Arbeitspakete nach Programmzielen

Logo gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung  

Die Aktivitäten im geförderten Antrag umfassen Maßnahmen zur Verbesserung der Personalausstattung, zur Qualifizierung beziehungsweise Weiterqualifizierung des Personal sowie zur weiteren Optimierung der Studienbedingungen, die passgenau die Strategie für Lehre der RWTH Aachen unterstützen.

 

Vorgezogene und zusätzliche Berufungen zur Verbesserung der Betreuungsrelation

Vorgezogene beziehungsweise zusätzliche Berufungen mit hohem Lehrbezug sollen in den stark ausgelasteten Fächern das Betreuungsverhältnis verbessern. Dazu werden zwei Professuren in den Wirtschaftswissenschaften, speziell für Wirtschaftsingenieurwesen, eine Professur in der Mathematik als Dienstleister für die Ingenieurwissenschaften sowie eine Professur im Maschinenbau im Bereich der Grundlagen eingerichtet. Bei Wirtschaftsingenieurwesen beträgt dei Auslastung 126 Prozent, bei Mathematik für die Ingenieurwissenschaften 160 Prozent und bei den Grundlagen im Maschinenbau 147 Prozent.

 

Neueinstellungen zur Beratung und Betreuung von Studienbewerberinnen und -bewerbern

Die Einstellung von nichtwissenschaftlichem Personal soll den Übergang von der Schule zur Hochschule verbessern. Für den Aufbau, die Koordination und die Leitung des Schulservice der RWTH Aachen wird eine Koordinationsstelle in der Zentralen Studienberatung eingerichtet, die zugleich auch Schnittstelle für die Beratung von Studieninteressierten in Kooperation mit den Schulen und Fakultäten ist.

Des weiteren wird eine Stelle geschaffen für die Koordination und Kommunikation des EDULAB, ein integriertes Zentrum von Schülerlaboren mit besonderem Fokus auf der Gewinnung von Schülerinnen für MINT-Fächer, die in speziell ausgestatteten Experimentierräumen Einblicke in die Natur- und Ingenieurwissenschaften erhalten.

Zur Entwicklung und Evaluation studienfachbezogener SelfAssessments in ausgewählten Studienfächern zur gezielten Unterstützung bei der Wahl des Wunschstudiengangs in Verbindung mit Empfehlungen für Beratungsangebote wird eine Mitarbeiterin beziehungsweise ein Mitarbeiter eingestellt.

 

Neueinstellungen zur Verbesserung der Lehr- und Prüfungsorganisation

Insbesondere auf Wunsch der Studierenden der RWTH Aachen wird eine Person zur Unterstützung der Lehr- und Prüfungsorganisation gebraucht, die die Veranstaltungs- und Prüfungsplanung inklusive Organisation der Hörsaalbelegung optimiert.

 

Mentorenprogramm

Im Rahmen des Aachener Mentoringsystems wird hochqualifiziertes wissenschaftliches Personal zur Durchführung flächendeckender Mentoringgespräche in den einzelnen Fakultäten und Fachgruppen zur Betreuung von Studierenden mit besonderem Beratungsbedarf benötigt. Es handelt sich dabei um Studierende, die zwei Drittel der Credit Points in den vorangegangenen Semestern nicht erreicht haben sowie Studierende, die zu den besten zehn Prozent gehören. Sukzessive ist der Einbezug der Studierenden der „Leistungsmitte“ geplant, um eine Begleitung durch das gesamte Studium zu ermöglichen.

 

Center of Excellence in Academic Teaching, kurz ExAcT

Mit ExAct Service wird ein fachkulturell zugeschnittenes Qualifizierungsprogramm zur regelmäßigen und systematischen Qualifikation des gesamten Lehrpersonals, insbesondere für die Natur- und Ingenieurwissenschaften mit den oft hochspeziellen medien- und fachdidaktischen Anforderungen und sehr großen Studierendenzahlen entwickelt. Das Weiterbildungsprogramm besteht neben den interdisziplinär ausgerichteten Lehrtrainings für neue Lehrkräfte, dem Basismodul, aus zielgruppenadaptiven Angeboten, sogenannten Vertiefungsmodulen, sowie intensivem professionellen Coaching mit Hospitationen und Videoaufnahmen, dem individuellen Lehrcoaching. Die Kurse werden als Wahlpflichtmodul für alle Lehrenden, also 2500 wissenschaftliche Mitarbeitende und 400 Professuren, angeboten.

Mit ExAct Research wird ein virtuelles Netzwerk zur Koordination, Systematisierung und strukturellen Konsolidierung aller Weiterbildungsaktivitäten in der Lehre geschaffen. Das ExAcT Research fungiert als individueller Ansprechpartner für Fragen des Lehrpersonals und als Vermittler zur Entwicklung wie auch Anwendung moderner, fachspezifisch differenzierter Lehrmethoden und Prüfungsformen, um die beteiligten Partnerinnen und Partner in der Hochschule ziel- und bedarfsgerecht zu unterstützen und zu beraten.

Im Rahmen von ExAct sollen nachfolgende Arbeitspakete realisiert werden: Transparente Vernetzung aller Anbieter wissenschaftlicher Dienstleistungen und Weiterbildungsangebote (WP1), Forschung zu fach- und mediendidaktischen Themenfeldern (WP2) und integrierte (Weiter-) Entwicklung und Umsetzung von Lehr- und Lernangeboten für die jeweiligen Zielgruppen auf Basis aktueller interner Forschungserkenntnisse und/oder externer Ansätze (WP3). Eine Stelle ist im ExAct für die wissenschaftliche Begleitung, das Management und die Koordination vorgesehen.

 

Qualitätsmanagement in Studium und Lehre

Zur Überprüfung der Ziele beziehungsweise der Zielerreichung erfolgt der Ausbau und die Professionalisierung des bestehenden Systems der Qualitätssicherung hin zu einem ganzheitlichen Qualitätsmanagement in Studium und Lehre. Vorrangig sind dabei die Optimierung des vorhandenen Systems durch die Weiterentwicklung der Planungsdaten und die Erweiterung sowie Verzahnung der Werkzeuge wie auch die Verankerung von Qualitätsindikatoren als Steuerungsgrößen.

 

Studienbegleitende Vorkurse

Ganzjährige Nachschulungen im Bereich der Mathematik dienen der verbesserten Ausgestaltung der Studieneingangsphase. Wissenschaftliche Mitarbeitende und studentische Hilfskräfte begleiten dabei das kontinuierliche Vorkursangebot mit wöchentlichen Übungen in Kleingruppen, E-Tutorials, regelmäßigen Präsenzlehrveranstaltungen, individueller Überprüfung von Hausübungen sowie Beratung durch Tutorinnen und Tutoren.

 

Exploratory Teaching Space

Durch das Exploratory Teaching Space, kurz ETS, können innovative Studienmodelle entwickelt und der Praxisbezug bei Bachelorstudiengängen erhöht werden. Das ETS ist ein RWTH-interner Wettbewerb, der es allen Lehrenden ermöglicht, innovative Ansätze zur Wissensvermittlung in der Lehre zu konzipieren und im Zuge eines geförderten Projektes auszutesten, ob die Ansätze zielführend sind und auf weitere Anwendungsfälle übertragen werden können. Erste Erfahrungen mit ETS zeigen eine hohe Resonanz in der Hochschule, einen qualitativen Mehrwert der geförderten Projekte durch die Übertragung auf andere Fakultäten sowie eine deutlich spürbare Aufwertung der Lehre durch die Partizipation aller Fakultäten.