Mythos Thesenanschlag - Wie die Geschichtswissenschaft mit einer folgenreichen Erfindung umgeht

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Brigitte Küppers

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Bitte melden Sie sich zu der Veranstaltung bis zum 23. Oktober 2017 üder das Online-Formular an oder senden Sie eine E-Mail an Brigitte Küppers.

 

Professorin Christine Roll, RWTH Aachen

Freitag, 27. Oktober 2017, Gästehaus der RWTH

Zum Thema

Der 31. Oktober ist der Höhepunkt der Luther-Dekade: Der Reformationstag wird 2017 einmalig ein deutschlandweiter Feiertag sein. Allerdings haben sich die phantastischen Ziele der Jubiläumsorganisatoren nicht erfüllt – von einem neuen „Sommermärchen“ konnte selbst in Wittenberg keine Rede sein.

Umso mehr lohnt es, aus geschichtswissenschaftlicher Sicht auf die Luther- und Reformationsjubiläen der vergangenen Jahrhunderte zu schauen und die wechselnden Vereinnahmungen Luthers zu aufzudecken – Luther den Nationalhelden, die bürgerliche Vorbildfigur, den Antisemiten und zuletzt: die Identifikationsfigur eines jeden guten Demokraten.

Dabei wird der Vortrag am Beispiel des Reformationstages einen Einblick in die methodische Arbeit der Geschichtswissenschaft geben: Wie gehen wir vor, um herauszufinden, was am 31. Oktober 1517 eigentlich gewesen ist? Woher wissen wir von dem angeblichen Thesenanschlag? Und warum wird bis heute so gerne an der Vorstellung von Luther als dem hammerschwingenden Reformator festgehalten?

  Portraitaufnahme von Professorin Christine Roll Historisches Institut der RWTH

Christine Roll

Professorin Christine Roll schloss 1986 ihr Geschichts- und Russischstudium in Konstanz ab. Von 1986 bis 1992 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsprojekt zur Erschließung der politischen Korrespondenz Kaiser Karls V. an der Universität Konstanz, wo sie 1991 promovierte und mit dem Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses des Landkreises Konstanz ausgezeichnet wurde.

Von 1992 bis 1997 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl der Neueren Geschichte an der Universität Konstanz. Von 1997 bis 2000 erhielt sie ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft; 2003 wurde sie an der Universität Konstanz habilitiert.

Seit 2005 arbeitet sie als ordentliche Professorin am Lehr- und Forschungsgebiet Geschichte der Frühen Neuzeit an der RWTH Aachen und Leiterin des Hochschularchivs. Zudem gehört sie seit 2010 dem Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Historischen Instituts in Moskau an. Und seit 2014 ist sie Dekanin der Philosophischen
Fakultät der RWTH Aachen.

 

Hinweis

Für Imbiss und Getränke wird ein Unkostenbeitrag von 15 Euro erhoben, der bar vor Ort zu entrichten ist. Ihre Anmeldung ist Basis für die verbindliche Bestellung beim Catering-Unternehmen. Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir diesen Unkostenbeitrag auch einfordern, wenn Sie kurzfristig nicht kommen können und uns nicht bis spätestens zum Vortag der Veranstaltung informieren.