Reale Probleme mathematisch modelliert

 

MINT-EC-Camp „CAMMP week“ 2013

Rundum vier tolle Tage, die einen zum Glück mehr fordern als Schule und uns die Möglichkeit gegeben haben, mit anderen interessierten und vor allem motivierten Jugendlichen zusammen zu arbeiten.

Mit dieser und weiteren positiven Rückmeldungen endeten vier spannende Tage des MINT-Camps, einem Kooperationsprojekt des MINT-EC Vereins, der Schulprojektstelle der Zentralen Studienberatung und des Lehrstuhls für Mathematik der RWTH Aachen.

Unter dem diesmaligen Titel „CAMMP week“, CAMMP - Computational and Mathematical Modeling Program, arbeiteten vom 13.11. bis 16.11.2013 insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 in vier Kleingruppen an verschiedenen realen Problemstellungen mit Hilfe der mathematischen Modellierung. Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und Industrie stellten Aufgaben wie beispielsweise die Optimierung des Buchungssystems für Open-end-Buchungen eines Carsharing Anbieters oder die Optimierung von Wärmeaustauschern zur Maximierung der Leistung bei gleichbleibenden Materialkosten. Unterstützt wurden die Gruppen der Schülerinnen und Schüler bei der Bearbeitung der Fragestellungen von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden der Graduiertenschule AICES, Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science, und des MATHCCES, Lehrstuhl für Mathematik – Center for Computational Engineering Science. Durch die fachkundige Unterstützung wurde die Arbeit der Kleingruppen zielführend strukturiert und über kleinere Stolpersteine hinweggeholfen. So waren die Schülerinnen und Schüler durch die Aufgaben zum Teil derart gefesselt, dass sie bis in die Nächte hinein daran gearbeitet haben. Dies zeigt sich zum Beispiel in folgender Äußerung:

Faszinierend wie stark man von der Fragestellung ergriffen wird und man sich dann in die Lösung reinkniet.

Insgesamt berichten die Betreuer, dass die Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler zwar anspruchsvoll und schwierig waren, aber sie dennoch nicht überfordert haben. Im Gegenteil, die Motivation war sehr hoch und die Jugendlichen hatten Spaß, sich mehrere Tage mit einem realen Problem intensiv auseinander zu setzen. Ein Betreuer formuliert:

Meine Gruppe hat super als Team gearbeitet und alle haben sich zusammen an der Findung des Lösungswegs beteiligt. Alle konnten ihre Ideen einbringen und mit den anderen diskutieren, das Gruppenklima war entsprechend angenehm.

Über die Arbeit der Kleingruppen hinaus waren die Schülerinnen und Schüler ebenfalls sehr interessiert am Unileben, der RWTH Aachen und am Studium der Mathematik. 90 Prozent der Camp-Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet können sich nach diesen vier Tagen gut vorstellen, zukünftig an der RWTH Aachen zu studieren. Dadurch zeigt sich einmal mehr die Relevanz gezielter Projekte für Schülerinnen und Schüler, durch welche diese die RWTH Aachen als attraktiven Studienort kennenlernen. Ein weiterer Kommentar:

Ich fand das Mint-Camp Aachen wahnsinnig interessant. Eine gute Mischung zwischen ‚Arbeiten‘, ‚Lernen‘ und ‚Austausch‘. Man bekommt einfach einen richtigen Einblick in die Studiengänge und sieht was auf einen zukommt.

In einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am 16.11.2013 im SuperC der RWTH Aachen präsentierten die einzelnen Gruppen nach drei arbeitsintensiven Tagen stolz ihre Ergebnisse. Auch die Firmenvertreter und somit die ursprünglichen Aufgabensteller waren höchst zufrieden mit den Lösungsvorschlägen und gleichzeitig erstaunt über die gelungenen und professionellen Herangehensweisen sowie die eigenen neu gewonnenen Erkenntnisse. So wurde nach der Vorstellung der Gruppenergebnisse noch in Gesprächen zwischen den Jugendlichen, den Firmenvertretern, den Betreuern und weiteren Interessierten angeregt zu jedem Gruppenthema diskutiert. Schließlich endete das Mint-Camp „CAMMP week“ mit einem Abschlussplenum des MINT-EC und der Übergabe der Teilnahmezertifikate an die Schülerinnen und Schüler.