Erste Forscher-Alumni Konferenz der RWTH in Japan

 
10.11.2017

Delegation der RWTH tauscht sich in Tokio mit japanischen Forschenden zum Thema „Grenze Mensch und Maschine“ aus.

  Drei Männer und eine Frau schauen in die Kamera Christin Wannagat/RWTH Aachen Von links: RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg, Nobelpreisträger Ryoji Noyori, RWTH-Alumna Dr. Eleonora Fava und Botschafter Dr. Carl von Werthern bei Gründung der „RWTH Alumni Association of Japan“ in Tokio.

Die RWTH Aachen führte jetzt erstmals eine Konferenz für ihre forschenden Absolventinnen und Absolventen in Japan durch. Das interdisziplinäre Thema des wissenschaftliches Austausches, gefördert von der Alexander von Humboldt-Stiftung, war die „Grenze Mensch und Maschine“. Dass beim Wegfall von Arbeit für den Menschen durch die Robotik die Philosophie eine immer stärkere Rolle spiele, begründete den Ethikansatz der Forscher-Alumni Konferenz. Diskutiert wurde beispielsweise über die immer wichtiger werdende Gestaltung der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine.

Robotik und Industrie 4.0 sind in Deutschland ebenso wie in Japan bedeutende Forschungsfelder, auf die künftig mit mehr transnationaler Zusammenarbeit reagiert werden soll. „Die Konferenz zeigte, wie bedeutend es ist, Zukunftsthemen als Ansatz unseres Wissens- und Technologietransfers auch mit unseren Ehemaligen hier vor Ort zu diskutieren“, resümierte Rektor Professor Ernst Schmachtenberg in Tokio. „Unsere Alumni haben entscheidende Positionen in Wissenschaft und Industrie. Mit ihnen können wichtige Themen der Zusammenarbeit und Werte durch einen interdisziplinären Dialog befördert und weitergegeben werden, besonders in der Verknüpfung von Ingenieurwissenschaften und Ethik.“

Die RWTH-Beziehungen mit Japan reichen bis in die 1950er Jahre zurück, enge Kontakte bestehen zu einer Reihe von heutigen Universitäts- oder Vizepräsidenten und einem Nobelpreisträger. „Als neue Plattform für den deutsch-japanischen Fach- und Projektaustausch haben wir jetzt die RWTH Alumni Association of Japan ins Leben gerufen“, berichtete Professor Bernd Markert als RWTH-Rektoratsbeauftragter für Alumni. Die Gründung wurde im Rahmen der Konferenz in der Deutschen Botschaft in Tokio gefeiert. Daran nahm auch Professor Ryoji Noyori teil, der 2001 den Nobelpreis für Chemie erhielt und den die RWTH 2005 zum Ehrendoktor ernannte.

 

Die 1. Forscher-Alumni Konferenz der RWTH wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung im Ideenwettbewerb „Forscher-Alumni“ und „Forscher-Alumni-Treffen im Ausland“ initiiert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte sie mit 40.000 Euro.

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