RWTH startet Aufbau des größten europäischen Tech-Inkubators

18.01.2019

Die RWTH freut sich über einen positiven Bescheid im Rahmen des Förderprogramms „Exzellenz Start-up Center.NRW“ des Wirtschaftsministeriums NRW. Damit wird die Aachener Uni ihr Projekt „Your Venture, Your Way – Leading the Way in Orchestrating Entrepreneurship“ umsetzen können. Das Ministerium fördert bis 2024 sechs Universitäten mit insgesamt 150 Millionen Euro.

  Personen auf einer Bühne Urheberrecht: Ralph Sondermann NRW-Minister Andreas Pinkwart übergibt in Düsseldorf der RWTH-Delegation den Bewilligungsbescheid über die Aufnahme in das Programm „Exzellenz Start-up Center.NRW“.

Wirtschafts- und Digitalminister Professor Andreas Pinkwart gab die Entscheidung am Donnerstag, 17. Januar 2019, in Düsseldorf bekannt. In Aachen soll nun der größte vollintegrierte sogenannte Technologie-Inkubator Europas etabliert werden. Er baut auf dem Herzstück, dem „Collective Incubator“, auf. Er führt die einzigartigen Möglichkeiten der RWTH Aachen, der Unternehmen des RWTH Aachen Campus, der sechs Fachinkubatoren sowie die Technologieexpertise und das unternehmerische Potenzial von Studierenden und Forschenden zusammen. Die Förderung beginnt im Mai 2019.

„Im Rahmen der aktuellen Exzellenzinitiative wurde der Entrepreneurial Transfer als Strategie der RWTH verankert. Die damit verbundene Denkweise, in allen Situationen unternehmerisch zu agieren, kombiniert mit den wegweisenden Forschungsergebnissen der RWTH, bildet die Basis für ein immenses Gründungspotenzial“, erläutert der Rektor der RWTH Aachen, Professor Ulrich Rüdiger. „Gleichermaßen sehen wir den Ideenreichtum und das Engagement unserer Studierenden. Dies wollen wir mit dem ,Collective Incubator' in bis dato nie dagewesener Form fördern.“ Mit dem Tech-Inkubator sollen bis zu 90 Unternehmensgründungen jährlich initiiert und langfristig zehntausende Arbeitsplätze in NRW und der Region geschaffen werden.

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Malte Brettel, Prorektor für Wirtschaft und Industrie an der RWTH Aachen

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Entwicklung neuer Prototypen und Produkte in kürzester Zeit

Auf etwa 3.200 Quadratmetern wird der „Collective Incubator“ Raum für kollaborative Arbeit und den Austausch zwischen Studierenden, Wissenschaftlern und Unternehmen bieten. Darüber hinaus ist auch eine 1.000 Quadratmeter große Werkstatthalle mit den Schwerpunkten Metall, Elektro, additive Fertigung, Holz und Textil vorgesehen, womit die Entwicklung neuer Prototypen und Produkte in kürzester Zeit machbar wird.

Eingebettet ist der Inkubator in das herausragende Umfeld von Forschungsclustern und Unternehmen auf dem RWTH Aachen Campus. So kann der Inkubator auch von der Spitzenforschung der Exzellenz-Universität, den verfügbaren Technologien und einer engen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft profitieren – derzeit sind 375 Unternehmen auf dem Campus immatrikuliert. Diese Zusammenarbeit hat schon namhafte Unternehmen wie Streetscooter und e.GO hervorgebracht.

Federführend wird in den kommenden Jahren die Transfergesellschaft RWTH Innovation sein, um die Ressourcen der Hochschule und ihres gesamten Umfelds mit den Aspekten Technologie, Expertise, Infrastruktur, Humankapital, Kooperationspartner und Kapital für Gründungsteams aus der RWTH und aus ganz Deutschland nutzbar zu machen.

„Das Konzept zielt darauf ab, dass unternehmerisches Denken und Handeln zentraler Bestandteil der RWTH-Kultur wird. Keine Idee, kein Forschungsergebnis für den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft soll verloren gehen. Jedes Start-up bekommt zielgerichtet die Unterstützung, die es für eine erfolgreiche Gründung benötigt“, sagt Professor Malte Brettel, Prorektor für Wirtschaft und Industrie. Schon jetzt gilt die RWTH im Start-up Monitor als eine der besten deutschen Gründerhochschulen. Dieser Status soll mit dem neuen Projekt nun weiter ausgebaut werden.

Redaktion: Presse und Kommunikation