Erasmus+ Praktikumsförderung

 

Erasmus+ Praktika bieten Studierenden aller Fachrichtungen die Möglichkeit, ihre im Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse während eines Unternehmenspraktikums im europäischen Ausland in die Praxis umzusetzen und dabei die Kultur, Sprache und Arbeitsweise des Gastlandes kennenzulernen. Um förderwürdig zu sein, muss das Praktikum mindestens 60 Tage andauern und verpflichtender oder fakultativer Bestandteil des Studiums sein. Auch Abschlussarbeiten, die an Hochschulen oder Unternehmen im europäischen Ausland praktisch vorbereitet beziehungsweise erstellt werden, können über das Erasmus+ Programm gefördert werden. Das monatliche Stipendium variiert je nach Lebenshaltungskosten des Ziellandes – siehe unten – zwischen 255 Euro und 375 Euro.

Kontakt

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Birgit Thun

Erasmus Placements

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+49 241 80 90687

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Wer kann am Programm teilnehmen?

Bewerben können sich deutsche und internationale Studierende aller Studienrichtungen, die für einen Studiengang mit Abschluss an der RWTH Aachen eingeschrieben sind und einen Praktikumsplatz in einem Land haben, das nicht ihr Hauptwohnsitzland ist.

Auch Graduierte können ein Praktikum, das Sie innerhallb von zwölf Monaten nach Studienende absolvieren möchten, über Erasmus+ fördern lassen, sofern Sie sich im Verlauf Ihres letzten Studienjahres bei der Hochschule hierum bewerben.

Studierende können je Studienzyklus insgesamt zwölf Monate über Erasmus gefördert werden, wobei Erasmus Auslandsstudienaufenthalte und Erasmus Auslandspraktika zusammengerechnet werden. Bei einzügigen Studiengängen, wie beispielsweise Staatsexamen, können insgesamt 24 Monate über Erasmus gefördert werden.

 

Chancengleichheit und Inklusion

Erasmus+ fördert die Chancengleichheit und Inklusion. Aus diesem Grund wird Studierenden mit Behinderung und Studierenden, die ihr Kind mit ins Ausland nehmen und dort alleinerziehend sind, der Zugang zum Programm erleichtert. Gerne informieren wir Sie weitergehend zu den Möglichkeiten der Sonderförderung unter Erasmus+.

 

Zielländer nach Ländergruppen

Ländergruppe 1

375 Euro Förderung pro Monat: Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Irland, Liechtenstein, Norwegen, Österreich und Schweden

Ländergruppe 2

315 Euro Förderung pro Monat: Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei und Zypern

Ländergruppe 3

255 Euro Förderung pro Monat: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei und Ungarn

Dazu zählen auch die jeweiligen überseeischen Gebiete der genannten Länder.

 

Welche Praktika werden gefördert?

Erasmus+ fördert qualifizierte Unternehmenspraktika ab zwei Monaten Dauer, also 60 Tage, bis zu zwölf Monate. Als Gastfirma akzeptiert werden Unternehmen im öffentlichen und privaten Sektor, unabhängig von Größe, Rechtsform oder Wirtschaftsbereich, einschließlich der Sozialwirtschaft. Forschungspraktika an Hochschulen, auch im Rahmen einer Abschlussarbeit, können ebenfalls im Rahmen des aktuellen Erasmus+ Teilprogramms gefördert werden. Auch die Assistenzzeiten für Lehramtsstudierende gehen im neuen Bildungsprogramm Erasmus+ in der Erasmus Mobilität für Hochschulen auf, sodass Lehramtsstudierende, die Praktika an europäischen Hochschulen absolvieren, sich ebenfalls um eine Erasmus+ Praktikumsförderung bewerben können. Praktika bei EU-Institutionen und Einrichtungen, die EU-Programme verwalten – hier geht es zur vollständigen Liste – können nicht über Erasmus+ gefördert werden.

 

Bewerbungsvoraussetzungen und Antragstellung

  • Es müssen ausreichende Sprachkenntnisse der Arbeitssprache nachgewiesen werden – mindestens B1-Niveau des Europäischen Referenzrahmens
  • Sie dürfen nicht gleichzeitig aus anderen EU–Programmen gefördert werden. Eine EU-Doppelförderung muss deshalb vertraglich ausgeschlossen werden
  • Das Praktikum wird mit maximal 450 Euro pro Monat vergütet – RWTH-Kriterium

Wie können Sie sich bewerben?

Bitte bewerben Sie sich online und laden die untenstehend aufgelisteten Bewerbungsunterlagen als PDF Dateien hoch. Das Learning Agreement for Traineeships ist zusätzlich durch das Gastunternehmen – Receiving Organisation/Enterprise – und Ihre Fakultät – Sending Institution auszufüllen beziehungsweise zu unterzeichnen. Hier finden Sie eine Übersicht mit den jeweiligen Auslandsbeauftragten der Fakultäten.

Bitte laden Sie Ihre Bewerbung spätestens sechs Wochen vor Praktikumsbeginn vollständig hoch. Später eingehende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Nur in vom Studierenden unverschuldeten Fällen können nach einer Einzelfallprüfung gegebenenfalls Abweichungen von dieser Frist zugelassen werden. Rückwirkende Förderungen nach Antritt des Praktikums können jedoch nie gewährt werden. Wenn Sie sich vorab zu Ihrer Bewerbung und Ihrem Praktikumsvorhaben beraten lassen möchten, können Sie gerne einen Termin im International Office bei Frau Birgit Thun vereinbaren.

Studierende, die innerhalb eines Jahres nach Abschluss ihres Studiums ein Absolventenpraktikum durchführen und dieses durch Erasmus+ fördern lassen möchten, müssen sich noch innerhalb ihres letzten Studienjahres nach oben beschriebenem Verfahren dafür bewerben. Wichtig ist auch hier, dass die vollständigen Unterlagen spätestens sechs Wochen vor Praktikumsbeginn eingereicht sind.

Hinweis

Graduierte, die sich nach ihrem Studienabschluss als arbeitssuchend melden, sollten beachten, dass sie ihr Praktikumsvorhaben mit der Bundesagentur für Arbeit abstimmen müssen.

 

Erforderliche Unterlagen und Learning Agreement for Traineeships zum Download

Für ausreichenden Versicherungsschutz, also Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung für Ihren Auslandsaufenthalt sind Sie selbst verantwortlich. Bitte prüfen Sie rechtzeitig vor Ihrem Aufenthalt, ob und in welchem Umfang Ihre Versicherungen auch während Ihres Auslandspraktikums gelten.

Der DAAD bietet für über Erasmus+ geförderte Studierende eine günstige und speziell auf Auslandspraktika zugeschnittene Gruppenversicherung an. Hier finden Sie nähere Informationen zur Gruppenversicherung des DAAD Tarif 720. Für Graduierte gilt der Tarif 726.

 

Nach der Bewerbung

Erweist sich Ihr Vorhaben als förderwürdig, müssen Sie noch ein Grant Agreement unterschreiben, über das sämtliche Förderbedingungen – wie die Fördersumme und die Zahlungsmodalitäten – geregelt sind. Des Weiteren erhält jeder Stipendiat vor Beginn des Auslandaufenthalts eine Studierendencharta, welche alle Rechte und Pflichten eines Erasmus+ Studierenden enthält.

Mit Ihrer Erasmusförderung ist des Weiteren ein verpflichtender Online-Sprachtest mit zugehörigem Kurs sowie ein erneuter Test nach Ihrem Aufenthalt verbunden. Der Zugangslink für den circa 40-minütigen Test wird Ihnen nach erfolgreicher Bewerbung per Email zugesandt. Entsprechend ist dieser Test kein Auswahlkriterium, sondern dient lediglich der Erfassung statistischer Werte zur Sprachentwicklung während eines Erasmusaufenthalts.

 

Während des Praktikums

Sollte sich Ihr Praktikumszeitraum verlängern, können Sie auch eine Verlängerung der Erasmusförderung beantragen. Hierfür reichen Sie bitte spätestens einen Monat vor Ablauf des regulär beantragten Förderzeitraumes das vollständig unterzeichnete Learning Agreement – During the mobility ein. Voraussetzung für eine Verlängerung der Erasmusförderung ist, dass sich der Verlängerungszeitraum unmittelbar an den laufenden Aufenthalt anschließt und die zulässige Gesamtförderdauer von 12 Monaten pro Studienphase nicht überschritten wird.

 

Nach dem Praktikum

Nach Ihrem Aufenthalt werden Sie eine Email der EU mit der Aufforderung zur Erstellung eines elektronischen Abschlussberichts erhalten. Folgen Sie bitte dem enthaltenen Link und erstellen Sie Ihren Erfahrungsbericht online.

Der Abschnitt des Learning Agreements for Traineeships – after mobility ist durch die Gastfirma am letzten Tag des Praktikums auszufüllen und dient als Bestätigung Ihres Praktikumszeitraumes.

Sollten der Abschlussbericht und die zugehörigen Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht werden, muss die Erasmus+ Förderung zurückgefordert werden.

Außerdem müssen Sie sich unmittelbar nach Ihrem Praktikum um die Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistung kümmern; Fragen zur Anerkennung richten Sie bitte an den Auslandskoordinator Ihrer Fakultät. Auch freiwillige Auslandspraktika können als Zusatzleistung auf dem Abschlusszeugnis geführt werden, dieser Eintrag im Diploma Supplement ist für Erasmuspraktikanten obligatorisch. Hier finden Sie den genauen Ablauf zur Anerkennung freiwilliger Auslandspraktika. Freiwillige Praktika können außerdem anhand des Europass Mobilität anerkannt werden. Dieser bietet auch eine gute Möglichkeit zur Anerkennung von Absolventenpraktika. Sie können ihn über die RWTH beantragen. Bitte wenden Sie sich dazu oder bei Fragen an Frau Birgit Thun.

 

Erasmus+ und BAföG

Pflichtpraktika im Ausland von mindestens zwölf Wochen Dauer lassen sich auch durch BAföG fördern. Hier ist zu beachten, dass das Inlands-BAföG nicht zur Förderung von Auslandsaufenthalten verwendet werden darf, sondern speziell Auslands-BAföG beantragt werden muss. Dies kann auch dazu führen, dass im Inland nicht BAföG-Berechtigte für ihr Auslandspraktikum BAföG beziehen können. Auslands-BAföG sollte mindestens sechs Monate vor Beginn des Aufenthaltes beantragt werden.

Zuschüsse, wie Erasmus+ bleiben mit der BAföG-Regelung seit 2011 bis maximal 300 Euro pro Monat anrechnungsfrei. Das bedeutet, dass nur der Betrag, der über 300 Euro liegt, auf das BAföG angerechnet wird. Gegebenenfalls kann das zuständige BAföG-Amt Auskunft darüber erteilen, ob und in welcher Höhe das BAföG reduziert wird. Bei der Praktikumsvergütung ist ein Betrag von bis zu 450 Euro anrechnungsfrei. Mehr Informationen zu den Voraussetzungen, den Fördersätzen und der Antragstellung finden Sie zum Beispiel auf den Seiten des Bundesbildungsministeriums und des Deutschen Studentenwerks.