DIASPORA

 

Drift in amorphen Halbleitern - eine Industriekooperation mit IBM Zürich

Europakarte mit Diaspora Schriftzug, der Aachen und Zürich verbindet M. Rütten

Im Jahr 2013 erfuhr die Zusammenarbeit zwischen Martin Salingas team an der RWTH Aachen University und einer Arbeitsgruppe am Forschungslabor der IBM in Zurich eine substantielle Intensivierung, als die Europäische Kommission im Rahmen des "industry-academia partnerships and pathways" Programms (IAPP) Fördermittel für ein vierjähriges Project namens DIASPORA bewilligte.

Das IAPP-Programm zählt zu den Marie Curie Actions, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Forschungsorganizationen und privat-wirtschaftlichen Unternehmen zu verstärken. Durch langfristige Kooperationen werden Wissensaustausch und gegenseitiges Verständnis zwischen industriellem und akademischen Sektor gefördert. In einem IAPP arbeiten dementsprechend eine oder mehrere öffentliche Forschungsorganizationen, in diesem Fall die RWTH Aachen, und eine oder mehrere private Unternehmen, hier IBM, an einem gemeinsamen Forschungsprojekt, innerhalb dessen Wissenstransfer stattfindet. Dieser Transfer von Wissen wird in erster Linie durch die Abordnung bzw. den Austausch von Mitarbeitern erreicht.

Die Forschung in DIASPORA beschäftigt sich mit Phasenwechselmaterialien, die aktuell als besonders vielversprechend für die Anwendung in Datenspeichern der nächsten Technologiestufe gelten. Unser Ziel ist die Entwicklung eines tiefergehenden Verständnisses der physikalischen Zusammenhänge, die den bemerkenswerten Eigenschaften dieser Materialien zu Grunde liegen. Dabei konzentrieren wir uns vorwiegend auf das Phänomen des driftenden Widerstands in amorphisierten Speicherzellen. Weitere Informationen über unsere Kooperation sind auf der Webseite unseres Projektes zu finden.