Architektur B.Sc.

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Science
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
6 Semester
ECTS-Punkte:
180Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in der Unterrichtssprache nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

beschränkt
NC für WiSe 2016

Zulassung höhere Semester

beschränkt
NC 2. Fachsemester
frei
ab Fachsemester 3

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

Termine und Fristen

 

Architektinnen und Architekten planen und gestalten Räume – Innenräume, Gebäude, Stadtbezirke, Städte oder auch Landschaften. Dabei berücksichtigen sie alle technischen, ästhetischen und sozialen Gesichtspunkte, die ihre Planung zu den definierten Zielen führen.

Gebäude sollen schön sein, aber auch funktional, umweltfreundlich, möglichst preiswert und von langer Standsicherheit. Alte Bausubstanz soll bewahrt und neue integriert werden. Der öffentliche Raum dient Verkehr, Wohnen, Wirtschaften und Erholen und muss daher gute Anbindungen und eine ausgewogene Balance von privaten und öffentlichen Bereichen bieten. Um so viele Faktoren gleichzeitig berücksichtigen zu können, lernen angehende Architektinnen und Architekten, die verschiedenen Dimensionen einer Entwurfsaufgabe systematisch zu erfassen.

Im Architekturstudium an der RWTH Aachen fördern anspruchsvolle entwerferische Aufgaben den Ideenreichtum der Studierenden und den Erwerb professioneller Umsetzungstechniken. Sie garantieren eine solide Ausbildung im Zeichnen und Entwerfen, die es später erlaubt, komplexe Entwürfe aus dem Stegreif zu skizzieren und zu diskutieren.

Das „Integrierte Projekt“ im vierten Semester repräsentiert erstmalig im Studienverlauf den hohen Anspruch der RWTH im konstruktiv-technischen Bereich und demonstriert das einzigartige Ausbildungsniveau: Die Studierenden bearbeiten eine Aufgabenstellung von hoher Komplexität, die ihre Kreativität sowie die zeichnerischen und entwerferischen Fähigkeiten herausfordert. Neben den ästhetischen Aspekten müssen immer drei Gesichtspunkte berücksichtigt werden: Baukonstruktion, Tragwerk und Gebäudetechnologie. Hinzu kommt die Integration innovativer Technologien in die architektonische Planung, zum Beispiel bei der Umsetzung intelligenter oder selbsttragender Fassadensysteme.

Projektbegleitend reflektieren und optimieren die Studierenden kontinuierlich ihre gestalterischen Lösungen. Theoriegeleitete Fächer wie zum Beispiel Architektur- und Kunstgeschichte sowie Architektur- und Planungstheorie begleiten die Ausbildung und bieten den Orientierungsrahmen für die kreative Arbeit.

An der RWTH sind die Teildisziplinen Hochbauplanung sowie Stadt- und Landschaftsplanung gleichermaßen vertreten. Das Studienprogramm sieht keine Spezialisierung in der Bachelorphase vor. Erst im Masterstudium wird eines der beiden Anwendungsfelder der Architektur als Spezialisierung gewählt:

  • Die Spezialisierung Architektur widmet sich dem Entwurf und der Baukonstruktion einzelner Gebäude.
  • Die Spezialisierung Stadtplanung nimmt die Entwicklung von Quartieren, Städten und Regionen in den Blick.
 

Studienverlauf

Das erste Studienjahr bietet einen Überblick über die Haupttätigkeiten von Architektinnen und Architekten. Praxisorientierte Aufgaben helfen den Studienanfängerinnen und -anfängern, ihre kreativen Fähigkeiten zu erweitern. Die Projekte und Entwürfe werden in Einzelarbeit oder in Gruppen von vier bis fünf Studierenden bearbeitet. Neben Fertigkeiten im händischen Zeichnen erwerben diese studienbegleitend detaillierte Kenntnisse im CAD-Zeichnen.

Studieninhalte
Geschichte, Theorie, Gestalten Fachwissen Projekte, Entwurf Wahlangebot
individuelle Profilierung

Kulturelle und historische Grundlagen:
- Architekturgeschichte
- Architekturtheorie
- Denkmalpflege
- Kunstgeschichte

Gestalten und Darstellen:
- Freihandzeichnen
- Plastik
- Darstellende Geometrie
- CAD-Zeichnen

Baukonstruktion

Gebäudeplanung

Tragwerklehre

Gebäudetechnik

Bau- und Planungsrecht

Stadt- und Landschaftsplanung

Entwerfen
Architektur und
Gebäudeplanung
(3. Semester)

Architektur und
Konstruktion
(4. Semester)

Stadt und Landschaft
(5. Semester)
Bachelorarbeit

Transit-Modul:

Frei gewähltes Fach außerhalb des Fakultätsangebots

4 Wahlfächer:

Angebote der Lehrstühle der Fakultät und des Sprachenzentrums

Detaillierte Stundienpläne und eine alternative Beschreibung des Studiengangs finden Sie auf den Webseiten der Fakultät. Bitte wählen Sie auf der Navigationsleiste immer die aktuelle Bachelorprüfungsordnung.

Wahlfächer

Die Wahlfächer bieten Vertiefungsmöglichkeiten in allen Themenbereichen und dienen der individuellen Profilierung. Im Transitmodul eröffnet ein frei wählbares Fach neue Anwendungsbezüge im Kontext einer anderen wissenschaftlichen Disziplin.

Auslandsprogramme

Zukünftige Architektinnen und Architekten finden weltweit Betätigungsfelder – vor allem dort, wo ein Bau-Boom zu beobachten ist. Daher unterstützt die Fakultät für Architektur ausdrücklich die Mobilität ihrer Studierenden. Sie bietet viele Möglichkeiten, im Ausland Erfahrung zu sammeln: Alleine im EU-Mobilitätsprogramm ERASMUS+ kooperiert sie mit 41 europäischen Hochschulen. Internationale Sommeruniversitäten und Praktikumsaufenthalte in anderen Ländern ergänzen das Angebot. Ein Mobilitätsfenster eröffnet sich nach dem vierten Semester oder zu Beginn des Masterstudiums.

Über die fakultätsspezifischen Auslandsprogramme hinaus profitieren Studierende der RWTH von den strategischen Partnerschaften der Hochschule mit internationalen Universitäten. So können sie zum Beipiel im Rahmen ihrer Studienarbeiten kurze Aufenthalte an einer der IDEA-League-Hochschulen absolvieren. Das deutschlandweit einzigartige UROP-Abroad-Programm bietet die Möglichkeit, schon in der Bachelorphase an Forschungsprojekten internationaler Hochschulen teilzunehmen. Gefördert werden diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen.

Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium. Fachspezifische Angebote werden auf der Webseite der Fakultät Reiff-International veröffentlicht.

 

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

Architekturstudierende sind Gestalter. Sie beschäftigen sich intensiv mit den Themen Form, Funktion und Machbarkeit. Das heißt, sie benötigen kreative Begabung, organisatorisch - technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen. Im Studium werden viele unterschiedliche Projektaufgaben gestellt, die die Studierenden gedanklich umsetzen, zeichnerisch darstellen und dann im kleinen Maßstab bauen. Die Materialien für den Modellbau sind Holz, Papier, Pappe, und metallische Werkstoffe. Extrem wichtig ist die Bereitschaft, handwerklich äußerst sorgfältig und exakt zu arbeiten. Mitstudierende sowie Dozentinnen und Dozenten bewerten die verschiedenen Ansätze anhand von nachvollziehbaren Kriterien, die in der Umsetzung zur Verbesserung der Entwürfe beitragen sollen. So lernen Studierende, nach welchen wissenschaftlichen - also begründbaren - Kriterien sich kreative Prozesse beschreiben und optimieren lassen. Der Arbeitsaufwand im Studium bezieht sich vor allem auf die Entwürfe, die Darstellungen und den Modellbau. Dies nimmt viel Zeit in Anspruch und erfordert ständige Neugier und Offenheit für Kritik. Studieninteressierte müssen also eine gute Belastbarkeit und eine angemessene Frustrationstoleranz mitbringen, um immer wieder neue Motivation für gestalterische Prozesse aufbauen zu können.

Einschreibungsvoraussetzung

RWTH-Studienfeld-SelfAssessment "Architektur"

 

Entscheidungshilfen

Das Interesse an kreativem Arbeiten ist die Grundvoraussetzung für ein Architekturstudium. Die Studierenden sind jedoch keine Kunstschaffenden, die zweckfrei gestalten – ihr Ziel ist es, realisierbare und nutzungsorientierte Lösungen für die Anforderungen an den Entwurf zu finden. Wer primär die Auseinandersetzung mit der „reinen“ Kunst oder der Kunstgeschichte sucht, sollte auch Kunststudiengänge einer anderen Hochschule als eine interessante Alternative in Betracht ziehen. Wer im Gegensatz dazu hauptsächlich an der technischen Seite des Bauens interessiert ist, sollte sich auch über den Studiengang Bauingenieurwesen informieren.
Erste Eindrücke können Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in der Schüleruniversität oder im Schnupperstudium sammeln.

 

Mediathek

Sie wünschen sich noch mehr Einblicke und Eindrücke? Nutzen Sie die Vielfalt der Informationsmöglichkeiten! Unsere Empfehlungen finden Sie in der Mediathek.

 

Berufsperspektiven

Inhalte und Qualifikationsziele des Architekturstudiums an der RWTH berücksichtigen die Vorgaben der berufsständischen Kammern und der europäischen und internationalen Ausbildungsrichtlinien als Mindeststandards.

Das Bachelorstudium führt zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Er befähigt zu assistierenden, weisungsabhängigen Planungs- und Entwurfstätigkeiten in Architekturbüros oder bei anderen Anbietern kreativer Leistungen.

Nach dem Masterstudium und einer zweijährigen Berufstätigkeit bietet sich den Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, Mitglieder der Architektenkammer zu werden. Sie sind damit berechtigt, den Titel „Architektin“, „Architekt“ bzw. „Stadtplanerin" und „Stadtplaner“ zu führen und erlangen die Bauvorlageberechtigung.

Absolventinnen und Absolventen der RWTH arbeiten aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung in allen Bereichen der Bau- und Planungsbranche. Sie entwerfen Gebäude und überwachen die Bauausführung. Neben diesen klassischen Tätigkeitsfeldern eröffnen sich auch weitere berufliche Chancen, zum Beispiel in den Bereichen Design, Innenraumgestaltung, Messebau, Landschaftsgestaltung et cetera. In der Unternehmensberatung sind Architektinnen und Architekten gerne gesehene Problemlöser. Hier setzen sie vor allem ihr kreatives Potential und ihre Fähigkeit zur Analyse sehr komplexer Aufgabenstellungen ein.

Mehr zu diesem Thema bietet der Hochschulführer des Bundes Deutscher Architekten, der Webauftritt der Architektenkammer NRW. Hier wird auch eine gute Beschreibung der verschiedenen klassischen Berufsfelder für Architektinnen und Architekten angeboten. Einen ersten Blick in zukünftige Karrierechancen eröffnen die Webseiten unserer Absolventen (Alumni).

 

Masterperspektiven

Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums können zwischen zwei konsekutiven Masterstudiengängen wählen:

  • Architektur und
  • Stadtplanung.

Beide Studienprogramme bieten ein hohes Maß an Wahlfreiheit. Sie ermöglichen eine selbstständige, individuelle Arbeitsweise und bieten den Studierenden die Chance, sich in die Forschungs- und Entwurfsschwerpunkte der RWTH-Institute einzubinden.

Die Vielfalt der wissenschaftlichen Aktivitäten der Fakultät macht ein Studium nach Wahl möglich, dass sich ganz an den Interessen und Neigungen der Studierenden orientiert.

 

Prüfungsordnung

Die Prüfungsordnung regelt rechtsverbindlich Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen. Sie enthält in ihrem Anhang die Beschreibung der Module, aus denen sich der Studiengang zusammensetzt.

 

Fakultät

Der Bachelorstudiengang Architektur wird angeboten von der Fakultät für Architektur. Sie hat über viele Jahrzehnte Geschichte geschrieben: Namhafte Architekten wie Gottfried Böhm, Volkwin Marg sowie Peter Kulka oder Klaus Kada haben von Aachen aus die zeitgenössische Architektur maßgeblich beeinflusst. Studierende der Architektur profitieren von der kreativen Atmosphäre, den hervorragend ausgestatteten Werkräumen sowie der Nähe zu ingenieurwissenschaftlicher Forschung und technischen Innovationen.