Der Spagat zwischen Grundlagenforschung und Innovation

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Professor Stefan Pischinger, RWTH Aachen

Der Vortrag

In diesem Vortrag wird anhand des komplexen Themengebiets der Verbrennungsmotoren der Weg von der Invention zur Innovation beschrieben. Dazu wird das Beispiel von Verbrennungsanomalien aufgezeigt und daran verdeutlicht, dass auf dem Weg von einer Invention bis zur finalen Umsetzung in einer innovativen Serientechnologie wiederum zahlreiche Grundlagenforschungsthemen adressiert und untersucht werden müssen.

Die Themen Mobilität und Energie besitzen eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Der Verbrauch begrenzter fossiler
Energieträger durch den Verkehr und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Umwelt führen zu der Notwendigkeit von ökologisch nachhaltigen Antrieben. In Europa wird auch in 2030 noch die Mehrheit aller verkauften Fahrzeuge einen Verbrennungsmotor besitzen (75 bis 85 Prozent), auch wenn ein hoher Anteil dieser Verbrennungsmotoren in hybridisierten Antriebssträngen betrieben wird. Aus diesem Grund müssen weitere Technologien zur Reduzierung der CO2- Emissionen und anderer Schadstoffe für den Verbrennungsmotor entwickelt werden.

In den letzten Jahren sind bereits deutliche Effizienzsteigerungen bei Verbrennungsmotoren in der Serie erzielt worden. Auch die Schadstoffe konnten signifikant gesenkt werden. Diese Entwicklungen basieren auf Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung, die ein detailliertes Verständnis der auftretenden physikalischen Effekte ermöglicht und somit den Grundstein zur Ableitung von innovativen Lösungen legt.

  Portraitaufnahme von Stefan Pischinger Lothar Wels

Der Dozent

Professor Stefan Pischinger beendete im August 1985 sein Studium (Fachrichtung Maschinenbau) an der RWTH Aachen University. Von 1985 bis 1989 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Sloan Automotive Laboratory, M.I.T. 1989 promovierte er mit dem Thema „Untersuchung des Einflusses der Zündkerzengestaltung auf die Flammenkernbildung und Verbrennung im Ottomotor“. Von 1989 bis 1997 belegte er diverse Positionen
sowohl im Diesel- als auch im Ottomotorbereich bei Daimler-Benz (heute: Daimler).

Seit 1997 ist er Direktor des Institutes für Thermodynamik der RWTH Aachen University und Leiter des Lehrstuhls für Verbrennungskraftmaschinen. Gleichzeitig wurde Professor Pischinger 1997 in die Geschäftsführung der FEV, Aachen berufen; seit April 2003 bekleidet er dort die Position des Vorsitzenden der Geschäftsführung und ist als solcher für die komplette FEV Gruppe verantwortlich. Seit 2010 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen
Akademie der Wissenschaften und der Künste.