht zu erreichen sind. Ziel des Clusters ist es, im Verbund Grundlagen für die Realisierung dieser Vision zu legen.

Redaktion: Presse und Kommunikation