Konzept zur Studiengangsevaluation an der RWTH Aachen

  Drei Moderationskarten liegen auf einem Tisch. RWTH Aachen  

1. Gründung einer Evaluierungsprojektgruppe

Die Mitglieder der Evaluierungsprojektgruppe werden vom Fakultätsrat gewählt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Projektgruppe aus maximal zehn Mitgliedern besteht, wobei die einzelnen Gruppen der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Studierenden zu berücksichtigen sind. Da die RWTH Aachen großen Wert auf eine ausreichende studentische Beteiligung legt, sind mindestens drei Studierende in der Projektgruppe vertreten.

2. Erstellung eines internen Evaluierungsberichts

Im internen Evaluierungsbericht, werden objektive quantifizierbare Daten und subjektive Einschätzungen von Lehrenden und Lernenden erhoben. Neben allgemeinen Aspekten der Lehreinheit, wie Ausbildungszielen in den einzelnen Studienphasen, Definition des Studieneingangs- und Studienausgangsprofils, Ausstattung, Qualitätssicherung und –verbesserung, Praxis von Lehre und Studium, Internationalisierung, Forschungsaspekten, Situation der behinderten Studierenden und Frauenförderung, steht insbesondere die Bewertung der Lehr-, Studien- und Prüfungspraxis im Studienverlauf im Mittelpunkt des Evaluierungsberichts.

3. Fachinterne Diskussion unter Beteiligung des Prorektors für Lehre

Die Erörterung, der aus dem internen Evaluierungsbericht gewonnenen Erkenntnisse, erfolgt im Rahmen einer vom Prorektor für Lehre moderierten fachspezifischen und internen Diskussion zu Studium und Lehre. Ziel dieser Diskussion ist die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, der in regelmäßigen Abständen hinsichtlich der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen überprüft wird.

4. Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Qualität der Lehre

Am Ende der Diskussion zu Studium und Lehre mit externer Moderation werden zwischen der Hochschulleitung und den Fakultäten bzw. Lehreinheiten konkrete Maßnahmen zur Verbessung der Lehre verbindlich festgelegt. Die vereinbarten Maßnahmen sind in einem Maßnahmenkatalog festzuschreiben, der für jede Maßnahme

  • die zugrundeliegende Problemstellung (Ist-Zustand)
  • den Zielbereich der Maßnahmen (Soll-Zustand)
  • die Anforderung (Maßnahme)
  • die Zuständigkeit innerhalb der Lehreinheit (Wer)
  • den geplanten Zeitplan zur Realisierung der vereinbarten Maßnahmen (Wann)

kurz beschreibt.

Die Maßnahmenkataloge werden gemäß Paragraf elf der Evaluierungsordnung veröffentlicht. Die vereinbarten oder festgelegten Maßnahmen sollten in diesem Konzept von den einzelnen Lehreinheiten gezielt zur Außendarstellung und Profilierung genutzt werden.

5. Überprüfung der Maßnahmen

Der Maßnahmenkatalog wird bis spätestens drei Monate nach Abschluss der Diskussion dem Prorektor für Lehre vorgelegt. Die Maßnahmen werden nach Ablauf der vorgesehenen Fristen überprüft. Falls erforderlich, wird das Rektorat mit der entsprechenden Fakultät ein Gespräch über den Zwischenstand führen. Die Maßnahmenkataloge stehen der Abteilung Lehre für die Rechenschaftslegung gegenüber den Hochschulgremien zur Verfügung.

Damit der Aufwand im Hinblick auf die Erstellung der Evaluationsberichte für die Fakultäten minimiert werden kann, werden an der RWTH Aachen die Studiengangsevaluation und das Verfahren der Akkreditierung sinnvoll miteinander verknüpft. Das Verfahren der Studiengangsevaluation ist in der Evaluierungsordnung für Lehre und Studium der RWTH Aachen verankert.