Strategie RWTH 2020

 

Im Jahr 2007 hat die RWTH Aachen im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit Bewilligung der ersten Förderphase begonnen, eine neue strategische Ausrichtung zu verfolgen. Für den Exzellenzantrag wurde in der dritten Förderlinie das Zukunftskonzept RWTH 2020: Meeting Global Challenges erarbeitet, welches primär auf den Bereich der Forschung zugeschnitten ist. In der zweiten Förderphase, die im November 2012 begonnen hat, erweiterte die RWTH ihr Zukunftskonzept um das Ziel, sich zu einer integrierten, interdisziplinären technischen Hochschule zu entwickeln. Nach erfolgreichem Start der strategischen Neuausrichtung hat die RWTH unabhängig von der Exzellenzinitiative die Fortschreibung und Weiterentwicklung des Ansatzes auf alle Bereiche der Hochschule als dringend erforderlich definiert, um die Wettbewerbsfähigkeit der Universität nachhaltig zu stärken sowie die entwickelten Ziele und Ansprüche auch auf den Bereich der Lehre auszuweiten.

Bei der Erarbeitung einer hochschulinternen Strategie der RWTH stand im Vordergrund, dass sie von der gesamten Universität getragen und gelebt wird, damit mit einheitlicher Überzeugung Zukunft gestaltet und eine hohe Identifikation mit der Neupositionierung erzielt werden kann. Dazu hat das Rektorat auf Grundlage der von der gesamten Hochschule getragenen Werte ein Konzeptpapier entworfen. Es wurde in einer offenen Kommunikationskultur vom Hochschulrat, dem Senat, dem Strategierat, den Dekanen und schließlich im Rahmen eines hochschulweiten Erörterungsprozesses unter Beteiligung weiterer Akteure diskutiert, ausgearbeitet und schließlich im Jahr 2009 verabschiedet.

  Graphik mit 4 Hauptbereiche der Strategie RWTH Aachen

Das Konzeptpapier fokussiert gleichsam messbare Qualitätssteigerungen in der Lehre und qualitatives Wachstum in der Forschung. Mit entsprechenden Maßnahmen sollen dabei insgesamt folgende sieben Ziele bis zum Jahr 2020 erreicht werden:

  • Beantwortung der großen Forschungsfragen unserer Zeit,
  • Steigerung der Attraktivität für die besten Köpfe der Welt,
  • Fördern und Fordern auf allen Ebenen,
  • Steigerung der Lehrqualität,
  • Verbesserung bei wissenschaftlichen Leistungsindikatoren,
  • Führungsposition bei interdisziplinären Großforschungsprojekten sowie
  • Führungsposition bei der Drittmitteleinwerbung.

In diesem Zusammenhang findet neben einer Intensivierung der Kooperationen mit dem Universitätsklinikum Aachen, kurz UK, dem Forschungszentrum Jülich, kurz FZ, und dem entstehenden Industrie Campus eine Konzentration auf vier Bereiche statt: Naturwissenschaften, Gender & Diversity, Internationalisierung und Interdisziplinarität.