Fachkräfte für Abwassertechnik

 

Kurzinfo

  1. Schulabschluss: Fachoberschulreife
  2. Auswahlverfahren: Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche
  3. Persönliche Voraussetzung: Teamfähigkeit, Belastbarkeit, gute physische Konstitution, naturwissenschaftliches Verständnis, Umweltbewusstsein
  4. Eignungstest: nein
  5. Ausbildungsdauer: drei Jahre
  6. Kammer: Bezirksregierung Düsseldorf
  7. Prüfung: Zwischen- und Abschlussprüfung
  8. Fortbildung: staatlich geprüfte Abwassermeisterin und geprüfter Abwassermeister
 

Berufsbeschreibung

Die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik im Institut für Siedlungswasserwirtschaft ist vielfältig. Fachkräfte für Abwassertechnik steuern und überwachen Prozessabläufe in Klärwerken und Entwässerungsnetzen und analysieren Proben der Abwässer im Betriebslabor. Ihre Arbeitsergebnisse und Analysen dokumentieren sie per Computer. Viele ihrer Tätigkeiten führen sie an Leitständen durch, wo sie etwa eine Vielzahl von Messdaten und -anzeigen ablesen und interpretieren. Bei Abweichungen von der Norm gemäß der gesetzlichen Vorgaben ergreifen Fachkräfte für Abwassertechnik die notwendigen Korrekturmaßnahmen. Regelmäßig inspizieren und warten sie außerdem Pumpen, Becken und Rohre, Zu- und Ableitungen und führen erforderliche Reparaturen durch. Sie erlernen während ihrer Ausbildung auch die notwendigen elektrotechnischen Fähigkeiten, um Installations- und Reparaturarbeiten an den elektrischen Einrichtungen der Anlagen und Maschinen in ihrem Zuständigkeitsbereich auszuführen. Auch das Betreiben von Anlagen der Energieerzeugung aus Faulgasen kann zu ihren Aufgaben gehören. Die Fachkräfte überwachen die Prozesse beim Klären von Abwässern, wie auch beim Trocknen und Pressen des ausgefaulten Klärschwammes per Augenschein, etwa indem sie die Färbung oder Trübung von Abwässern beurteilen. Ihr geschultes Auge erkennt Abweichungen sofort. Darüber hinaus wirken sie bei der fachgerechten Entsorgung von Klärschlamm mit. In der Regel arbeiten sie in kommunalen oder industriellen Kläranlagen oder im Betrieb und Unterhalt von Entwässerungssystemen. Sie sind in Betriebsanlagen häufig an Leit- und Steuerständen, sowie im Freigelände, etwa an Klärbecken und im Labor tätig.

 

Betriebliche Ausbildung

Die betriebliche Ausbildung findet im Institut für Siedlungswasserwirtschaft in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft und dem Prüf- und Entwicklungsinstitut für Abwassertechnik an der RWTH Aachen statt.

Schulische Ausbildung

Der Berufsschulunterricht findet derzeit in Blockform im Hans-Schwier-Berufskolleg, Heegestraße 14, 54897 Gelsenkirchen statt. Dabei gibt es vier Blöcke, wovon die ersten drei Blöcke drei Wochen dauern und der letzte Block vier Wochen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, im Gästehaus zu übernachten.

 

Vergütung, Jobticket und Urlaub während der Ausbildung

Ausbildungsvergütung:

1. Ausbildungsjahr: 936,82 Euro

2. Ausbildungsjahr: 990,96 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.040,61 Euro

vermögenswirksame Leistungen: 13,29 Euro

Jobticket: ab dem 1. Januar 2018 21 Euro pro Monat

Weihnachtsgeld: 95 Prozent des Novemberentgelts

Urlaubstage: 29 Tage pro Jahr

 

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