Bio-Medizintechnik
Das Ziel des Clusters Bio-Medizintechnik ist die Kooperation von Forschungsinstituten und Industriepartnerinnen und Industriepartnern der Medizintechnik und Biotechnologie zur Erforschung und Entwicklung von Methoden und Produkten sowie der Aus- und Weiterbildung in den unten genannten Schwerpunkten.
Der Sektor der Medizintechnik stellt aufgrund der demografischen Entwicklung und dem wandelnden Selbstverständnis der Health Generation einen Wachstumsmarkt mit sehr kurzen Innovationszyklen dar. Zukunftslösungen zeichnen sich dabei immer mehr durch die Integration physikalisch-technischer und biologischer Wirkungsmechanismen in einem Device oder System aus.
Interdisziplinäre Forschung und Entwicklung für moderne Medizinprodukte
Wirkstoffbeschichtete Stents, strukturierte oder zellbesiedelte Implantatoberflächen, Biomarker für die funktionale Bildgebung sind nur einige Bespiele, die über herkömmliche Medizinprodukte vergangener Jahre weit hinausgehen.
Ihre Erforschung und Entwicklung ist nur mit ausgeprägter Interdisziplinarität möglich, die entlang der Innovationskette mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Klinikerinnen und Klinikern sowie Unternehmerinnen und Unternehmern im Cluster umgesetzt und über umfangreiche Trainings- und Fortbildungsangebote weitergegeben werden.
Zusammenarbeit in bedeutenden Zukunftsfeldern
Das Ziel ist die langfristige Zusammenarbeit entlang bedeutender Zukunftsfelder. Insbesondere sind dies Bildgebung, bildgeführte Therapie, Organunterstützung, Personal Health Care, biohybride und intelligente Implantate, Tissue Engineering sowie pharmazeutische Produktentwicklung.
Mit interdisziplinären und integrierten Lösungsansätzen aus diesen Bereichen soll großen Herausforderungen begegnet werden, wie zum Beispiel den Herz-Kreislauf Erkrankungen, die immer noch die Mortalitätsstatistik dominieren.
Die Entwicklung und Testung kardiovaskulärer Implanate bildet daher einen besonderen Schwerpunkt im Cluster, von tissueengineerten Herzklappen über miniaturisierte Pumpen und Oxygenatoren bis hin zum vollständigen Kunstherz reicht die Spanne.
Verzahnung mit dem NRW-Cluster
Mit der Förderentscheidung der Landesregierung im InnoMeT Wettbewerb vom Januar 2010 hat Aachen nun zudem noch die große Chance, sich als Spitzencluster Nordrhein-Westfalen der Medizintechnik zu etablieren.
Unter dem Titel Patient customized engineering for smart cardiovascular therapy werden technische Geräte und Systeme viel intensiver an die Individualität der Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen angepasst werden können, als das bisher der Fall war.
Das Bio-Medizintechnik-Cluster und das NRW-Cluster werden gemeinsam entwickelt und sich gegenseitig zusätzlichen Schub verleihen. Zurzeit ziehen bereits die ersten Mieterinnen und Mieter in das neue Zentrum für Bio-Medizintechnik: etwa 4100 Quadratmeter modernste Büro- und Laborflächen für Campus-Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründer. Weitere 25000 Quadratmeter Fläche werden noch entwickelt.