Angewandte Geographie B.Sc.

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Science
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
6 Semester
ECTS-Punkte:
180Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in der Unterrichtssprache nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

beschränkt
NC für WiSe 2016

Zulassung höhere Semester

frei
kein NC

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

Termine und Fristen

 

Erdkruste – Klima – Besiedelung – Wasserversorgung – Verkehr – Wirtschaftsbeziehungen – dies sind nur wenige Stichworte, die die vielfältigen Perspektiven der Geographie beschreiben. Die facettenreiche Wissenschaft befasst sich mit dem Raum, in dem wir leben – nicht nur mit der Erdoberfläche in ihrer räumlichen Differenzierung, sondern auch mit den Aktivitäten der Menschen in ihrer physischen und sozialen Umwelt. Geographinnen und Geographen können sowohl die naturwissenschaftliche als auch die sozialwissenschaftlich-wirtschaftswissenschaftliche Perspektive einnehmen und beide systemisch miteinander zu vernetzen.

Dabei konzentriert sich die Physische Geographie vornehmlich auf naturwissenschaftliche Forschungsansätze und -methoden, zum Beispiel in Klimatologie, Geomorphologie und Geoökologie.

Die Anthropogeographie arbeitet mit einer sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive, zum Beispiel in Wirtschaftsgeographie, Verkehrsgeographie, Stadtgeographie, Bevölkerungsgeographie.

Entsprechend ist das Studium an der RWTH aufgebaut: Es besteht aus Bausteinen der Physischen Geographie, der Anthropogeographie, der Geographischen Methoden sowie der Regionalen Geographie. Der Studienplan bietet ab dem vierten Semester Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb der geographischen Teildisziplinen. Studierende wählen – je nach individuellem Interesse – eines der angebotenen Exkursionsziele und ab dem fünften Semester zwei Vertiefungsmodule.

Ein weiteres Spezifikum des Studiums in Aachen ist die explizite Anwendungsorientierung: Das Studienkonzept ermöglicht eine außergewöhnlich aufwändige und umfassende Methodenausbildung sowie eine projektbasierte Arbeitsweise – von der wissenschaftlich exakten Datenerhebung vor Ort bis hin zur Auswertung der Ergebnisse.

Das dritte Alleinstellungsmerkmal der Aachener Geographie ist die konsequente Verknüpfung mit anderen Fachdisziplinen. Der Fächerkatalog, aus dem ab dem dritten Semester das Nebenfach und das Wahlpflichtmodul gewählt werden können, bietet Spezialisierungsmöglichkeiten, die an anderen Hochschulen in dieser Breite nicht zur Verfügung stehen.

Nebenfach und Wahlpflichtmodul

In beiden Fällen kann aus einer einzigartigen Fächervielfalt der Geographie oder anderer Disziplinen gewählt werden: Abfallwirtschaft und Umwelttechnik, Betriebswirtschaftslehre, Geologie, Geodäsie, Georisiken, Gesellschaftswissenschaften, Informatik, Mathematik, Rohstoffversorgung von Industrieländern, Siedlungswasserwirtschaft, Stadtplanung, Verkehrswesen und Raumplanung, Volkswirtschaftslehre.

 

Studienverlauf

Angewandte Geographie an der RWTH – das ist Praxiserfahrung von Anfang an! Schon ab dem ersten Semester finden ergänzend zum Grundlagenstudium Geländeübungen statt. Begleitend wird ein großes Repertoire an methodischen Kenntnissen aufgebaut, wie z.um Beispiel durch klimatologische Messungen an der RWTH-eigenen Messstation, Bodenprobenauswertungen, Kartierungen, Befragungen und statistische Auswertungen. Viele Exkursionen bieten lebendige Einblicke in die geographischen Besonderheiten der Region und in die geographische Praxis. Größere Studienfahrten können in europäische Nachbarländer oder auf andere Kontinente führen.

Berufliche Erfahrung in einem bestimmten Anwendungsbereich ist für angehende Geographinnen und Geographen unerlässlich. Ein Berufspraktikum, das in der vorlesungsfreien Zeit absolviert wird, vermittelt vertiefte Einblicke in Arbeitsfelder, in denen geographische Expertise gefordert wird.

Studienstruktur (vereinfacht)

Semester Geographische Module
1

Physische Geographie
Geomorphologie
Klimatologie

Wirtschaftsgeographie

Industriegeographie

Methoden Proseminar und Geländepraktikum, Geostatistik, Kartographie

2

Physische Geographie
Boden- und Biogeographie, Grundseminar und Geländepraktikum

Wirtschaftsgeographie
Dienstleistungsgeographie, Agrargeographie

Methoden
Visualisierung

3

Humangeographie
Stadt- und Bevölkerungsgeographie, Räumliche Planung, Grundseminar und Geländepraktikum

Projektmodul
Empirische Methoden

Methoden
Geographische Informationssysteme (GIS), Geostatistik (SPSS)

Nebenfach und Wahlpflichtmodul (ab 3. Semester)

4

Projektmodul
Projektstudie

Regionale Geographie
Regionalseminar, Regionalpraktikum

5 und 6

Vertiefung
Aufbaumodul 1 und 2 (nach Wahl), Bachelorarbeit

Alle Details inklusive der Studienstruktur finden Sie auf der Webseite des Geographischen Instituts.

Auslandsprogramme

Das Geographische Institut unterhält Kooperationen mit renommierten Hochschulen weltweit und ermöglicht damit seinen Studierenden die vielfältigen internationalen Erfahrungen, die für angehende Geographinnen und Geographen so wichtig sind. Alleine im EU-Mobilitätsprogramm ERASMUS+ werden Partnerschaften mit 31 Universitäten in 16 europäischen Ländern gepflegt. Mit Kurzzeitstipendien im Rahmen der IDEA League Student Grants werden Studierende während ihrer Aufenthalte an Hochschulen in Delft, Zürich oder Göteborg unterstützt. Neben weiteren Studienmöglichkeiten auf allen Kontinenten ist das Exchange Program mit der German University of Technology in Oman (GUtech) eine interessante Gelegenheit, um gleichzeitig Fachkenntnisse und internationale Kompetenzen zu erwerben.

Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium. Fachspezifische Angebote werden auf der Webseite des Geographischen Instituts.veröffentlicht.

 

Voraussetzungen

Einschreibungsvoraussetzung

RWTH-Studienfeld-SelfAssessment "Georessourcen und Materialtechnik"

 

Entscheidungshilfen

Welche Interessen und Fähigkeiten sollten Geographiestudierenden mitbringen? Was ist typisch am Geographiestudium? Was ist anders als in der Schule? Was sind die Hauptmissverständnisse zum Geographiestudium? Womit rechnet niemand? Was ist besonders reizvoll? Abbruchgründe? Was bedeuten die Arbeitsmarktprognosen für die Studienaufnahme?

Verknüpfung von sehr verschiedenen Methoden, Fakten und Beziehungen. Anders als im Erdkundeunterricht in der Schule werden Fakten und Daten nicht nur der Literatur entnommen sondern selbst erhoben, statistisch verarbeitet und ihre Abhängigkeit und Beziehung untereinander erforscht. Daher müssen Geographiestudierende ein besonderes Interesse an der Suche nach Ursachen und Zusammenhängen haben. Sie sollten sich für Geowissenschaften genauso interessieren wie für gesellschafts- und wirtschaftswissenschaftliche Ansätze. Dieser „Rundum-Blick“ ist typisch für Geographinnen und Geographen und macht sie interessant für diverse Tätigkeiten in Forschung und Anwendung, die genau dieses Verknüpfungswissen erforderlich machen. Ähnlich breit gefächerte Alternativen mit anderen Schwerpunkten bieten zum Beispiel Georessourcenmanagement, Geoinformatik, Geodäsie, Umweltwissenschaften, Agrarwissenschaften oder Ähnliches.

 

Mediathek

Sie wünschen sich noch mehr Einblicke und Eindrücke? Nutzen Sie die Vielfalt der Informationsmöglichkeiten! Unsere Empfehlungen finden Sie in der Mediathek.

 

Berufsperspektiven

Vernetztes Denken, interdisziplinäre Kompetenzen und fundierte Methodenkenntnisse machen Geographinnen und Geographen zu attraktiven Arbeitskräften. Neben einer fundierten akademischen Ausbildung ist allerdings ausreichende Praxiserfahrung unabdingbar. Schon während des Studiums sollten Praktika in verschiedenen Anwendungsfeldern absolviert werden.

Absolventinnen und Absolventen der RWTH punkten mit Fachwissen, hervorragenden Methodenkenntnissen und anwendungsorientierten Zusatzqualifikationen. Dementsprechend vielfältig sind ihre beruflichen Wege.

Sie arbeiten zum Beispiel im Umweltmanagement und in der Stadt-, Regional- und Verkehrsplanung. Weitere Bereiche sind Standortplanung, Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung, Immobilienwirtschaft, Logistik sowie Tourismus- und Citymanagement. Hier können sie neben ihren Fachkenntnissen vor allem ihr planerisches Können einbringen. In der Privatwirtschaft finden sie Tätigkeitsfelder im Standortmanagement, im Marketing- oder PR-Bereich oder in der Beratung. Dies ist vor allem interessant, wenn im Studium ein sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt gewählt wurde.

Interessante Einsatzbereiche bieten sich auch in der Entwicklung und Nutzung von Geo-Informationssystemen, in der EU-Administration, der Politikberatung, in internationalen Behörden und in der Entwicklungszusammenarbeit.

Mehr Informationen zum Arbeitsmarkt für Geographen finden Sie zum Beispiel auf der Website des Deutschen Verbandes für Angewandte Geographie und auf der Webseite Geographie studieren.

 

Masterperspektiven

Zur weiteren fachlichen Profilierung bietet die RWTH zwei Masterstudiengänge an: Angewandte Geographie und Wirtschaftsgeographie.

Typische Themen des Studiengangs Angewandte Geographie sind Stadtgeographie, Landschaftssystemanalyse, Klimatologie oder Fernerkundung.

Das Masterprogramm Wirtschaftsgeographie fokussiert hingegen auf Bereiche wie geographische Innovationsforschung, Regionalentwicklung, Logistik und Verkehr sowie Kommunikation.

In beiden Studiengängen werden weitere geographische Fächer, Spezialisierungsmodule und Exkursionsmodule zu einem individuellen Studienprogramm zusammengestellt. Zu diesem persönlichen Qualifikationsprofil gehört auch in der Masterphase wieder ein Nebenfach nach Wahl.

 

Prüfungsordnung

Die Prüfungsordnung regelt rechtsverbindlich Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen. Sie enthält in ihrem Anhang die Beschreibung der Module, aus denen sich der Studiengang zusammensetzt.

 

Fakultät

Der Bachelorstudiengang Angewandte Geographie wird angeboten von der Fachgruppe für Geowissenschaften und Geographie in der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik.

Die Fachgruppe für Geowissenschaften und Geographie steht für eine traditionelle, anwendungsorientierte Lehre in einem geographisch interessanten Umfeld. Sie bietet ihren Studierenden viele „Vor-Ort“-Einblicke und umfassende Kenntnisse in den Freiland- und Auswertungsmethoden. Ihre Kooperationen mit anderen Fachbereichen der technisch geprägten RWTH eröffnen Ausbildungs- und Forschungsperspektiven, die in dieser Breite an anderen Hochschulen nicht möglich sind.