Erasmus+ Erklärung zur Hochschulpolitik: Allgemeine Strategie mit Stand vom Mai 2013

 

Die Wahl der internationalen Hochschulpartner erfolgt auf Grundlage der im Internationalisierungskonzept der RWTH Aachen definierten Schwerpunktländer in Absprache mit den Rektoratsbeauftragten. Bei der Wahl des Partners wird neben dessen wissenschaftlichem Rang auf Verlässlichkeit und die Bereitschaft zur schriftlichen Vereinbarung jeweils geeigneter Formen von Mobilität geachtet.

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Claudia Hanke

Leiterin Team Europa

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Neben Europa gibt es die folgenden definierten Schwerpunktländer: USA und Kanada, China, Indien, Korea, Japan, Russland und Brasilien.

Für alle aufgeführten Schwerpunktländer hat der Rektor Professorinnen und Professoren als Beauftragte ernannt, die über eine ausgewiesene Länderkompetenz verfügen und in enger Abstimmung mit dem zentralen International Office Strategien für das jeweilige Land entwickeln, um jeweils geeignete Maßnahmen der Mobilität zu definieren. Diese können und müssen für ein Land wie die USA anders gestaltet werden als für ein Land wie Indien. Den Rektoratsbeauftragten wurde eigens ein Länderbudget zugewiesen, um wirkungsvolle Maßnahmen zu fördern wie zum Beispiel die Vergabe von Kontaktstipendien, Research Ambassador Fellowships oder Research Fellowships. Die Rektoratsbeauftragten fungieren als Mittelspersonen zwischen zentralem International Office, den Fakultäten und den ausländischen Partnerinnen und Partnern.

Die RWTH Aachen ist bestrebt, Mobilität in allen Studienzyklen anzubieten und die Teilnahme möglichst vieler sicherzustellen.

Universitätsnetzwerke

Innerhalb Europas ist die RWTH Aachen in mehreren Universitätsnetzwerken aktiv und bestrebt, ihre Aktivitäten insbesondere mit den besten Hochschulen in diesen Organisationen zu stärken. Von besonderer Bedeutung für die strategische Ausrichtung in Europa sind neben der IDEA-League die Netwerke CESAER sowie T.I.M.E. und UNITECH. Insbesondere im T.I.M.E.-Netzwerk werden die Doppel-Master-Programme entwickelt und ausgeweitet.

Die in der Internationalisierungsstrategie der RWTH Aachen definierten Schwerpunktländer und -regionen genießen Vorrang bei der Auswahl neuer Hochschulpartnerschaften und beim Abschluss neuer Hochschulverträge.

Bei sämtlichen Mobilitätsmaßnahmen steht die Qualität in allen Studienphasen im Vordergrund. Um zugleich möglichst vielen Studierenden in allen Studienzyklen einen Auslandsaufenthalt im Land ihrer Wahl zu ermöglichen, bietet die RWTH Aachen ein reichhaltiges Portfolio an Partnern, das sie kontinuierlich erweitert. Damit fördert sie Qualität und Diversität, aber auch die Mobilität vieler.

Mobilität bedeutet für die RWTH Aachen

  • die europäische Integration sowie Vernetzung Europas mit ausgewählten Nicht-EU-Zielregionen zu stärken
  • Steigerung der Qualität in Forschung und Lehre
  • ihren Studierenden und Beschäftigten im Sinne des lebenslangen Lernens die Möglichkeit zu bieten, zusätzliche Qualifikationen in sprachlicher, kultureller und fachlicher Hinsicht im Ausland zu erwerben
  • über die Outgoings Beziehungen im Ausland zu vertiefen und als Botschafterin oder Botschafter zu wirken für Deutschland und Europa
  • durch die Aufnahme von Incomings ihre internationale Lern- und Lehratmosphäre zu bereichern und von deren Erfahrung zu lernen. Dies wird an der RWTH Aachen durch die Einrichtung neuer Programme zur Förderung der Anwerbung und Integration ausländischer Studierender unterstützt
  • ihren Studierenden zu ermöglichen, durch den Kontakt mit internationalen Studierenden wie etwa über die Teilnahme am BeBuddy-Programm gegebenenfalls auch ohne einen Auslandsaufenthalt interkulturelle Kompetenz zu erlangen
  • die Beschäftigungsfähigkeit der mobilen Personen zu erhöhen.

Arbeitsgemeinschaft

Die RWTH hat 2011 eigens eine Arbeitsgemeinschaft Internationalisierung der Hochschule ins Leben gerufen, deren langfristiges Ziel es ist, Internationalisierung in das Bewusstsein aller Verwaltungseinheiten zu bringen, geeignete Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten, die die englische Sprachkompetenz in allen Verwaltungseinheiten und die interkulturelle Kompetenz fördern, sowie das Erstellen englischsprachigen Informationsmaterials zur Selbstverständlichkeit in allen Dezernaten werden zu lassen.

Für den Abschluss von Verträgen hat die RWTH Aachen Standards entwickelt, die Musterverträge für Hochschul- und Fakultätsabkommen, einen Kriterienkatalog für die Wahl potenzieller ausländischer Partnerinnen und Partner sowie einen Leitfaden für die Fakultäten umfassen.

Die RWTH Aachen unterhält einen internationalen Studiengang Applied Geophysics, der aus vorhergehenden Erasmus+ Beziehungen hervorgegangen ist.

Doppel-Master-Programme

Außerdem gibt es ein Doppel-Master-Abkommen mit der Tsinghua University im Bereich Maschinenwesen und jeweils ein Doppel-Master-Abkommen, nämlich T.I.M.E., mit der Gruppe der Grandes Ecoles in den Bereichen Maschinenwesen und Elektrotechnik, der Keio University in den Bereichen Maschinenwesen und Elektrotechnik, der KTH im Bereich Elektrotechnik und der CTU Prag im Bereich Elektrotechnik sowie ein Doppel-Master-Abkommen mit der Gruppe der Ecoles des Mines im Bereich Maschinenwesen.

Strategische Partnerschaften

Die RWTH Aachen versteht sich als integrierte interdisziplinäre technische Hochschule und achtet daher auch bei ihren potenziellen internationalen Partnerinnen und Partnern auf ein entsprechendes Profil. Die RWTH Aachen ist innerhalb Europas in mehreren Universitätsnetzwerken aktiv und bestrebt, ihre Aktivitäten insbesondere mit den besten Hochschulen in diesen Organisationen zu stärken.

Von besonderer Bedeutung für die strategische Ausrichtung in Europa sind neben der IDEA-League-Allianz die Netzwerke CESAER sowie die T.I.M.E.-Assoziation und die UNITECH-Gruppierung aus europäischen Hochschulen und der Industrie. Aus diesen Netzwerken heraus hat die RWTH Aachen die Idee der strategischen Partnerschaft entwickelt und sich erfolgreich für eine solche strategische Partnerschaft mit der Tsinghua University in China beworben. Diese strategische Partnerschaft ist eingebettet in das Zukunftskonzept RWTH 2020 – Meeting Global Challenges, die bereits erwähnte Internationalisierungsstrategie und eine länderspezifische China-Strategie des Rektorats. Der Ausbau dieser strategischen Partnerschaft wird von beiden Universitäten als optimale Ergänzung der eigenen Stärken betrachtet. Die Kooperation soll beispielhaft für die Zusammenarbeit mit weiteren, ausgewählten und strategisch wichtigen Partnerinnen und Partnern und zu einem Modell für eine optimal aufgestellte Partnerschaft werden.

Desweiteren hat die RWTH Aachen ein thematisches Forschungs- und Bildungsnetzwerk mit der University of California at Berkeley als Hauptpartnerin ins Leben gerufen, um ihr Ziel zu erreichen, mit international orientierten Maßnahmen die Qualität von Forschung und Lehre zu steigern und zur Reputation und besseren Sichtbarkeit der RWTH Aachen im nationalen und internationalen Umfeld beizutragen. Weitere Partnerinnen sind die University of California at Santa Barbara, die Duke University, die Yale University und die University of California at Los Angeles. Die Kerndisziplinen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften sollen untereinander vernetzt werden.

Hebung des Bildungsgrades zur Deckung von Europas Bedarf an Akademikerinnen und Akademikern sowie Forscherinnen und Forschern

Die Mobilitätsprogramme, darunter Erasmus+ als das größte Mobilitätsprogramm, ermöglichen die Wahl von Studienabschnitten adäquat zu Interesse und Befähigung aller Studierfähigen: vertikale und horizontale Mobilität. Somit trägt Mobilität zu einer Erweiterung des Zugangs zur Hochschulbildung bei.

Verbesserung der Qualität und Relevanz der Hochschulbildung

Gegenseitiges Lernen innerhalb europäischer Hochschulpartnerschaften und Benchmarking tragen zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre bei. Studierende aller Studienzyklen können explizit Erwartungen an ihre Heimathochschule formulieren, da sie qualitativ vergleichen und einschätzen können.

Stärkung der Qualität durch Mobilität und grenzübergreifende Zusammenarbeit

Mobilität, Benchmarking und das Eingebundensein in strategische Allianzen wie die IDEA League, inzwischen seit über zehn Jahren, haben Lernprozesse auf akademischer und administrativer Seite in Gang gesetzt. Die RWTH Aachen möchte insbesondere die europäische Mobilität als reguläres Angebot für alle RWTH-Angehörigen etablieren, und zwar mit dem Ziel, diesen den Erwerb von Soft Skills, Sprachkompetenz und internationaler Vernetzung zu bieten, die für sie persönlich im Arbeitsleben oder in einer wissenschaftlichen Karriere nützlich sind. Darüber hinaus sieht die RWTH Aachen die Bedeutung von Mobilität als Möglichkeit, sich im Ausland zu präsentieren und international als Marke sichtbar zu werden. Die Incomings werden als Bereicherung für eine internationale Lehr- und Lernatmosphäre gesehen.

Wissensdreieck zur Wirkung bringen

Verknüpfung von Hochschulbildung, Forschung und Wirtschaft im Interesse von Exzellenz und regionaler Entwicklung

Die RWTH Aachen schafft mit dem RWTH Aachen Campus ein einzigartiges Leistungsangebot zur Kooperation zwischen Forschung, Industrie und Hochschule. Mit 19 geplanten Forschungsclustern und einem Investitionsvolumen von zwei Milliarden Euro entsteht auf einer Fläche von 800.000 Quadratmetern an der RWTH Aachen University eine der größten Forschungslandschaften Europas, die einzigartige Lernmöglichkeiten bietet. Die RWTH Aachen erhofft sich durch dieses ambitionierte Unternehmen eine Strahlkraft für die gesamte Region, die Euregio, und eine systematische, grenzüberschreitende Stärkung des Wissensdreiecks.

Verbesserung von Steuerung und Finanzierung

Europäischer Wettbewerb und Vergleiche tragen zu einer Verbesserung des Leistungsprofils einer Hochschule bei. Multirank ermöglicht indikatorenbasiert eine bessere Steuerung von Prozessen und die damit verbundene Finanzierung. Als ein Indikator kann die Internationalisierung der Fakultäten herangezogen werden und die Steuerung, die sogenannte Governance, der Verteilung der Finanzmittel nach internationalem performance-Indikator nach Vorgaben von Multirank erfolgen. Hier spielen Internationalität und die Zahl der internationalen Studierenden der Fakultäten eine herausragende Rolle.