Kompetenz- und Forschungszentren

  Das Rogowski-Institut Urheberrecht: RWTH Aachen

Kompetenz- und Forschungszentren bündeln themenbezogen wissenschaftlichen Kompetenzen und Aktivitäten verschiedener RWTH-Einrichtungen.

 

Bei den an der RWTH Aachen bestehenden Kompetenzzentren handelt es sich im Gegensatz zu den Arbeitsgemeinschaften um forschungsthemenbezogene Kooperationen einer begrenzten Anzahl von Instituten mit dem Ziel einer effizienten Verknüpfung der Forschungsaktivitäten der Einrichtungen.

Die Organisationsform von Kompetenzzentren ist uneinheitlich, in der Regel handelt es sich um Vereinbarungen zwischen den beteiligten Instituten, in der die Ziele und die Form der Kooperation festgelegt sind. Die Laufzeit von Kompetenzzentren ist zeitlich nicht befristet.

 

Kompetenz- und Forschungszentren an der RWTH Aachen

AKM – Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik

Der Verein AKM – Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik unterstützt durch vielfältige Aktivitäten die Entwicklung der Medizintechnik in der Region Aachen. Er fördert den Informationstransfer durch Veranstaltungen und Netzwerkbildung, vermittelt Partnerschaften und unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie die Erforschung neuer Technologien. Die Bewertung laufender Forschungsprojekte durch Mitglieder unterschiedlicher Fachrichtungen generiert neue Impulse und identifiziert gegebenenfalls nicht berücksichtige Einsatzfelder der Forschungsergebnisse.

AKWG – Aachener Kompetenzzentrum für Wissenschaftsgeschichte

An einer Technischen Hochschule ist die Auseinandersetzung mit der historischen Dimension von Wissenschaft(en) eine unverzichtbare Ergänzung des naturwissenschaftlich-technisch geprägten Umgangs mit der Wirklichkeit. Das AKWG bündelt die wissenschaftshistorischen Kompetenzen an der RWTH Aachen zur Förderung des interdisziplinären Austauschs für gesellschaftlich relevante Forschungsvorhaben. Im Fokus stehen allgemein wissenschaftshistorische sowie medizin-, technik- und naturwissenschaftsgeschichtliche Gegenstände. Kulturelle, soziale, wirtschaftliche und politische Kontexte von Wissenschaft machen den Ort der Wissenschaft in der jeweiligen Gesellschaft beschreibbar und Wissenschaft als produktive Auseinandersetzung mit der Umwelt erfahrbar.

APC – Aachen Polymer Chain

Polymere Werkstoffe sind die Grundlage für neue Technologien und innovative Produkte. Im globalen Wettbewerb gilt es, das Potenzial dieser Werkstoffgruppe bei der Entwicklung neuer Produkte auszuschöpfen. Der zu erwartende Nutzen gebündelter Forschungsaktivität in diesem Bereich empfiehlt eine enge interdisziplinäres Zusammenarbeit zwischen den Natur- und Ingenieurwissenschaften – eine Form der Kooperation, die die APC als Verbund von Forschenden mit Bezug zu den Polymerwerkstoffen realisiert. Als leistungsfähiger Partner übernimmt die APC Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in Zusammenarbeit mit der der kunststofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie.

AZL – Aachener Zentrum für integrativen Leichtbau

In der Leichtbau-Produktionsforschung stellt sich das isolierte Untersuchen einzelner Fertigungsprozesse als nicht mehr ausreichend heraus. Ziel des Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau, AZL, ist die Überführung des Leichtbaus in die Großserie durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Werkstoffwissenschaften und der Produktionstechnik zur Umsetzung großserientauglicher Prozessketten. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden Leichtbau-Aktivitäten der RWTH Aachen. Neben der vorhandenen produktionstechnischen Exzellenz der RWTH Aachen stellt dieser einzigartige Zusammenschluss von Kompetenzen für den Leichtbau an einem Standort mit dieser Bandbreite ein Alleinstellungsmerkmal dar. 

Bioeconomy Science Center (BioSC)

Das Bioökonomie Science Center (BioSC) ist ein wissenschaftliches Kompetenzzentrum, das in einem integrativen Gesamtkonzept Forschung für eine nachhaltige Bioökonomie betreibt. Es wurde von der RWTH Aachen, der Universität Bonn, der Universität Düsseldorf und dem Forschungszentrum Jülich auf Basis einer gemeinsamen Strategie und unter Einbezug bestehender wissenschaftlicher Netzwerke und Kooperationen im Oktober 2010 gegründet. Derzeit sind 54 Institute am Kompetenzzentrum beteiligt. 

Das BioSC integriert alle relevanten Wissenschaftszweige zur nachhaltigen Bereitstellung von Biomasse und biobasierten Produkten sowie Prozessen im Wertschöpfungsnetzwerk Bioökonomie.

Dabei wird gemeinsam und disziplinübergreifend an bioökonomischen Themenschwerpunkten geforscht. Beispielhaft können folgende Forschungsfelder genannt werden:

  • Nachhaltige Produktion von besser auf verschiedene und gekoppelte Nutzungswege abgestimmter pflanzlicher Biomasse unter Wahrung der natürlichen Ressourcen Boden und Wasser
  • Molekulare und mikrobielle Umwandlung von biobasierten Rohstoffen in Wertstoffe
  • Verfahrenstechnische Grundlagen und Technologien der Stoffumwandlung biobasierter Rohstoffe in integrierten Prozessen
  • Analyse und Bewertung der ökonomischen Bedingungen und gesellschaftlichen Auswirkungen einer bio-basierten Wirtschaft

CCC – Computational Chemistry Coalition

In der modernen Chemie werden chemische Fragestellungen oftmals unter Rückgriff auf theoretisch-mathematisch-numerische Techniken, zusammengefasst unter dem Begriff der „Computational Chemistry“, bearbeitet. An der RWTH bündelt die Computational Chemistry Coalition institutsübergreifend die Aktivitäten auf diesem Gebiet. Die Initiative umfasst zahlreiche Arbeitsgruppen, die aktiv zur Lösung chemischer Probleme mit computergestützten Methoden beitragen. Sie unterstützt mit ihrer Expertise die inner- und außeruniversitäre Forschung und trägt zur theoretisch-mathematischen Schulung der Chemiestudierenden an der RWTH bei.

CWE – Center for Wind and Earthquake Engineering

Das Center for Wind and Earthquake Engineering (CWE) bündelt und steuert die interdisziplinären Lehr- und Forschungsaktivitäten an der RWTH Aachen auf den Gebieten des Wind- und Erdbebeningenieurwesens. Das CWE verfügt durch die beteiligten Institute über eine exzellente und langjährige Fachexpertise in der Baudynamik und betreibt übergreifend leistungsfähige und hochspezialisierte Versuchseinrichtungen.

FEMU – Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit

Der Mensch ist also in Beruf und Freizeit nieder- und hochfrequenten technischen Feldern unterschiedlicher Beschaffenheit ausgesetzt. FEMU ist eine interdisziplinäre Einrichtung des Universitätsklinikums der RWTH Aachen, die sich mit der Erforschung der Wirkungen elektro-magnetischer Felder und Wellen auf Mensch, Fauna und Flora befasst. In Kooperation mit verschiedenen Fakultäten der RWTH Aachen sowie externen Organisationen untersucht das Zentrum u. a. folgende Fragestellungen: Wie wirken elektromagnetische Felder auf den Organismus und gegebenenfalls auch Implantate und technische Körperhilfen ein? Gibt es Wirkungsschwellen beim Menschen, moduliert durch Faktoren wie Alter und Gesundheitszustand? Welche diagnostischen und therapeutischen Verfahren lassen sich aus der Forschung ableiten?

HCIC – Human Computer Interaction Center

Das Human-Computer Interaction Center (HCI Center, oder auch HCIC) ist ein zentrales Institut der RWTH Aachen. In einem interdisziplinären Forschungsteam wird dort aus verschiedenen Blickwinkeln zu Themen wie Mensch-Computer-Interaktion, Benutzerfreundlichkeit, Risikokommunikation und Technologieakzeptanz geforscht. Wir betreiben sowohl universitäre als auch von der Industrie geförderte Forschung und Entwicklung.

I3AC – Interdisciplinary Imaging & Vision Institute Aachen

Das Kompetenzzentrum fokussiert Forschung und Entwicklung in den Bereichen computergestütztes Sehen und Bildgebung – Schlüsseltechnologien, die die Basis für zahlreiche innovative technologische Entwicklungen und Anwendungen bilden. Da in den verschiedenen Fachrichtungen mit unterschiedlichen Methoden und Herangehensweisen im Bereich Imaging & Vision geforscht wird, sucht das Zentrum, die Akteure und Aktivitäten zu vernetzen und den Austausch zwischen den Fachbereichen zu optimieren. Das Forschungsgebiet vereint Elemente aus der Bildgebung, der Signal- und Informationsverarbeitung, der künstlichen Intelligenz und der Aktorik. Das I3AC ist ein Zusammenschluss von bisher elf Instituten der RWTH Aachen, der FH Aachen sowie des Forschungszentrums Jülich.

IZKF Aachen – Aachener Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung

Aufgabe und Ziel des IZKF Aachen ist es, die von Grundlagenforschung und Klinik ausgehende translationale medizinische Forschung zu stärken. Als Entwicklungs- und Strategieprogramm der der Medizinischen Fakultät und strebt das IZKF an, durch die Förderung erstklassiger Forschungsvorhaben die Chancen auf die Einwerbung hochvolumiger externer Drittmittelprojekte entscheidend zu verbessern. Neben der Förderung von Forschungsprojekten unterstützt das IZKF Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und bietet in seinen Core Facilities Geräte und Expertise für die Forschung. So zum Beispiel ist die Core Facility „Brain Imaging“ am IZKF Aachen eine zentrale Einrichtung für die Konzeption, Durchführung und Auswertung von fMRT- und PET-Studien innerhalb des Universitätsklinikums.

JRC-COMBINE – Joint Research Center for Computational Biomedicine

Computergestützte Biomedizin ist eine wichtige Schlüsseltechnologie für die Verbesserung von Gesundheitsfürsorge, Landwirtschaft und Biotechnologie. Insbesondere Computermodelle, die Labor und Krankenbett miteinander verknüpfen, sind unverzichtbar für die Entwicklung von sicheren, effizienten und individuell angepassten Therapien für komplexe Krankheiten. Um das volle Potential der computergestützten Biomedizin ausschöpfen zu können, müssen sich diese Modelle mit der Komplexität der Medizin befassen, indem sie mechanistische Aspekte und ‚Big Data‘ Analyse miteinander verflechten.

Im interdisziplinär ausgerichteten Joint Research Center for Computational Biomedicine (JRC-COMBINE), einer Joint Venture der RWTH Aachen zusammen mit der RWTH Uniklinik Aachen und der Bayer AG, kombinieren wir hochentwickelte Modellierverfahren und systembiologische Vorgehensweisen mit Fachwissen aus Industrie und Hochschule, um Kliniken, Industrie und Gesellschaft den bestmöglichen Nutzen zu liefern.

MARC – Magnetic Resonance Center

Das Magnetic Resonance Center am Institut für Technische und Makromolekulare Chemie, ITMC, schöpft das volle Potenzial der Kernmagnetischen Resonanz, NMR. Die Ausstattung ermöglicht hochauflösende NMR-Spektroskopie, NMR-Bildgebung an weicher Materie, sowie die Beobachtung des Effektes von chemischen Prozessen in der chemischen, biologischen und medizinischen Verfahrenstechnik. Des weitern findet die mobile Niederfeld-NMR für die nicht-destruktive Untersuchung von Objekten an ihrem Einsatzort Verwendung. Die einzigartige Ausstattung und Expertise wird in einer Vielzahl interdisziplinärer Forschungsprojekte nicht nur innerhalb des ITMC und der RWTH genutzt, sondern auch international und in industriellen Kooperationen.

PROTECA – Produktionstechnik Aachen

PROTECA bündelt Forschungskompetenzen auf dem Gebiet der Produktionstechnik mit dem Ziel, die Attraktivität des Standorts Aachen weiter zu steigern und so den Boden für Neuansiedlungen im Bereich der Produktionstechnik zu bereiten: es gilt, produktionstechnische Expertise von der Planung und Organisation über die Fertigungsprozesse und verwendeten Maschinen bis hin zum Qualitätsmanagement an einem Standort zu bündeln. Der Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung von High-Tech-Produkten.

RWTH-NanoClub

Der NanoClub vernetzt die interdisziplinären Forschungsaktivitäten an der RWTH auf dem Gebiet der Nanowissenschaften und Nanotechnologie und bildet eine Plattform für regionale Aktivitäten sowie Projekte auf Landes-, Bundes-, und europäischer Ebene. Thematische Schwerpunkte sind molekulare und komplexe Systeme, Nanoanalytik und Nanomechanik, Nanoelektronik und Integration, Informationstechnologie und Quanteninformation sowie der Bereich medizinische Forschung, in dem ein Anknüpfungspunkt auf dem Gebiet der Diagnostik unter Einsatz von Nanopartikeln und bei Ionenkanaelen besteht.

SignGes – Kompetenzzentrum für Gebärdensprache und Gestik

Seit über 20 Jahren forscht das SignGes-Team an der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Gebärdensprache. Die Forschungsgruppe besteht aus gehörlosen und hörenden Mitarbeitenden und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Hörbehinderung.

Folgende Themen bilden die Schwerpunkte von Forschung und Lehre:

  • Gebärdensprache und Gehörlosenkultur
  • Barrierefreie Kommunikation, Bildung und Didaktik
  • Berufliche Rehabilitation und Medienkompetenz
  • Sprachwissenschaft und kognitive Semiotik
  • Redebegleitende Gestik
  • Multimodale Interaktion im Dialog
  • 3D Motion-Capture Technologie und Erkennung von Bewegungsmustern

Verdichter für Flugtriebwerke

Da das Verkehrsaufkommen in der zivilen Luftverkehrs stetig steigt, ist bei der Gestaltung effizienter Triebwerke ein hoher Entwicklungsbedarf gegeben. RWTH Aachen und Deutschlands größter Hersteller von Flugzeugtriebwerken, die MTU Aero Engines, kooperieren aus diesem Grund im Kompetenzzentrum Verdichter für Flugtriebwerke. Dort wird die Zusammenarbeit in der Forschung und Entwicklung für die Auslegung, Gestaltung und Fertigung der nächsten Generation von Triebwerken weiter vertieft. Ziel ist es unter anderem, Sicherheit, Wirkungsgrad, Gewicht, Verbrauch, Abgas- und Schallemissionen, Herstellungs- und Wartungskosten der Antriebe weiter zu verbessern. Die Zusammenarbeit gewährleistet des weiteren die Praxisnähe der Ausbildung von Nachwuchsforschenden und stärkt die universitäre Lehre.

ZMB – Zentrum Metallische Bauweisen

Die RWTH Aachen verfügt über leistungsstarke Institute, die sich in zahlreichen Fachsparten der Erforschung und Anwendung von Stahl widmen. Das ZMB bündelt diese stahlorientierte Expertise aus den Bereichen bildsame Formgebung, Eisenhüttenkunde, Kraftfahrwesen, Schweiß- und Fügetechnik, Stahl- und Leichtmetallbau, sowie Werkstoffwissenschaften. Dieser Zusammenschluss bietet die Möglichkeit, in enger Zusammenarbeit geschlossene Prozessketten darzusstellen, von der Werkstoffwahl über die Herstellung bis hin zum fertigen Bauteil.