Die Exzellenzinitiative an der RWTH Aachen

  Forscherin und Forscher führen ein Experiment aus Peter Winandy

Es wird weitergehen mit einem der größten Förderprogramme der vergangenen Jahre in Deutschland: Nachdem lange Zeit Ungewissheit über die zukünftige Ausgestaltung der Exzellenzinitiative herrschte, sind die Spielregeln für die nächste Runde nach Abschluss der Bund-Ländervereinbarung vom 16. Juni 2016 nun entschieden. Was bisher den Namen „Exzellenzinitiative“ trägt, heißt zukünftig „Exzellenzstrategie“.

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Erstmalig gibt es eine dauerhafte Vereinbarung zur nachhaltigen Finanzierung der Universitäten auch durch den Bund, das heißt der Bund wird einige Universitäten institutionell mitfinanzieren. Ebenso hat man sich auf ein wissenschaftsgeleitetes Verfahren für die Entscheidung bezüglich der Förderung geeinigt. Das Fördervolumen beträgt 533 Millionen Euro jährlich – davon 75 Prozent Bund und 25 Prozent Länder.

Die Exzellenzstrategie wird zukünftig in Form von zwei Förderlinien – Exzellenzclustern, EXC, und Exzellenzuniversitäten, EXU, – in einem mehrstufigen Antragsverfahren fortgeführt. Zunächst sollen die EXC ermittelt werden. Auf sie ist der Schwerpunkt der Fördermittel gerichtet – 385 Millionen Euro pro Jahr. Die Bewilligung von mindestens zwei Clustern ist Voraussetzung für eine institutionelle Förderung als Exzellenzuniversität in der zukünftigen zweiten Förderlinie. Damit ist klar, dass die Anträge zur EXU überhaupt erst geschrieben werden können, wenn die Exzellenzcluster bewilligt wurden.

Insgesamt sollen 45 bis 50 Exzellenzcluster für maximal zweimal sieben Jahre gefördert werden. Die Cluster-Beantragung im Verbund – das heißt mit anderen Universitäten – ist möglich. Gemeinsame Exzellenzcluster werden jeder Universität für den Status als Exzellenzuniversität anteilig angerechnet. Derzeit bewilligte und laufende Cluster erhalten keine Verstetigung durch den Bund. Stattdessen sollen sich die Universitäten mit neuen Ideen am Wettbewerb beteiligen, wobei sie ihre bisherigen Forschungsschwerpunkte fortentwickeln sollten.

Elf Exzellenzuniversitäten

Die dauerhafte Förderung durch den Bund als Exzellenzuniversitäten ist zeitlich nicht begrenzt, wird aber in regelmäßigen Abständen evaluiert. Insgesamt soll es elf Exzellenzuniversitäten geben. Eine Überbrückungsfinanzierung für alle drei bisher laufenden Förderlinien soll ab November 2017 bis Oktober 2019 sichergestellt werden. Diese ist zugleich auch als Auslauffinanzierung gedacht. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Mit Blick auf die Zeit des Wettbewerbs ist klar, dass diejenige Hochschule gewinnen wird, die sich durch beste Forschung auszeichnet. Die RWTH hat die Förderung der vergangenen zehn Jahre nutzen können, um sich hervorragend aufzustellen. Dies ist gelungen, weil ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – gemeinsam mit denen des Forschungszentrums Jülich – herausragende Forschung von Weltrang leisten. Die RWTH und ihre Partnerorganisationen sind mit einer erstklassigen Infrastruktur ausgestattet. Inspiriert von vielen neuen Ideen, hat die RWTH nun die Chance, sich als international führende Forschungsuniversität zu beweisen. „Die Universitäten brauchen den Wettbewerb um beste Forschung so sehr wie der Fußball seine Meisterschaft“, betont Rektor Ernst Schmachtenberg. „Wir freuen uns auf die nächste Runde, um den erneuten Beweis anzutreten: Die RWTH ist eine der exzellenten Universitäten in Deutschland.“

Was bisher geschah

Im Juni 2012 ist die RWTH Aachen in die zweite Phase der Exzellenzinitiative gestartet. Sie ist in allen drei Förderlinien vertreten: Mit der Graduiertenschule Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science, AICES, den beiden Exzellenzclustern Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer und Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse, TMFB, sowie dem Zukunftskonzept II.

Das Zukunftskonzept trägt den Titel „RWTH 2020: Meeting Global Challenges. Die integrierte interdisziplinäre technische Hochschule“. Es trägt dazu bei, dass die RWTH sich zu einer der weltweit besten integrierten interdisziplinären technischen Universitäten entwickelt. Die damalige Entscheidung für die Fortsetzung der Exzellenzinitiative an der RWTH stärkt somit die führende Rolle der Aachener Universität in Deutschland und ihre internationale Position.

 

Die Exzellenz der RWTH auf einen Blick: