Wirtschaftsingenieurwesen B.Sc., Fachrichtung Maschinenbau

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Science
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
7 Semester
ECTS-Punkte:
210Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in der Unterrichtssprache nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

beschränkt
NC für WiSe 2016

Zulassung höhere Semester

beschränkt
NC 2.-6. Fachsemester
frei
im Fachsemester 7

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

  • Vorpraktikum Mehr Informationen

    Vorpraktikum

    Ein sechswöchiges Vorpraktikum vor Studienbeginn nach den Richtlinien im Anhang der  Prüfungsordnung.

Termine und Fristen

 

Wie können technische Produkte optimal vermarktet werden? Wann sind Innovationen nachhaltig und kostendeckend? Mit welchen Maßnahmen können Einsparungen erzielt werden?

Wenn technische Entwicklungen unter wirtschaftlichen Aspekten bewertet werden müssen, ist die Expertise von Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieuren gefragt.

Durch ihre interdisziplinäre Ausbildung sind sie prädestiniert für Aufgaben im Überschneidungsbereich zwischen Technik und Wirtschaft. Sie haben sowohl ingenieurwissenschaftliches Knowhow als auch ökonomisches Wissen und sind daher ideale Mittler zwischen beiden Welten.

Das wirtschaftsingenieurwissenschaftliche Studium mit der Fachrichtung Maschinenbau ist an der RWTH deutlich technisch geprägt. Die intensive Ausbildung in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern vermittelt ein Kompetenzprofil, das dem einer rein ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung sehr nahe kommt. Dies zeigt sich auch in den ungewöhnlich vielfältigen Spezialisierungsmöglichkeiten.

Das Studienkonzept ergänzt die vielfältigen technischen Fachperspektiven durch wirtschaftswissenschaftliche Module. So erwerben Studierende in sieben Semestern die typische Schnittstellenkompetenz, die Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure auszeichnet.

Ab dem fünften Semester vertiefen sie ihre Kenntnisse in einem der fünf Berufsfelder des Maschinenbaus:

  • Die Energie- und Verfahrenstechnik beschäftigt sich mit der Bereitstellung und Umwandlung von Energie und Stoffen. So wird zum Beispiel Erdöl zu einem Kosmetik-Bestandteil, Biomasse zu Treibstoff, Windkraft oder Sonnenlicht zu Energie.
  • Die Konstruktionstechnik legt den Fokus auf die Optimierung maschinenbaulicher Produkte. Das Spektrum reicht von Werkstoffen bis hin zum Industrial Design.
  • Die Produktionstechnik entwickelt komplexe Verfahren, die kostengünstige Produktion mit langfristig gleichbleibender Qualität ermöglichen. Sie betrachtet Herstellungsprozesse in jeder Größenordnung: vom Einzelwerkzeug bis hin zu kompletten Produktionsanlagen.
  • Die Textil- und Kunststofftechnik widmet sich der Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen und textilen Materialien. So werden beispielsweise Fasern zu technischen Bausteinen oder Kunststoffe zu Produkten für jeden Lebensbedarf.
  • Ziel der Verkehrstechnik ist die Optimierung aller Verkehrsmittel – vom PKW über Schienenfahrzeuge bis zu Flug- und Raumfahrzeugen.
 

Studienverlauf

Studienstruktur
Semester Natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen Wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen
1 Mathematik I, Mechanik I, Physik Entscheidungslehre,
Internes Rechnungswesen und Buchführung
2 Mathematik II, Mechanik II, Thermodynamik I, Maschinengestaltung I, CAD-Einführung, Qualitäts- und Projektmanagement Einführung in die BWL
3 Mathematik III, Mechanik III,
Maschinengestaltung II, Thermodynamik II
Produktion und Logistik, Mikroökonomie I
4 Maschinengestaltung III,
Informatik im Maschinenbau, Statistik
Makroökonomie I, Quantitative Methoden,
Absatz und Beschaffung
5 Werkstoffkunde I, Regelungstechnik
Investition und Finanzierung, Einführung in die empirische Wirtschaftsforschung
Fächer des gewählten Berufsfeldes
6 Werkstoffkunde II, Einführung in die Arbeitswissenschaft Organisation und Personal, Grundzüge des Privatrechts
Fächer des gewählten Berufsfeldes
7 Praktikum und Bachelorarbeit

Eine Übersicht über den Studienverlauf finden Sie im Studienverlaufsplan.

Praktikum

Zur Einschreibung in den Studiengang muss ein sechswöchiges Vorpraktikum nachgewiesen werden. Es bietet erste Einblicke in die Metallbearbeitung. Im siebten Semester steht eine weitere vierzehnwöchige Praxisphase an, in der die angehenden Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure Schnittstellen zwischen Technik und Ökonomie kennenlernen. Neben Kenntnissen über Produkte und Verfahren erlangen sie Einblicke in wirtschaftliche Entscheidungsprozesse in mindestens zwei der betrieblichen Funktionsbereiche: Marketing, Rechnungswesen, Einkauf oder Beschaffung.

Auslandsprogramme

Zukünftige Ingenieurinnen und Ingenieure werden an der RWTH Aachen für den Weltmarkt ausgebildet. Dazu benötigen sie neben einer überdurchschnittlich guten fachlichen Ausbildung auch internationale Kompetenzen. Nicht selten ist Auslandserfahrung entscheidend für die berufliche Laufbahn.

Die Fakultät für Maschinenwesen bietet weltweit Studien- und Praxismöglichkeiten an. Feste Kooperationsabkommen mit renommierten internationalen Hochschulen ermöglichen schon in der Bachelorphase Studienaufenthalte zum Beispiel in Europa, den USA, Korea, Japan oder China.

Über die fakultätsspezifischen Auslandsprogramme hinaus profitieren Studierende der RWTH von den strategischen Partnerschaften der Hochschule mit internationalen Universitäten. So können sie zum Beispiel im Rahmen ihrer Studienarbeiten kurze Aufenthalte an einer der IDEA League-Hochschulen absolvieren. Das deutschlandweit einzigartige UROP Abroad-Programm bietet die Möglichkeit, schon in der Bachelorphase an Forschungsprojekten internationaler Hochschulen teilzunehmen. Gefördert werden diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen.

Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium. Fachspezifische Angebote werden auf der Fakultätswebseite für Internationales veröffentlicht.

 

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

Der Studiengang richtet sich an Studieninteressierte mit Interessen im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswissenschaft und Technik. Gute Voraussetzungen ist das Interesse an technisch-mathematischen Sachverhalten. Falls Sie den Schulstoff in Mathematik noch einmal aufarbeiten oder ergänzen möchten, bietet die RWTH Ihnen einen Vorkurs Mathematik an. Diesen und weitere empfohlene Vorkurse - zum Beispiel in Chemie, CAD und Informatik - finden Sie im Vorkursangebot.

Einschreibungsvoraussetzungen

Bei der Einschreibung in diesen Studiengang – nicht schon bei der Bewerbung – müssen folgende Nachweise erbracht werden:

1. Vorpraktikum
Sechswöchiges Vorpraktikum nach den Praktikantenrichtlinien im Anhang der Prüfungsordnung
. Detaillierte Auskünfte erteilt das Praktikantenamt der Fakultät für Maschinenwesen. Hier erfahren Sie auch, wie Sie vorgehen müssen, wenn Sie das Vorpraktikum nicht ableisten konnten.

2. Zwei SelfAssessments

RWTH-Studienfeld-SelfAssessment "Maschinenbau"

RWTH-Studienfeld-SelfAssessment "Wirtschaftswissenschaften"

 

Berufsperspektiven

Von Erneuerbaren Energien über Automotive-Technologien bis hin zur Kommunikationstechnik – Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieure halten technischen Innovationsgeist und unternehmerisches Denken im Gleichgewicht. Als interdisziplinär ausgebildete Schnittstellenspezialistinnen und -spezialisten nutzen sie ihre Expertise für Aufgaben im Überschneidungsbereich zwischen Technik und Wirtschaft.

Zu ihren klassischen Aufgaben gehören zum Biespiel Kostenkalkulation für Innovationsprozesse, Marktanalysen für Neueinführungen von Produkten oder Optimierung des Energie- und Rohstoffeinsatzes für Produktionsprozesse. Aufgrund ihrer umfassenden Fachkompetenz sind sie als Bindeglied zwischen verschiedenen betrieblichen Bereichen gefragt. In strategischen Belangen werden sie auch gerne als externe FachConsultants eingesetzt.

Ihre intensive Grundlagenausbildung ermöglicht Absolventinnen und Absolventen der RWTH darüber hinaus, auch Tätigkeiten in rein technischen oder wirtschaftlichen Unternehmensbereichen zu übernehmen.

 

Masterperspektiven

Im gleichnamigen Masterstudiengang wird die in der Bachelorphase gewählte Vertiefungsrichtung idealerweise fortgeführt. Ergänzend zu den technischen Studieninhalten entscheiden sich Studierende für eine aus vier wirtschaftswissenschaftlichen Research Areas oder den Bereich General Management und bauen so ein individuelles Kompetenzprofil auf.

Im Verbund mit führenden französischen und einer japanischen Universität wird das T.I.M.E.- Doppelmasterprogramm angeboten. Hier sind – je nach Kooperationshochschule – verschiedene Fachrichtungen wählbar.

Alternativ kann unter den Masterprogrammen des Maschinenbaus gewählt werden: Allgemeiner Maschinenbau, Energietechnik, Fahrzeugtechnik und Transport, Kunststoff- und Textiltechnik, Entwicklung und Konstruktion, Luft- und Raumfahrttechnik, Produktionstechnik, Verfahrenstechnik.

Zudem können interdisziplinäre Studiengänge studiert werden, wie zum Beispiel Automatisierungstechnik, Nachhaltige Energieversorgung oder Energietechnik. Die Zulassung erfolgt gegebenenfalls mit Auflagen.

 

Prüfungsordnung

Die Prüfungsordnung regelt Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen. Sie enthält in ihrem Anhang die Beschreibung der Module, aus denen sich der Studiengang zusammensetzt.

 

Fakultät

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Maschinenbau wird angeboten von der Fakultät für Maschinenwesen und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.