Ernst-Ruska-Centrum für Elektronenmikroskopie und Elektronenspektroskopie

  Foto von unter einem Mikroskop GFE - Gemeinschaftslabor für Elektronenmikroskopie

Von der Nanotechnologie bis hin zu neuen Werkstoffen, von der Energietechnik bis zum Speicherchip – überall erfordert die Fähigkeit zur Innovation präzise Einsichten in die atomare Welt, denn das Zusammenspiel einzelner Atome bestimmt die Eigenschaften von Materialien und Bauelementen. Das Ernst Ruska-Centrum verschafft Forscherinnen und Forschern aus Wissenschaft und Industrie Zugang zu den leistungsfähigsten Elektronenmikroskopen unserer Zeit.

 

Einblicke in die Nanowelt: Infrastruktur und Methoden für die Materialforschung von morgen

Um leistungsstarke Materialien zu entwickeln, müssen Forschende in den unvorstellbar kleinen Bereich jenseits des Nanometers in Bruchteile von Millionstel Millimeter schauen. Und dafür brauchen sie höchstauflösende Mikroskope.

Das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen betreiben seit 2004 das Ernst Ruska-Centrum für höchstauflösende Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen. Dieses verschafft Forscherinnen und Forschern aus Wissenschaft und Industrie Zugang zu den leistungsfähigsten Elektronenmikroskopen unserer Zeit und ermöglicht es ihnen, Zukunftstechnologien wie die Nanoelektronik zu weiterzuentwickeln.

  Elektronenmikroskop PICO Das Elektronenmikroskop PICO

Das nationale Kompetenzzentrum, das auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich angesiedelt ist, arbeitet eng mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zusammen und garantiert somit eine universitätsnahe als auch anwendungsorientierte Ausrichtung. 50 Prozent seiner Nutzungszeit stellt das ER-C Universitäten, Forschungseinrichtungen und auch der Industrie zur Verfügung, die verbleibende Zeit teilen sich die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich.

PICO verschafft bisher unmögliche Einblicke in die Struktur der Materie

Am 29. Februar hat das Ernst Ruska-Centrum ein einzigartiges Elektronenmikroskop eingeweiht. Das Gerät mit dem Namen „PICO“ erreicht eine Rekordauflösung von 50 Milliardstel Millimetern und ermöglicht Anwendern aus Wissenschaft und Industrie, atomare Strukturen in größtmöglicher Genauigkeit zu untersuchen und Fortschritte in Bereichen wie der Energieforschung oder den Informationstechnologien zu erzielen. Mit PICO bauen die Betreiber des Zentrums, die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich, ihre internationale Spitzenposition in der ultrahochauflösenden Elektronenmikroskopie weiter aus.

Für das Mikroskop, weitere wissenschaftliche Geräte und einen Gebäudeneubau haben der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Helmholtz-Gemeinschaft rund 15 Millionen Euro beigesteuert.

 

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