Veranstaltungsreihe: Männersüchte/Frauensüchte – Was ist anders?!

 

Sucht und Gender

Suchterkrankungen weisen bei Frauen und Männern neben den Gemeinsamkeiten auch viele Unterschiede in Bezug auf Ursachen, Ausprägungen und Verläufe von Suchterkrankungen sowie bevorzugte Suchtmittel, Konsummuster und psychische Begleiterkrankungen auf.

In dieser Veranstaltungsreihe sollen neben den medizinischen und gesellschaftlichen Aspekten von Suchterkrankungen auch die Möglichkeiten und Arbeitsweisen der gendersensiblen Suchtarbeit beleuchtet werden, um langfristig die Qualität der ganzheitlichen Gesundheitsversorgung der Betroffenen zu verbessern und zu sichern.

Im Fokus stehen Online(Spiel)Sucht, Substanzbezogene Sucht und Essstörungen. Dabei sollen sowohl Ergebnisse der medizinischen Suchtforschung als auch die praktischen Erfahrungen lokaler Institutionen der Suchtarbeit aufgezeigt und diskutiert werden. Die Themen werden jeweils von Expertinnen und Experten aus der Medizin, der Suchthilfe Aachen und der Betrieblichen Sozialberatung der RWTH Aachen beleuchtet.

Wann? 18 bis 20 Uhr
Wo? Seminarraum der Uniklinik RWTH Aachen
Wer? Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, ärztliches und wissenschaftliches Personal, Beratungsstellen, Beschäftigte in der Suchthilfe/-prävention sowie an Interessierte.
Eintritt frei
 

Mittwoch, 24. Januar 2018, 18 bis 20 Uhr

Vom Genuss zur Abhängigkeit

Geschlechtsspezifische Aspekte der stationären Entwöhnungsbehandlung

Teilnehmende

Pit Schlimpen, Suchthilfe Aachen
Jörg Seigies, Betriebliche Sozialberatung – Beratungsstelle für Soziales, Supervision und Organisationsentwicklung der RWTH Aachen

Moderation

AG Gender Medizin an der Medizinischen Fakultät
der RWTH Aachen

 

Mittwoch, 31. Januar 2018, 18 bis 20 Uhr

Professorin Beate Herpertz-Dahlmann, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Uniklinik RWTH Aachen

Schönheitskult oder weibliche Biologie? Essstörungen bei Mädchen und jungen Frauen

Der Vortrag beschäftigt sich mit der biologischen Disposition des weiblichen Organismus für die Entwicklung von Essstörungen, insbesondere in der Pubertät, sowie mit den Auswirkungen des Schlankheitsideals auf das Selbstwertgefühl bei Mädchen und jungen Frauen. Darüber hinaus werden die Folgen des Hungerns auf Körper und Psyche – auch unter dem Aspekt der Evolution – dargestellt und Möglichkeiten der Therapie und Heilung aufgezeigt.

Teilnehmende

Ruth Schwalbach, Suchthilfe Aachen
Jörg Seigies, Betriebliche Sozialberatung – Beratungsstelle für Soziales, Supervision und Organisationsentwicklung der RWTH Aachen

Moderation

AG Gender Medizin an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen