Technik-Kommunikation B.Sc.

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Science
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
6 Semester
ECTS-Punkte:
180Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in der Unterrichtssprache nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

frei
kein NC für WiSe 2017

Zulassung höhere Semester

frei
kein NC

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

  • Vorpraktikum Mehr Informationen

    Vorpraktikum

    Nur für Technik-Kommunikation mit "Grundlagen des Maschinenbaus": ein 6-wöchiges Vorpraktikum vor Studienbeginn nach den Richtlinien im Anhang der Prüfungsordnung.

Termine und Fristen

 

Wenn technische Innovationen ihr Potential entfalten und Menschen nutzen sollen, müssen hochkomplexe Inhalte verständlich aufbereitet und zielgruppengerecht vermittelt werden.

Die Qualität der Kommunikation zwischen Nutzerinnen, Nutzern, Entwicklerinnen und Entwicklern wird zukünftig einer der wichtigsten Maßstäbe für technischen Fortschritt sein. Was sich nicht am Bedarf orientiert und nicht verstanden wird, wird nicht gekauft, nicht unterstützt, erfährt keine Akzeptanz und keine politische Repräsentation. Kurz: Was sich nicht am Nutzer orientiert, wird nicht genutzt!

Das leuchtet sofort ein, wenn man an technische Entwicklungen denkt, deren Vorteile nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. So ist zum Beispiel die Energiewende technisch machbar, aber nur mit zielgruppengerechter Kommunikation erfährt sie Akzeptanz und politische Umsetzung.

Diese entscheidende Schnittstelle zwischen Technik und Mensch gestalten Fachleute mit sowohl technischem als auch vermittlungswissenschaftlichem Knowhow. Da Probleme technikbezogener Kommunikation nur im fachübergreifenden Dialog zu lösen sind, müssen diese Spezialistinnen und Spezialisten in beiden Denkwelten souverän agieren können. Sie nutzen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, um technische Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen, Medien und Aufgaben aufzubereiten und sie nutzergerecht zu vermitteln.

Die RWTH bietet mit dem deutschlandweit einzigartigen interdisziplinären Studiengang Technik-Kommunikation eine exzellente Ausbildung, die Aspekte der Human- und Ingenieurwissenschaften integriert. Das fachübergreifende Studienkonzept basiert auf der Kombination zweier gleichberechtigter Fächer – der Kommunikationswissenschaft und einer von vier technischen Disziplinen:

  • Informatik vermittelt die Kompetenz, informationsverarbeitende Systeme zu analysieren, zu konzipieren und umzusetzen.
  • Maschinenbau beschäftigt sich auf der Basis physikalischer Grundlagen mit Entwicklung, Produktion und Betrieb technischer Anlagen und Produkte.
  • Werkstofftechnik befasst sich mit der Erforschung, Herstellung und Verarbeitung maßgeschneiderter Werkstoffe – von der Analyse der Nanostrukturen bis zur Entwicklung komplexer Umformtechnologien für große Bauteile.
  • Elektrotechnik erforscht Elektrizität als Energie- und Informationsträger. Anwendungsgebiete sind beispielsweise Energie-, Informations- und Kommunikationstechnik.
 

Studienverlauf

Das Bachelor-Programm orientiert sich an der Vermittlung fachlicher Grundlagen und Methoden. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, im ersten Fach Kommunikationswissenschaft bereits ab dem zweiten Studienjahr berufsfeldorientiert Schwerpunkte zu setzen. Dies wird durch die Wahl zwischen Aufbaumodulen möglich, die Tätigkeitsfelder wie Weiterbildung, Kommunikations-, Medien- und Wissensmanagement fokussieren. In das Studium sind zudem hochschulinterne und -externe Praktika integriert.

Studienstruktur (vereinfacht)

Kommunikationswissenschaft

Einführung in die Sprachwissenschaft, Einführung in die Kommunikationswissenschaft, Kognition, Individuum und soziales Umfeld, Rede- und Gesprächsrhetorik, Grammatik, Semantik, Pragmatik, Textlinguistik, Technikgeschichte und Anwendungsfeelder der Technik-Kommunikation, Englisch

mit Informatik:

Details

Programmierung und Datenstrukturen, Grundzüge der Informatik, Differential- und Integralrechnung, Lineare Algebra, Technische Informatik, Diskrete Strukturen, Praktische Informatik, Betriebssysteme, Formale Systeme, Wahlmodul Mathematik, Softwaretechnik, Designing Interactive Systems

mit Maschinenbau:

Details

Differential- und Integralrechnung, Lineare Algebra, Mechanik, Werkstoffkunde, Maschinengestaltung, CAD, Informatik im Maschinenbau, Thermodynamik, Strömungsmechanik, Qualitäts- und Projektmanagement, Messtechnisches Labor und berufsfeldorientierte Themenmodule

mit Werkstofftechnik:

Details

Differential- und Integralrechnung, Lineare Algebra, Chemie, Dynamik technischer Systeme, Technische Mechanik, Kristallographie, Werkstoffchemie, Werkstoffphysik, Prozessmesstechnik, Werkstofftechnik, Metallurgie und Recycling, Werkstoffverarbeitung von Keramik, Glas, Metall und Transportphänomene

mit Elektrotechnik:

Details

Differential- und Integralrechnung, Lineare Algebra, Grundgebiete der Elektrotechnik A, B und C, Grundgebiete der Informatik, Organisation/Wirtschaft, Vertiefungsfächer und Wahlmodule

Weitere Details zum Studienverlauf sind der Prüfungsordnung zu entnehmen.

Fremdsprache

Im Bachelorstudiengang Technik-Kommunikation werden ab dem ersten Semester Englischkurse angeboten. Die Teilnahme ist verpflichtend – auch bei sehr guten Englischkenntnissen. Die Kurse bleiben unbenotet.

Praktika

Nur für die Kombination mit Grundlagen des Maschinenbaus wird zur Einschreibung ein Vorpraktikum gefordert. Im Studienverlauf absolvieren alle Studierenden Praktika sowohl im kommunikationswissenschaftlichen – vier Wochen an einem Institut oder in einem Forschungsprojekt der RWTH – als auch im technischen Bereich. Hier variieren die Anforderungen variieren von Grundlagenfach zu Grundlagenfach. Details zu allen Praktikumsanforderungen finden Sie auf der Webseite des Studiengangs unter Praktika.

Auslandsprogramme

Der Studiengang Technik-Kommunikation bietet eine Vielzahl an Auslandsprogrammen, denn Studierende profitieren von den internationalen Kooperationen fünf beteiligter Fakultäten. Fachspezifische Angebote im EU-Mobilitätsprogramm ERASMUS+ führen zu Partnerhochschulen in ganz Europa. Darüber hinaus können Universitäten weltweit besucht werden – insbesondere über fakultätseigene Partnerschaftsabkommen. Viele Studierende absolvieren in der Masterphase ihr Unternehmenspraktikum im internationalen Kontext.

Über die fakultätsspezifischen Auslandsprogramme hinaus profitieren Studierende der RWTH von den strategischen Partnerschaften der Hochschule mit internationalen Universitäten. So können sie zum Beispiel im Rahmen ihrer Studienarbeiten kurze Aufenthalte an einer der IDEA League-Hochschulen absolvieren. Das deutschlandweit einzigartige UROP Abroad-Programm bietet die Möglichkeit, schon in der Bachelorphase an Forschungsprojekten internationaler Hochschulen teilzunehmen. Gefördert werden diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen.

Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium.

 

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

Die Bereitschaft, sich auf die beiden Welten Technik und Sprache/Kommunikation einzulassen, ist eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Studienverlauf im Studiengang Technik-Kommunikation. Interessenten sollten sehr gute mathematische Kenntnisse und hohe sprachliche Kompetenz sowie sehr gute Deutschkenntnisse – in Wort und Schrift – mitbringen. Interesse an der Arbeit mit Texten und der Auseinandersetzung mit technischen und kommunikationstheoretischen Fragestellungen werden vorausgesetzt, ebenso eigenverantwortliche Arbeit und Engagement. Vor allem in Bezug auf die technischen Teile des Studiums empfiehlt sich eine gute Vorbereitung in Mathematik und Naturwissenschaften. Zur Intensivierung und Vervollständigung Ihres Wissens bietet die RWTH Ihnen Studienbeginn ein Vorkursprogramm.

Einschreibungsvoraussetzungen

1. Zwei RWTH-Studienfeld-SelfAssessments:

  • Geistes-, Sprach- und Kommunikationswissenschaften
  • bei Kombination mit Grundlagen des Maschinenbaus zusätzlich das Studienfeld-SelfAssessment Maschinenbau
  • bei Kombination mit Grundlagen der Informatik zusätzlich das Studienfeld-SelfAssessment Elektrotechnik, Informatik und Technische Informatik
  • bei Kombination mit Grundlagen der Elektrotechnik zusätzlich das Studienfeld-SelfAssessment Elektrotechnik, Informatik und Technische Informatik
  • bei Kombination mit Grundlagen der Werkstofftechnik zusätzlich das Studienfeld-SelfAssessment Georessourcen und Materialtechnik

2. Vorpraktikum nur für "Grundlagen des Maschinenbaus"

Sechswöchiges Vorpraktikum nach den Praktikantenrichtlinien im Anhang der Prüfungsordnung. Detaillierte Auskünfte erteilt das Praktikantenamt der Fakultät für Maschinenwesen. Hier erfahren Sie auch, wie Sie vorgehen müssen, wenn Sie das Vorpraktikum nicht ableisten konnten.

 

Mediathek

Sie wünschen sich noch mehr Einblicke und Eindrücke? Nutzen Sie die Vielfalt der Informationsmöglichkeiten! Unsere Empfehlungen finden Sie in der Mediathek .

 

Berufsperspektiven

Expertinnen und Experten für die Vermittlung technischer Inhalte haben eine von Industrie und Wirtschaft nachgefragte Doppelqualifikation. Sie verfügen über sprachliche Vermittlungskompetenz und technisches Sachverständnis gleichermaßen und arbeiten als Transferspezialistinnen und -spezialisten an der Schnittstelle von Sprache und Technik.

Absolventinnen und Absolventen der RWTH sind vor allem in Konzeption, Organisation und Redaktion tätig. Sie planen und steuern Informationsübermittlung auf verschiedenen Ebenen – zum Beispiel von Experte zu Experte beziehungsweise von Experte zu Laie. In der firmeninternen Kommunikation arbeiten sie beispielsweise an der Schnittstelle zwischen Abteilungen mit unterschiedlichem Fachwissen – zum Beispiel in Produktion und Buchhaltung – oder gestalten Weiterbildungsmaterialien und Schulungen. In der Öffentlichkeitsarbeit entwickeln sie beispielweise Internetportale und kommunikative Webdienste oder konzipieren Messematerialien.

Im Bereich User Experience untersuchen sie die Benutzerfreundlichkeit von Softwareprogrammen oder Bedienoberflächen und entwickeln Qualitätsstandards. Sie führen zum Beispiel sogenannte Usability-Tests durch, um Schwächen bei der Gestaltung von Benutzeroberflächen zu finden und Produktentwicklerinnen und -entwickler zu beraten.

Weitere Einsatzfelder für Kommunikatiionsexpertinnen und -experten sind technische Dokumentation und Fachjournalismus.

 

Masterperspektiven

Aufbauend auf dem Bachelorstudiengang bietet die RWTH einen Masterstudiengang Technik-Kommunikation an. Auch hier wird die bewährte Kombination aus Kommunikationswissenschaft und einem technischen Fach studiert. Die in der Bachelorphase gewählte Fachrichtung wird beibehalten.

In den technischen Fächern wählen Studierende zwischen verschiedenen Vertiefungsrichtungen, im Fach Kommunikationswissenschaft können sie individuelle fachliche Schwerpunkte setzen. Auf diese Weise unterstützt das Studienkonzept die individuelle Spezialisierung der Studierenden.

 

Prüfungsordnung

Regelungen, die grundsätzlich für alle Bachelor- und Masterstudiengänge gelten, sowie detaillierte Angaben zum Nachweis der geforderten Sprachkenntnisse finden sich in der Übergreifenden Prüfungsordnung der RWTH. Prüfungsordnungen werden aufgrund ihrer Rechtsverbindlichkeit nur in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die fachspezifische Prüfungsordnung regelt rechtsverbindlich Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen. Sie enthält in ihrem Anhang die Beschreibung der Module, aus denen sich der Studiengang zusammensetzt.

 

Fakultäten

Das Studienfach Technik-Kommunikation wird angeboten vom Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der Philosophischen Fakultät in Kooperation mit den Fakultäten, die die technischen Grundlagen anbieten:

Fakultät für Maschinenwesen

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik

Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik

Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften

Das Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Ist ein interdisziplinär ausgerichtetes Institut und vereint die Expertisen von Linguistik und Kommunikationswissenschaft. In Forschung und Lehre fokussiert es Kommunikations- und Interaktionsprozesse in Technik und Gesellschaft.

Themen wie Design, Nutzung und Usability elektronischer Medien oder Technikwahrnehmung, -kommunikation und -akzeptanz stehen im Mittelpunkt zahlreicher Forschungsprojekte, die mit Partnern aus den Ingenieurwissenschaften und der Industrie durchgeführt werden.