Biointerface - Detektion und Steuerung grenzflächeninduzierter biomolekularer und zellulärer Funktionen (GRK 1035)

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Martin Möller

Sprecher des Graduiertenkollegs

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Das Graduiertenkolleg

"Biointerface" ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Graduiertenkolleg, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der RWTH Aachen, des Forschungszentrums Jülich und der Universitäten in Liège sowie Maastricht beteiligt sind.

Die Kompetenzen von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Medizinern werden gebündelt, um neue, intelligente Biomaterialoberflächen für die biomedizinische Technik und die Molekularbiologie zu entwickeln.

Forschungsschwerpunkte

Das Graduiertenkolleg dient der Förderung von Dissertationen im Grenzgebiet zwischen Materialforschung und Zellbiologie. Dies betrifft insbesondere die Entwicklung von nano- und mikrostrukturierten, biofunktionalen Materialoberflächen, um die molekularen Mechanismen der Zelladhäsion und des dreidimensionalen Gewebewachstums zu steuern.

Eine detaillierte Aufklärung der zugrunde liegenden Mechanismen und die Synthese biomimetischer Oberflächenstrukturen sollen neue Wege für die Kontrolle der Zellentwicklung aufzeigen. Hierbei soll die Erforschung der biologischen Antwort auf intelligente Biomaterialoberflächen neue Erkenntnisse zur Entwicklung von Biosensoren, Biochips und Antifouling-Oberflächen liefern.

Ein Leitgedanke des Forschungsprogramms ist, dass die Wechselwirkungen zwischen molekularen und nanoskopischen Funktionseinheiten, so z.B. in der Zellmembran, nicht nur von zentraler Bedeutung für das Verständnis der Funktion biologischer Zellen sind, sondern auch für die Detektion und Steuerung biologischer Mechanismen genutzt werden können. Daher sollen hochempfindliche physikalische Detektionsmethoden eingesetzt werden.

Studienprogramm und Promovendenbetreuung

Dissertationsarbeiten zu diesen Fragestellungen erfordern die Einbindung der Doktoranden in einem Kooperationsverbund. Dies soll durch eine gemeinsame Betreuung durch mehrere Forschenden garantiert werden, die komplementäre Kompetenzen aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Natur- und Ingenieurwissenschaften einbringen.

Das wesentliche Ziel des Studienprogramms ist es, die mit der Dissertationsarbeit vorgegebene Spezialisierung der Doktoranden durch ein individuelles Lehrprogramm zu unterstützen und durch den interdisziplinären Kenntnistransfer zu erweitern.

Im Rahmen einer interdisziplinären Vorlesungsreihe werden unter Einbeziehung von Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die für die interdisziplinäre Fragestellung relevanten speziellen physikalisch-biologischen Methoden und Materialkenntnisse vermittelt.

Zur Förderung der selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit und der direkten Kommunikation sollen die Promovenden eigenverantwortlich regelmäßige Seminare organisieren, in denen sie ihre laufenden Arbeiten vorstellen und diskutieren.
 

 

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