RWTH-Professorin wird Mitglied der NRW-Akademie

17.05.2019

Gabriele Gramelsberger, Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie, wird in die Klasse für Geisteswissenschaften aufgenommen.

 

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste hat zwölf neue Mitglieder aufgenommen, darunter die RWTH-Professorin Gabriele Gramelsberger. Akademiepräsident Professor Wolfgang Löwer überreichte ihr die Aufnahmeurkunde im Rahmen der Jahresfeier. Die Akademie würdigt damit ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit.

Gabriele Gramelsberger ist Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie der Aachener Hochschule. Dort ist sie auch Mitglied des Human Technology Centers und Prodekanin für Forschung an der Philosophischen Fakultät. 2002 promovierte sie im Fach Philosophie an der Freien Universität Berlin, wo sie von 2004 bis 2014 lehrte, bevor sie an der Technischen Universität Darmstadt dozierte und habilitierte. Von 2008 bis 2014 lei­te­te sie das BMBF Ver­bund­pro­jekt "Verkörper­te In­for­ma­ti­on – 'Le­ben­di­ge' Al­go­rith­men & Zel­luläre 'Ma­schi­nen'".

Sie war Gastwissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Institut für Advanced Study „Medienkulturen der Computersimulation“ an der Leuphana Universität Lüneburg. 2016 wechselte sie zum Lehrstuhl für Philosophie der digitalen Medien an der Universität Witten/Herdecke, bevor sie 2017 an die RWTH berufen wurde. Dort gründete sie 2018 im Rahmen des NRW Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre das Lehrlabor für Computational Science Studies (CSS Lab). Ziel des CSS Lab ist, geistes- und sozialwissenschaftlichen Studierenden den Wandel der Wissenschaft in Digitale Wissenschaft zu vermitteln. 2018 wurde sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Mitglied der „Allianz Initiative Digitale Information“ ernannt.

Die NRW-Akademie ist eine Vereinigung der führenden Forscherinnen und Forscher des Landes. Sie wurde 1970 als Nachfolgeeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Die Akademie ist in wissenschaftliche Klassen für Geisteswissenschaften, für Naturwissenschaften und Medizin sowie für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften und in eine Klasse der Künste gegliedert. Insgesamt hat die Akademie derzeit etwa 230 ordentliche und 140 korrespondierende Mitglieder.

Redaktion: Presse und Kommunikation