Alumni-Magazin „keep in touch“

 

Ausgabe 63, Sommersemester 2017

Ein starkes Zeichen gegen Plastikmüll

„Das Projekt Pacific Garbage Screening macht mit seiner technischen Entwicklung auf die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll aufmerksam. Die 400 x 400 Meter große Plattform beruhigt die Strömung und ermöglicht den Auftrieb der Plastikteile im Meer ohne Fische und Lebewesen zu gefährden. Diese studentische und sowohl visionäre als auch lösungsorientierte Arbeit setzt ein starkes Zeichen. Und genau das wollen wir mit dem Bundespreis Ecodesign setzen. Eine starke Leistung.“ So begründete die Jury im Oktober vergangenen Jahres die Auszeichnung für die junge Architektin Marcella Hansch mit ihrem Projekt Pacific Garbage Screening, das sie für ihre Masterarbeit zum Abschluss ihres Architekturstudiums an der RWTH Aachen entwickelt hat.

Jeden Tag landen 350 Tonnen Kunststoffmüll in den Weltmeeren und zerstören die Lebensgrundlagen auf der Erde. Bei einem Tauchurlaub auf den Kapverden hatte Marcella Hansch das Problem buchstäblich direkt vor Augen, denn sehr häufig schwammen Plastiktüten vor ihrer Taucherbrille. Noch beim Rückflug recherchierte sie im Internet. Das Thema ließ sie von da an nicht mehr los und die Idee für ihre Masterarbeit entstand. Mittlerweile begnügt sich Marcella Hansch nicht allein mit dem Zeichensetzen, sondern die Idee soll Realität werden. Vor kurzem hat sie dazu einen gemeinnützigen Verein gegründet und ein engagiertes Team um sich gebildet.

Im Interview mit der keep in touch äußert sich die junge Architektin zur Entstehung und weiteren Entwicklung ihres Projekts, aber auch zu ihrer Studienzeit.

Weitere Themen:

  • „C.A.R.L. ist im Betrieb“. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) hat das neue Hörsaalzentrum an der Claßenstraße jetzt an die RWTH übergeben. Rund 45 Millionen Euro aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes hat der BLB NRW als Bauherr in den mehrgeschossigen Neubau investiert.
  • „Fünf Jahre AMS auf der ISS“. Seit fünf Jahren umkreist das Alpha Magnet Spektrometer (AMS) jetzt in 400 Kilometern Höhe auf der Internationalen Raumstation (ISS) die Erde. Die bisherigen Ergebnisse von AMS zeigen deutlich, dass das Verständnis der Erzeugung, der Beschleunigung und des Transportes der kosmischen Strahlung von den Quellen bis in unser Sonnensystem zum AMS-Experiment unvollständig ist. Die Präzision der Daten von AMS zeigt nun erstmals, in welche Richtung die bisherigen Modelle erweitert werden müssen.
  • „Plädoyer für Europa“. Der renommierte britische Historiker und Publizist Professor Timothy Garton Ash wurde am Himmelfahrtstag, am 25. Mai, mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen im Krönungssaal des Rathauses​ausgezeichnet - für seine scharfsinnigen Analysen der europäischen Gegenwart, aber auch für seinen aktuellen Einsatz für die Redefreiheit. In seinem gleichlautenden Buch überträgt er die liberale Idee der Rede- und Meinungsfreiheit in das 21. Jahrhundert und formuliert zehn Grundprinzipien der Kommunikation in einer vernetzten Welt.
  • und andere
 
 

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