Vielfach wird eine zunehmende Skepsis gegenüber großtechnischen Systemen und der damit verbundenen Forschung beklagt. Kerntechnik und Gentechnologie sind Beispiele für solch komplexe und komplizierte Anwendungsbereiche praxisorientierter Wissenschaft. Will diese Forschung Akzeptanz schaffen und/oder erhalten, muss sie umfassend und vor allem verständlich informieren. Der Vermittlung von wissenschaftlichen Sachverhalten kommt daher eine immer größere Bedeutung zu.
Der RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus möchte in diesem Prozess herausragende Arbeiten der Medien würdigen. 1993 erstmals vergeben, werden alle zwei Jahre besonders gelungene Beispiele der Darstellung von wissenschaftlichen Themen in Presse, Rundfunk und Fernsehen von einer namhaften Jury ausgezeichnet.
Es muss sich bei den eingereichten Beiträgen um eine Darstellung von Themen handeln, die zwar durch die Institute, Lehrstühle und Kliniken der RWTH Aachen abgedeckt werden, jedoch nicht um ein konkretes Forschungsprojekt an der RWTH Aachen. Besonders bevorzugt werden dabei eingereichte Arbeiten mit einer fachübergreifenden, interdisziplinären Komponente.
Die Bewerbungsfrist umfasst jeweils die Vorlesungszeit des der Preisverleihung vorangehenden Wintersemesters (Mitte Oktober bis Mitte Februar). Die Veröffentlichung des Beitrages darf bei der Einreichung nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
Nach einer formalen Prüfung durch die Pressestelle werden die Einsendungen entsprechenden Fachvertretern der RWTH Aachen zur sachlichen Begutachtung zugänglich gemacht. Die verbliebenen Beiträge gehen an die Jury, die schließlich den oder die Preisträger vorschlägt. Das Rektorat der RWTH Aachen ernennt die Jury, die sich aus Vertretern der Medien und der Hochschule zusammensetzt. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer akademischen Festveranstaltung - seit 1997 mit der Vergabe des Innovationspreises von Stadt und Kreis Aachen.
Flyer des RWTH-Preises Wissenschaftsjournalismus
Der RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus 2011 ist für die Kategorie Print ausgeschrieben. Wenn Sie am Wettbewerb zum RWTH-Preis Wissenschaftsjournalismus teilnehmen möchten, schicken Sie Ihren Beitrag bitte an die
RWTH Aachen
Pressestelle
Templergraben 55
52062 Aachen
oder rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben:
Telefon 0241/80-94322
Telefax 0241/8092324
E-Mail pressestelle@zhv.rwth-aachen.de
Preisträger 1993
Vivian Marx
für den "FAZ"-Artikel "Roboter nach Insektenart"
Klaus Thews
für den "Stern"-Beitrag "Gentechnik: Die neue Medizin"
Preisträger 1995
Dr. Uwe Springfeld
für das Feature "Fuzzy Logic - Ein Report über krauses Denken oder Die Logik der Unschärfe" im Forum Wissenschaft des Hörfunksenders Bremen 2
Preiträgerinnen 1997
Martina Keller
für das Feature "Lebendig tot - Wann stirbt der Mensch?" in der Sendung "Neugier genügt" von WDR 5
Hanne Tügel
für den "GEO"-Beitrag "Auf dem Prüfstand: Betriebssystem Mensch"
Preisträger 1999
Dr. Reiner Klingholz
für den Beitrag aus "GEO WISSEN" "Evolution morgen - Auf neuen Wegen"
Preisträger 2001
Ines Possemeyer
für den Beitrag aus "GEO WISSEN" "Partnerschaft - Was abgeht, wenn´s abgeht"
Preisträger 2003
Dagmar Röhrlich
für Ihren Beitrag im Westdeutschen Rundfunk "Die Suche nach anderen Erden - Vom Ursprung des Lebens"
Preisträger 2005
in der Kategorie Printmedien Dr. Klaus Manhart mit dem Beitrag „Die Grenzen der Gleichzeitigkeit“ in der Zeitschrift „Gehirn & Geist“ 2/2004;
in der Kategorie Hörfunk Birgit Kolkmann mit dem Beitrag „Apparatewunder und Einsamkeit“, ausgestrahlt im DeutschlandRadio Berlin am 13.11.2004, sowie
in der Kategorie Fernsehen Joachim Lachmuth und Armin Maiwald mit dem Special „SolarMaus“ aus der WDR-Reihe „Die Sendung mit der Maus“, gesendet am 30.5.2004.
Preisträger 2007
in der Kategorie Printmedien Johannes Bernreuter für den Beitrag in „Bild der Wissenschaft”: „Solarzellen – einfach gedruckt“
in der Kategorie Hörfunk Dr. Jan Lublinski für das Feature im Deutschlandfunk „Der Saure Ozean – wie der Klimawandel die Weltmeere bedroht“
in der Kategorie Fernsehen Claudia Heiss für den Beitrag „Herzklopfen – Rhythmus des Lebens“ in der WDR-Reihe „Quarks & Co”
Preisträger 2009
in der Kategorie Printmedien Helge Sieger für den Beitrag in „natur + kosmos”: „Expedition in die Mundhöhle“
in der Kategorie Hörfunk Gábor Paál für den Beitrag im Deutschlandfunk „Die programmierte Psyche - Wie Gene unser Verhalten steuern“
in der Kategorie Fernsehen Lorenz Beckhardt und Thomas Kamp für den Beitrag „Krank durch Handystrahlung“ in der WDR-Reihe „Quarks & Co”