Erneute Auszeichnung für faire und transparente Berufungsverhandlungen

01.09.2016

Die RWTH Aachen wird für weitere fünf Jahre das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes, kurz DHV, für faire und transparente Berufungsverhandlungen führen. Sie war im August 2013 bundesweit als erste Hochschule mit dem DHV-Gütesiegel ausgezeichnet worden. Als erste Universität hat sie nunmehr auch das nach drei Jahren anstehende Re-Audit-Verfahren erfolgreich durchlaufen.

 

Berufungsverhandlungen an der RWTH Aachen verliefen weiterhin kompetent, wertschätzend und zügig, teilte der DHV mit. Ein deutlicher Indikator für die erfolgreiche Berufungspolitik der RWTH sei die hohe Erfolgsquote bei Berufungen. Sie gewinne in 88 Prozent aller Fälle den auf einer Berufungsliste Erstplatzierten und schließe Bleibeverhandlungen zu 67 Prozent erfolgreich ab. Im Vergleich zum ursprünglichen Gütesiegel-Verfahren sei die Verfahrenstransparenz und die Informationspolitik im Zusammenhang mit Berufungsverhandlungen nochmals verbessert worden. Mit der Errichtung der Abteilung „Berufungsmanagement und Beamtinnen und Beamte“ innerhalb des Personaldezernats im Februar 2015 seien die Koordination und die Begleitung der Berufungsprozesse an der RWTH weiter professionalisiert worden. Die sehr guten Unterstützungsangebote für Neuberufene seien zudem ausgebaut worden. Dazu zähle unter anderem ein eigener Internetauftritt des Welcome Center für neuberufene Professorinnen und Professoren.

Lediglich punktuell sieht der DHV noch Verbesserungsbedarf. So erneuerte der DHV sein Plädoyer, auch mit Juniorprofessorinnen und -professoren reguläre Berufungsverhandlungen zu führen.

„Das DHV-Gütesiegel hat sich als ein Instrument bewährt, um die Berufungskultur an Hochschulen zu steigern. Es hat an der RWTH Aachen Veränderungsprozesse unterstützt, die laufend fortgeschrieben werden müssen“, erklärte der Kanzler der RWTH Aachen, Manfred Nettekoven.

Das Re-Audit-Verfahren basiert auf dem ursprünglichen Gütesiegel-Verfahren, dessen wesentliche Grundlage ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen ist, und zusätzlich speziellen Re-Audit-Fragestellungen, die der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der Schwerpunkt in der Bewertung wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare.

Redaktion: Presse und Kommunikation