Umweltingenieurwissenschaften B.Sc.

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Science
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
6 Semester
ECTS-Punkte:
180Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in der Unterrichtssprache nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

beschränkt
NC für WiSe 2016

Zulassung höhere Semester

frei
kein NC

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

  • Vorpraktikum Mehr Informationen

    Vorpraktikum

    Ein vierwöchiges Vorpraktikum vor Studienbeginn nach den Richtlinien, die Sie im Anhang der Prüfungsordnung finden.

Termine und Fristen

 

Ressourcenschutz, Emissionsreduktion und Umgang mit den Folgen des Klimawandels sind globale Herausforderungen, für die dringend umweltverträgliche und wirtschaftlich tragbare technische Lösungen gefunden werden müssen – entweder im Sinne einer Adaptation (Anpassung an unvermeidliche Veränderungen) oder einer Mitigation (Reduktion beispielweise der Treibhausgase). In Folge des Klimawandels werden zum Beispiel die Hochwasserscheitel steigen und entsprechende Schutzmaßnahmen müssen entwickelt werden.

Hier sind ingenieurwissenschaftlicher Sachverstand und effiziente Planungsstrategien gefragt – zur Reduktion der Treibhausgase, zum Schutz der Rohstoffvorräte und zur Aufbereitung wertstoffreicher Abfälle.

Die weltweite Tendenz zur Urbanisierung stellt eine weitere Herausforderung dar, unter anderem für Sanitärversorgung und Verkehrsplanung. Zudem muss jede technische Entwicklung zukünftig unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachtet und auf ihre ökologischen Auswirkungen hin untersucht werden. Darüber hinaus wird die kompetente Kommunikation mit Entscheiderinnen und Entscheidern, zum Beispiel in der Politik immer relevanter.

Die Umweltingenieurwissenschaften zeichnet aus, dass sie diese Aufgabenstellungen – im Gegensatz zu anderen technischen Disziplinen – nicht ausschließlich aus ingenieurwissenschaftlicher Perspektive betrachten. Technischer Sachverstand und ökologische Urteilskraft arbeiten nicht gegeneinander, sondern liefern Konzepte aus einem Guss. Durch das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen werden Lösungsansätze für Probleme entwickelt, die heute und künftig zu den Global Challenges zählen.

Der Studiengang der RWTH verknüpft fachliche Kompetenzen des Bauingenieurwesens, des Maschinenbaus und des Rohstoff- und Entsorgungsingenieurwesens mit denen verschiedener Naturwissenschaften sowie der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften.

Aufgrund des technischen Profils der RWTH und der Expertise der anbietenden Fakultäten wird diese interdisziplinäre Fächerauswahl auf hohem wissenschaftlichem Niveau gelehrt. Sie vermittelt ein einzigartiges fachliches Profil, das einen ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkt hat und dennoch die lösungsorientierten Kenntnisse und Untersuchungsmethoden anderer umweltrelevanter Disziplinen integriert.

Das Studienprogramm vermittelt die Grundlagen aller beteiligten Fächer und bietet in der Bachelorphase keine Spezialisierungsmöglichkeiten an. Im Masterstudium können Studierende aus fünf Schwerpunkten der Umweltingenieurwissenschaften wählen und ihr eigenes Kompetenzprofil entwickeln.

 

Studienverlauf

Studienstruktur

Semester 1-6
Mathematik, Naturwissenschaften Mathematik I & II, Statistik, Chemie, Physik, Ökologie, Biologie
Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen Genehmigungs- und Umweltrecht, Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Fremdsprache
Recht, Betriebswirtschaft, Sprache Mechanik und Maschinenkomponenten I & II, Hydromechanik I & II, Wärmetechnik, Bauphysik
Fachspezifische
Grundlagen
Abfallbehandlung, Abfallwirtschaft, Abwasserentsorgung, Aufbereitung und Recycling, Bauen und Infrastruktur, Einführung in die Umweltingenieurwissenschaft, Energierohstoffe und -technik, Energiewirtschaft, Gewässergüte- und Siedlungswasserwirtschaft, Geotechnik, Grundlagen der Tragwerke, Klimatologie und Hydrologie, Verfahrenstechnik, Rohstoffe und Recycling, Umweltmanagement, Wasserbau.
Studienarbeit, Bachelorarbeit – 9 Wochen

Den detaillierten Studienverlaufsplan finden Sie auf den Webseiten der Fakultät für Bauingenieurwesen.

Praktika

Neben dem Vorpraktikum sind im Bachelorstudium keine weiteren Pflichtpraktika vorgesehen. Es wird ausdrücklich empfohlen, das Vorpraktikum vor Beginn des Studiums zu absolvieren, da das Praktikum nur schwer in den Studienverlauf zu integrieren ist.

Auslandsprogramme

Umweltschutz ist eine globale Aufgabe. Daher ist internationale Erfahrungen ein wichtiger Aspekt der Ausbildung angehender Umweltingenieurinnen und -ingenieure. Studien- oder Praxisphasen im Ausland vermitteln nicht nur vertieftes Fachwissen, sondern auch kulturelle Kenntnisse und soziale Kompetenzen.

Die Fakultät für Bauingenieurwesen bietet ihren Studierenden schon in der Bachelorphase Kooperationsprogramme mit herausragenden europäischen und außereuropäischen Hochschulen an. Neben dem EU-Mobilitätsprogramm ERASMUS+ werden Studienmöglichkeiten weltweit offeriert. Die Mitgliedschaft der Fakultät in verschiedenen Forschungsverbünden ermöglicht Studierenden, sowohl Studieneinheiten als auch Abschlussarbeiten und Phasen der Industriepraxis in einem der vielen internationalen Programme zu absolvieren.

Über die fakultätsspezifischen Auslandsprogramme hinaus profitieren Studierende der RWTH von den strategischen Partnerschaften der Hochschule mit internationalen Universitäten. So können sie zum Beispiel im Rahmen ihrer Studienarbeiten kurze Aufenthalte an einer der IDEA League-Hochschulen absolvieren. Das deutschlandweit einzigartige UROP Abroad-Programm bietet die Möglichkeit, schon in der Bachelor-
phase an Forschungsprojekten internationaler Hochschulen teilzunehmen. Gefördert werden
diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen.

Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium. Fachspezifische Details regelt das Büro für Internationales der Fakultät für Bauingenieurwesen.

 

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

Die Umweltingenieurwissenschaften entwickeln Lösungen für ingenieurtechnische Fragestellungen unter Einbeziehung der Biologie, der angewandten Physik – Mechanik, Thermodynamik –, der Chemie und der Geowissenschaften. Neben ausgeprägtem technischem Interesse ist dementsprechend eine Neigung zu naturwissenschaftlichem Denken und zu formalen Analysen unerlässlich. Ein hohes Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung im Bereich Infrastruktur, Entsorgung und Bautechnik ist eine weitere Voraussetzung. Das Studium einer Ingenieurwissenschaft setzt gute Kenntnisse der Mathematik voraus. Zur Auffrischung von Schulkenntnissen bietet die RWTH Ihnen vor Studienbeginn ein Vorkursprogramm an.

Einschreibungsvoraussetzung

1. Vorpraktikum

Rechtsverbindliche Regelungen zum vierwöchigen Vorpraktikum sind im Anhang der aktuellen Prüfungsordnung zu finden. Detailinformationen erteilt das Praktikantenamt der Fakultät.

2. Selfassessment

Der Nachweis der Teilnahme am RWTH-Studienfeld-SelfAssessment "Bauingenieurwesen"
muss bei der Einschreibung vorgewiesen werden – nicht schon bei der Bewerbung.

 

Entscheidungshilfen

„Etwas für die Umwelt tun“ – dieses Vorhaben weist den Weg in viele verschiedene Studienrichtungen: Technik, Naturwissenschaften, Geowissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften und viele mehr. Wer Umweltgenieurwissenschaften wählt, sollte sich bewusst machen, dass dieser Ingenieur-Studiengang sehr viele verschiedene Denkansätze miteinander verzahnt. Zusätzlich zu den technischen Wissenschaften wird auch Biologie, Chemie, BWL und Recht studiert. Im Gegensatz zu den Natur- und Geowissenschaften bietet der Studiengang kein experimentelles Forschen im Labor oder im Gelände an. Vielmehr werden die naturwissenschaftlichen Grundlagen theoretisch vermittelt und in den fachspezifischen Fächern mit den ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen verknüpft, um technische Lösungsansätze zu entwickeln. Interessenten sollten sich bewusst machen, dass das Themenspektrum hohe fachliche Anforderungen und interdisziplinäre Breite mit sich bringt. Hilfreich ist der Besuch von Vorlesungen schon vor Studienbeginn.Erste Eindrücke können Sie auch in der Schüleruniversität, in der Hochschulhospitationswoche oder im Schnupperstudium für Mädchen sammeln.

 

Berufsperspektiven

Umweltingenieurinnen und -ingenieure entwickeln technische Lösungen für effiziente, nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung und Gestaltung des menschlichen Lebensraums. Sie planen, realisieren und managen komplexe Anlagen, zum Beispiel in den Bereichen Trinkwasserversorgung und Entsorgung von Abwasser bzw. Abfällen. Sie haben aufgrund ihrer interdisziplinären Ausbildung immer den nachhaltigen Schutz von Gewässern, Boden und Luft im Fokus. Die Folgenabschätzung für technische Entwicklungen und Planungen gehört ebenso zu ihren Kompetenzbereichen wie Sanierung belasteter Umweltkompartimente und Planung von Infrastruktursystemen. Weitere Tätigkeitsfelder auf dem stetig wachsenden Arbeitsmarkt sind Analyse, Bewertung und Minderung der Risiken durch technische Eingriffe.
Detaillierte Zahlen und Berufsfelder finden sich in der aktuellen Veröffentlichung der Agentur für Arbeit: Arbeitsmarkt für Akademiker - Ingenieurwissenschaften

 

Masterperspektiven

Aufbauend auf dem Bachelorstudiengang bietet die RWTH ein Masterstudium Umweltingenieurwissenschaften an. Hier können Studierende zwischen fünf Forschungsschwerpunkten wählen: Urban Water, Water Resources Management, Energie und Umwelt im Bauwesen, Recycling sowie Umweltverfahrenstechnik. Jede Studienrichtung bietet vielfältige Möglichkeiten, ein individuelles Fachprofil aufzubauen. Eine umfangreiche Palette an Wahlmodulen erlaubt individuelle Fächerkombinationen, die persönlichen Interessen und beruflichen Plänen entsprechen.

Darüber hinaus können Absolventinnen und Absolventen auch in anderen Masterstudiengängen der RWTH zugelassen werden, beispielsweise im Master Bauingenieurwesen, Georessourcenmanagement oder Nachhaltige Energieversorgung - jeweils mit entsprechenden Anpassungen in der Bachelorphase und gegebenenfalls Auflagen.

 

Prüfungsordnung

Die Prüfungsordnung regelt Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen. Sie enthält in ihrem Anhang die Beschreibung der Module, aus denen sich der Studiengang zusammensetzt.

 

Fakultät

Der Bachelorstudiengang Umweltingenieurwissenschaften wird angeboten von der Fakultät für Bauingenieurwesen und der Fachgruppe Rohstoffe und Entsorgungstechnik in der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik.