Projektbeschreibung

Computerspiel-basiertes Lernen mit der "Zink&Co.". Neue didaktische Wege zur chemischen Reaktionstechnik (ETS29)

Kontakt

Name

Prof. Dr. Marcel Liauw

Institut für Technische und Makromolekulare Chemie

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+49 (0)241 80-80 264 70

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Steckbrief

Eckdaten

Veranstaltungsform:
Vorlesungen
Format:
Serious Games
Lernszenarien - Hauptkategorie:
Anreicherung
Lernszenarien - Weitere Kategorien:
Spiel und Simulation
Studiengang:
Bachelorstudiengang Chemie, gegebenenfalls auch Materstudiengang Chemie
Fakultät:
1-C - Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (Chemie)
Jahr:
2010

Idee und Ziel

Frontalunterricht allein führt mangels eigener Interaktion nicht zu einem
dauerhaften Lernerfolg. Über mehrere Jahre stellte sich in der Reaktionstechnik-
Vorlesung heraus, dass realistische Szenarien und offene Probleme mit
Praxisbezug den größten Lernerfolg erzielten.
Mit dem Projekt soll das Lehrangebot durch einen interaktiven und problemorientierten Lernansatz erweitert und selbstständiges, nachhaltiges Lernen gefördert werden.
In einem Computerspiel lösen Studierende als Mitarbeitende einer virtuellen
Chemiefabrik, der Zink & Co., anwendungsbezogene Aufgaben.
Hierdurch erlernen sie spielerisch und doch aus erster Hand fachliche Kompetenzen mit
Erträgen weit über die chemische Reaktionstechnik hinaus.

Projektverlauf

Die Spielidee:
Die Zink & Co. ist ein liebenswürdiger Familienbetrieb, der jedoch
an vielen Stellen Verbesserungspotenzial aufweist. Im Spiel schlüpft die Spielerin oder der Spieler unter einem Phantasienamen in die Rolle einer Praktikantin oder eines Praktikanten. Fiktionale Figuren stellen projektbasierte Aufgaben.
Um die Karriereleiter zu erklimmen, muss die Spielerin oder der Spieler diese chemisch-technischen Probleme erfolgreich bearbeiten und das Firmenleben bewältigen.
Die Spielerin oder der Spieler ist nicht auf sich allein gestellt: Um Erfolg zu haben, muss sie oder er mit den Mitarbeitenden im Mikrokosmos Zink & Co. interagieren.

Ergebnis

1. Erstellung einer ersten Version des browserbasierten Spiels.
2. Erprobung im laufenden Vorlesungsbetrieb: Das Spiel lief robust und wurde gut angenommen.
3. Auswertung des Probelaufs: Die Evaluierung war durchgängig positiv. Erste Ergebnisse weisen auf eine gute Korrelation von Klausurergebnissen und Erfolg beim Spiel hin.
Die problembasierte Fertigkeitsvermittlung im vorlesungsrelevanten Kontext kann in
mannigfaltiger Weise auf andere Bereiche übertragen werden. Aktuell wird zunächst
eine Erweiterung des konkreten Spiels um andere Chemiebereiche beziehungsweise die
Verfahrenstechnik anvisiert. Das Implementierungsprotokoll sowie die
weitergehenden Erfahrungen bei der Spieleentwicklung stehen zur Verfügung.