Sonderforschungsbereiche (SFB)
Komplexe Themen der Grundlagenforschung lassen sich in Sonderforschungsbereichen besonders effektiv und ganzheitlich von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachrichtungen erforschen. Ein ständiger Austausch von Personal, Daten, Erfahrungen, Materialproben und sorgt dabei für eine enge interdisziplinäre Kooperation der beteiligten Institute.
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Was sind Sonderforschungsbereiche?
Sonderforschungsbereiche (SFB) sind langfristige, in der Regel auf die Dauer von 9 bis 12 Jahren angelegte Einrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Grenzen ihrer jeweiligen Disziplinen, Fachbereiche und Fakultäten hinweg im Rahmen eines thematisch kohärenten Forschungsprogramms zusammenarbeiten.
Das Ziel dieser interdisziplinären Kooperation ist es, einen innovativen Forschungsschwerpunkt durch Konzentration und Koordination der an der Hochschule vorhandenen Kräfte weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stärken und somit das Forschungsprofil der Hochschule zu schärfen. Weitere Ziele umfassen die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Ein SFB-Transregio ist ein gemeinsames Projekt mehrerer Universitäten. Um Förderung von der DFG zu erhalten, müssen die Partner nachweisen, dass ihre jeweiligen Beiträge für das Forschungsziel komplementär und synergetisch sind und entscheiden zum Erfolg des Projekts beitragen. Die DFG-Förderung gewährleistet eine enge überregionale Kooperation zwischen Hochschulen und den dort Forschenden sowie eine Vernetzung und gemeinsame Nutzung der Ressourcen aller beteiligten Hochschulen.
Sonderforschungsbereiche an der RWTH Aachen
Eine Übersicht der Sonderforschungsbereiche und SFB-Transregios finden Sie hier:
Laufende Sonderforschungsbereiche
Bisherige Sonderforschungsbereiche
Einrichtung und DFG-Förderung
Ein Sonderforschungsbereich (SFB) wird in der Regel von einer Hochschule beantragt und von einem Verbund ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern getragen. Als Voraussetzung für die Förderung eines SFB durch die DFG erklärt sich die Hochschule bereit, die für das Forschungsprojekt notwendigen Ressourcen zu bündeln sowie dem Projekt eine angemessene personelle und materielle Grundausstattung zur Verfügung zu stellen.
Interdisziplinäre Kooperation
Die hohe wissenschaftliche Qualität der Forschungsprojekte muss sichergestellt sein. Als Richtlinie dienen zum Zeitpunkt der Beantragung die Originalität und Fundierung des Vorhabens sowie die Qualifikation der Projektleitenden, ihre wissenschaftlichen Leistungen und ihr internationales Ansehen.
Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sollen grundsätzlich in einen Verbund integriert werden, um in räumlicher Nähe arbeiten zu können. In einem bestimmten Umfang können benachbarte wie auch außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Wirtschaft an den Aktivitäten des SFB teilnehmen.
Qualitätskontrolle
Initiiert und finanziert wird das bundesweite Programm „Sonderforschungsbereiche“ durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die turnusmäßig auswärtige Wissenschaftlergruppen zur Beurteilung eines SFB entsendet. Die Forschungsziele und -ergebnisse der finanziell aufwendigen Projekte werden somit regelmäßig kontrolliert und bewertet. Eine hochschulinterne Qualitätssicherung erfolgt über den SFB-Sprecherrat, der die Beratung sowie eine fachlich erste Einschätzung der Teilprojekte übernimmt.
Highlights der SFB in den RWTHthemen
Externe Links
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Deutsche Forschungsgemeinschaft/SFB
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft entscheidet über die Einrichtung und Förderung von Sonderforschungsbereichen.
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DFG-Förderranking
DFG-Förder-Ranking 2009: Institutionen – Regionen – Netzwerke
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DFG-Förderatlas 2012
Der Nachfolger des DFG-Förder-Rankings bietet Kennzahlen öffentlich geförderter Forschung in Deutschland.
Downloads
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DFG-Monitoring-Bericht
(pdf: 913 kb)
Der Bericht liefert eine zusammenfassende Analyse der Strukturdaten von Sonderforschungsbereichen (SFB).
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Stellungnahme des Wissenschaftsrats
(pdf: 332 kb)
Stellungnahme zu den Programmen Sonderforschungsbereiche und Forschungszentren der Deutschen Forschungsgemeinschaft